Eastenders Track & Barnett Park Cave
Spazieren im Barnett Park inkl. Höhlenbesichtigung.

Veröffentlicht: 03.04.2024
Hallo Freunde des Schnees,
ich berichte euch heute von meinem Tag im Antartic Center von Neuseeland. Eine Vorinformation dazu: Viele der Antarktis-Expeditionen starten von Neuseeland aus (das liegt einfach an der entsprechenden Nähe zu dem weißen Kontinent). In Christchurch wurde mitunter aus diesem Grund ein großes Informationszentrum gebaut, dass über die Expeditionen aufklären soll und in dem auch viele der Ausrüstungsgegenstände für diese Abenteuer ausgestellt sind. Zu den Besonderheiten des Zentrums gehört eine Kühlkammer, in der ein waschechter Polarsturm nachgestellt werden kann, eine Pinguin-Auffangstation und eine Fahrt mit den Expeditionsfahrzeugen, die auf dem südlichsten Punkt der Erde verwendet werden.
Und genau mit der Fahrt mit einem dieser sogenannten Hägglunds (der Name verrät es schon - eine schwedische Erfindung) ging unsere Tour im Zentrum los. Ich durfte als Beifahrer vorne sitzen und ich muss wirklich sagen, dass es einen hier mehr durchrüttelt als ich gedacht habe. Ich musste mich zwischenzeitlich wirklich richtig festhalten, damit ich in meinem Sitz sitzen bleibe.
Ich hatte die Eingebung, dass es eine total coole Sache wäre, wenn genau einer dieser Wagen einfach zu einem Wohnwagen bzw. zu einer Art bewohnbarem Hägglund umzubauen. Das wäre sicher ziemlich cool, da diese fahrbaren Wunderwerke auch in Wasser in einer bestimmten Zeit und in einer bestimmten Tiefe fahren können. Also genau das richtige, wenn jemand wirklich sehr autark durch die Gegend ziehen möchte. Leider aber auch etwas unpraktisch mit dem Tanken und wirklich richtig schnell ist man mit diesen Gefährten auch nicht. Außerdem gibt es ja gefühlt auch kein so unberührtes Gebiet mehr indem das wirklich Sinn machen würde. Cool wäre es trotzdem - aber Fridolin Christopher ist mir dann doch lieber.
Nach der ruckligen Fahrt ging es dann ins Innere der Ausstellung. Einen Schneesturm später und eine rasante Vorstellung im 4D Kino später sind wir dann rechtzeitig zu der Pinguin-Fütterung am Nachmittag gekommen.
Die Pinguinstation im Zentrum nimmt nur verletzte und physisch und psychisch beeinträchtigte Pinguine auf. Außerdem auch nur Pinguine der Art der Korora - der kleinen Blaupinguine - der kleinsten Pinguine der Welt. Zu jedem einzelnen Pinguin in der Station war auch seine Geschichte beschrieben und wir haben uns sicherlich eine Stunde damit beschäftigt diese zu lesen und die kleinen Kerlchen zu bewundern, was diese schon alles miterlebt haben.
Nach dem Besuch im Zentrum ging es auf einen Kaffee und ein paar ruhigere Minuten in den Starbucks. Hier habe ich die Fotos der letzten Wochen hochgeladen und das freie Wifi genutzt. Zur Belustigung aller hat Starbucks diesmal eine Glanzleistung mit meinem Namen vollbracht: Breeta. Normalerweise gebe ich mich ja immer als Anna aus, aber nachdem diesmal ja wirklich eine Anna mit mir unterwegs war habe ich es mal wieder mit meinem richtigen Namen versucht. Seitdem habe ich hier einen neuen Spitznamen und irgendwie muss ich dabei auch immer schmunzeln.
Nach diesen paar Erlebnissen in Christchurch habe ich am 28.03.2023 endlich meinen neuen Van bekommen und die nächsten 4 Tage damit verbracht auszusortieren, umzuräumen, zu putzen, zu waschen und ein paar Kleinigkeiten zu reparieren bzw. reparieren zu lassen. Die Spur musste neu eingestellt werden, die Nebelleuchten ausgetauscht und ein kompletter Service gemacht werden. Mein neuer Gefährte wurde ebenfalls getauft: Fridolin-Christopher. Fridolin hat sogar eine Solarzelle auf dem Dach und eine zweite Autobatterie in der Kabine mit der ich meinen Laptop und auch meine anderen elektronischen Gadgets aufladen kann. Sowas praktisches!
Außerdem kann ich mich jetzt wieder auf meinen Weg machen und die Südinsel im Schnelldurchlauf erkunden und bewandern, solange das Wetter noch mitspielt und es nicht zu kalt wird. Ich möchte den Herbst hier noch so gut nutzen, wie möglich.
Meine erste richtige Tour mit Fridolin-Christopher habe ich dann vorgestern unternommen und habe den Arthurs Pass Nationalpark weiter erkundet nach dem mein letzter Besuch ja leider nicht ganz so positiv geendet hat.
Dazu aber in meinem nächsten Post mehr!
Beste Grüße aus Neuseeland,
Eure Britta
