Tag 19: Tekija - Negotin
Heute hatte ich ein ausgiebiges Frühstück in der Ferienwohnung womit Instant-Cappuccino (darauf stehen die Serbien irgendwie habe ich das Gefühl) und Brot mit Aufstrich + Apfel....


Veröffentlicht: 20.05.2024
Der heutige Morgen startete mit Regen, ganz ungewohnt für mich. Ich machte mir in der Küche einen Kaffee, da stand Bojan vor mir und gab mir ein Sückstückchen zum Frühstück. So ein gastfreundlicher Mensch!
Gegen 9 Uhr entschied ich dann, trotz Regen zu starten (laut Wetter App hätte es da aufhören sollen). Nach 12km war ich schon an der bulgarischen Grenze. Der Grenzübertritt war ganz entspannt. Der Regen hat dann auch aufgehört und ich konnte wieder ohne Regenjacke radeln. Ich fuhr durch Widin durch. Auf dem Weg aus Widin hatte ich eine unangenehme Begegnung mit 3 wilden Hunden die mir nachstellten. Nach einigen Metern blieben sie aber glücklicherweise stehen. Unangenehm sind diese Situationen noch immer, auch wenn ich mittlerweile bereits ein paar davon erlebt habe. Ich versuche morgen eine Hundepfeife zu kaufen, eventuell hilft das ja um die Hunde auf Distanz zu halten.
Anschließend ging es kurz an einer sehr verkehrsreichen Straße entlang mit viel LKW Verkehr. Nach 10km bog ich auf eine weniger befahrene Straße ab und folgte dieser ca. 60m. Immer wieder durch kleine Orte mit sehr sehr verfallenen Häusern, die trotzdem bewohnt sind. Man merkt schon einen krassen Unterschied zu Serbien. Hier in Bulgarien sind die Leute noch einmal deutlich ärmer. Teilweise ist es wirklich bedrückend zu sehen, in welchen Verhältnissen Menschen in Europa leben.
Kurz vor dem Ende meiner heutigen Etappe kam ich nach Lom, eine etwas größere Stadt. Hier gibt es seit einigen Monaten sogar einen Lidl. Aus Lom heraus führte eine recht steile Straße mit kleinem Kopfsteinpflaster. Ideale Bedingungen für ein Etappenabshluss… dafür kam die Sonne heraus und der Weg führte anschließend durch eine Art Allee.
Ziel meiner heutigen Etappe war die „Stanevo Lodge“, ein Art Ferienhaus welches von einem englischen Ehepaar (Paul und Sue) geführt wird. Das Haus war schon vermietet aber Bojan hatte für mich organisiert, dass ich im Garten zelten darf. Zum Abendessen bekochten Paul und Sue mich! Anschließend saßen wir noch bei einem Lagerfeuer im Garten und Sue machte Aprikosencrumble zum Nachtisch. Es war herrlich!
