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02.10.2020-in Mailand und überall anders regnet es

Veröffentlicht: 03.10.2020

02.10.2020

Liebe Freunde,

der heutige Tag begrüßte uns mit einer Wettererscheinung, der wir dachten entkommen zu sein: Regen. Die kurzen trockenen Momente des Morgens nutzten wir um Geschirr zu spülen und natürlich unser Wohnmobil startklar zu machen, sodass wir schon um neun losfahren konnten. Ich hoffe ihr habt euch nicht verschluckt, aber ihr habt richtig gehört: um neun. Eine Uhrzeit um die normalerweise erst der Wecker klingelt. Als ich über diesen Schock hinweggekommen bin, musste ich auf unserer heutigen Fahrt meinen Musik-Entzug nachholen. Es tut mir leid Papa, aber wenn in meiner Playlist so regelmäßig meine Lieblingslieder vorkommen, dann muss ich einfach mitsingen und das durchgängig.

Heute ging es für uns nach Mailand und das mit einem kleinen Abstecher an den Gardasee. Die Aussicht die uns begrüßte, als wir in das Tal hineinkamen, war atemberaubend. Überall deutsche Kennzeichen: „Wir sind wieder zu Hause.“ Doch zum Glück war die Speisekarte unseres erwählten Restaurants immer noch in Italienisch, auch wenn eine deutsche Übersetzung direkt darunter stand. Doch bevor es so weit war, machten wir noch schnell auf einer leicht verregneten und vollkommen vereinsamten Promenade einen kleinen Spaziergang. Das Wasser ist so unglaublich klar und angenehm, wirklich wunderbar.

Nachdem wir noch unser Ernährungsproblem gelöst und auch einen übervollen Bauch hatten, machten wir uns weiter auf dem Weg direkt am See entlang. Nur um zu unserer ersten Lehre des Tages zu kommen: bei Transferfahrten sollte man nie die Staatsstraße benutzen, sondern lieber ein paar Euro für die Autobahn ausgeben.

So und jetzt habe ich keine Lust mehr und will schlafen, deshalb habe ich Paps dazu verdonnert weiter zu schreiben, viel Spaß dabei und ein warmes Bett.

Eigentlich wollte ich heute Morgen Lea davon überzeugen Mailand, Mailand sein zu lassen und gleich an die Küste weiter zu fahren. Ich hatte mir den Wetterbericht für Milano angeschaut und fürs Wochenende nichts weiter als Regen gesehen. Da sie mich aber wiedermal relativ einfach um den Finger wickeln konnte, machten wir uns dann doch auf den Weg nach Mailand. Ein Bauernhof mit Wohnmobilstellplätzen „Podere Ronchetto“ war heute unser Ziel. Wir sind ca.16.00 Uhr gut durchgeschüttelt – die Landstraßen sind wirklich eine Katastrophe – angekommen. Da es gerade mal aufgehört hatte zu regnen machten wir uns Radfertig und auf gings Richtung Zentrum. Mailand hat neben schrecklichen und voll gestopften Straßen richtig schöne Gebäude zu bieten. Wir fuhren so ca. zwei Stunden von einem zum nächsten sehenswerten Platz – leider legten Sturm und Regen in dieser Zeit auch gehörig zu, so dass die Rückfahrt, zumindest mir, nicht mehr viel Spaß machte. Lea’s provokant gute Laune trug auch nicht gerade zur Verbesserung meiner Gemütslage bei.
Jetzt hängen im WoMo überall nasse Klamotten aber glücklicherweise gabs auf dem Hof eine warme Dusche und der Kühlschrank bot auch noch ein paar Kleinigkeiten, so dass der Haussegen jetzt wieder gerade hängt.

Ach der größte Clou ist, dass Lea heute Abend nicht mal mehr wusste weswegen sie nach Mailand wollte – das ist der Hit, oder?

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Antworten (1)

Juliane
Oh ich kann dich super gut verstehen 🤣