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Tag 11: Neiägra Fohlz...zu deutsch: Niagarafälle

Veröffentlicht: 25.09.2018

Für den heutigen Tag war nochmal richtig Sonnenschein an den Niagarafällen angesagt und darum haben wir uns am Abend vorher entschieden, das Wetter auszunutzen und uns auf den Weg nach Buffalo zu machen. 

200 Kilometer bis zu den Niagarafällen haben wir auf der Interstate 90 in gemütlichen 2 Stunden zurückgelegt, sodass wir kurz nach 12:00 auf dem Parkplatz waren.

Und was macht man, wenn man die Niagarafälle sehen möchte?

Man geht über die Rainbow Bridge und schaut sie sich von der kanadischen Seite aus an, weil sie von dort aus am schönsten zu sehen sein sollen....

Und was macht man nicht?

Ohne Reisepass über die Rainbow Bridge gehen...

Also, kann man zwar machen...aber da man in dem Moment, wo man durch diese Gitterdrehtür an der Bridge geht, automatisch aus den USA ausreist, hat man danach dann eben etwas Palaver mit den zuständigen Behörden...

Gut...wir sind also ohne Reisepässe (nur mit Personalausweisen) auf die Bridge und haben den wundervollen Ausblick auf die Fälle genossen.

Dazu kann man auch gar nix mehr sagen, denn das ist ein so gigantisches Naturschauspiel, dass man das gesehen haben muss und jegliche Beschreibung nicht im Mindesten den Anblick wiedergibt, den man dort hat. UNBESCHREIBLICH TOLL fand ich es da oben auf der Brücke!!!

Naja, und als wir dann genug geguckt und fotografiert hatten, sind wir weiter Richtung Kanada ans andere Ende der Brücke.

Dort muss man dann eben die Grenzformalitäten abwickeln und dann reist man nach Kanada ein. 

....jedenfalls wenn man einen Reisepass mit dabei hat. 

Wenn man jedoch nur diesen unbedeutenden deutschen Personalausweis dabei hat, bekommt man eine Sonderbehandlung:

Man wird vom freundlichen Kanadier gefragt, ob man mehr als 10.000 US Dollar dabei hat...? (Nein, heute nicht), Waffen...? (Nein, haben wir im Auto gelassen), Drogen (Nein, liegen auch im Auto) und bekommt dann die Aufforderung zu warten, bis ein anderer freundlicher kanadischer Grenzbeamter einen abholt und einen mit „Hi guys“ begrüßt. 

Auf die Frage von ihm, warum wir keine Reisepässe dabei haben, fiel uns nicht wirklich eine intelligente Antwort ein, aber das Gespräch an sich war sehr nett und er meinte, wir sollten uns keinen Stress machen, das käme jeden Tag vor. 

Also rüber mit ihm auf die andere Strassenseite, rein in ein Abfertigungsgebäude, hinsetzen, warten, uns kaputt lachen über die Situation und uns fragen, was denn jetzt wohl als nächstes passiert und uns währenddessen eine Busladung nach der nächsten von japanischen Touristen anschauen, die alle vor einer Schranke aus einem Bus geworfen werden, dann durch das Gebäude gehen und ihren Reisepass vorzeigen, um dann drei Meter hinter der Schranke wieder in den Bus gequetscht zu werden. 

Nach einer Viertelstunde wurden wir aufgerufen und eine weitere total nette kanadische Beamtin klärte uns auf, dass sie uns jetzt Papier ausstellen, damit wir wieder in die USA einreisen dürfen, denn so könnten wir nicht zurück....

Na gut. Viertelstunde wieder warten...dann wieder unser Aufruf....zwei Zettel in die Hand gedrückt bekommen, Personalausweise zurück, wieder ein netter Kanadier, der uns über die Straße ins andere Gebäude bringt und dann : Wiedersehen...und beim nächsten Mal bitte MIT Reisepass nach Kanada einreisen...

Uns stellt sich jetzt die Frage: Gilt das jetzt eigentlich für die Länderliste? Können wir Kanada jetzt darauf abhaken, weil wir schon mal dort waren? 🤔

Egal...wir also wieder zurück über die Rainbow Bridge und dann das nächste Palaver bei den amerikanischen Grenzbeamten.

Warum wir denn keine Reisepässe dabei haben? 

Ja, warum? Weil wir naiv sind?! Weil sich der Begriff „Freizügigkeit“ so in unserem Bewusstsein festgesetzt hat, dass es für uns ganz normal ist, über Landesgrenzen zu fahren, ohne ein Visum zu beantragen und ein Interview zu führen und mehr an Ausweispapieren dabei zu haben, als unsere Personalausweise...

Nach ein bisschen Hin und Her durften wir dann wieder einreisen, weil wir ja die Bestätigung der Kanadier dabei hatten, dass mit uns, soweit sie das beurteilen konnten, alles im grünen Bereich ist...

Dann schauen wir uns die Wasserfälle eben von der amerikanischen Seite aus der Nähe an. 

Wieder der Eindruck: ATEMBERAUBEND

Ich wollte dann unbedingt noch auf die Aussichtsplattform. Mein Mann hat dankend abgelehnt. Er hatte den Papp schon auf der Brücke auf. Höhe ist nicht so seins.

Bin ich also alleine auf die Plattform. Für 1,25$ ein echter Schnapper.

Und wieder eine tolle Sicht auf die Wasserfälle. Das Wetter spielte auch weiterhin mit und ich hätte noch ewig schauen können, so beeindruckt war ich.

Gegen 15:30 Uhr sind wir dann wieder aufgebrochen. 

Alles um die Fälle rum ist übrigens mega touristisch und absolut ätzend aufgemacht. Hier darf man sich echt nur auf die Natur konzentrieren, ansonsten kann einem das schon mal zu viel werden.

Gegen 17:30 waren wir dann wieder zurück im Haus und irgendwie ziemlich platt, sodass wir zuhause mit unserem Sohn Abend gegessen haben.

Für den nächsten Tag haben wir uns Ruhe verordnet...und die Reisepässe eingepackt. Falls mal jemand fragt....



 








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Antworten (2)

Christoph
Kanada könnt Ihr auf jeden Fall abhaken !!!!!!!!!!!!

Diane
Gut, dass Du das sagst. Immer gut jemanden zu kennen, der Bescheid weiß!

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