Die kleinen Dinge und die Ruhe
Der kleine Strand in Göbü am Schwarzen Meer war das, was man wohl findet, wenn der Finger irgendwo auf dem Globus hängen bleibt. Die Bergarbeiterbahn hat uns ausgespuckt und...

Veröffentlicht: 29.09.2023
Wir sitzen im Nachtbus nach Erzurum, ganz im Osten der Türkei. Die Straße führt uns entlang der wilden Schwarzmeerküste und die Sonne geht langsam unter. Gestern Abend habe ich lange mit einer sehr lieben Freundin aus Deutschland telefoniert und sie meinte, es sei mutig loszugehen und mit wenigen Sicherheiten im Gepäck diesem Weg in die Welt zu folgen.
Ich glaube, es braucht dazu nicht Mut, sondern die Zuversicht, dass egal wo man gerade ist, Menschen einem aufgeschlossen begegnen. Es braucht einen Fokus auf die schönen Dinge und nicht das Suchen, nach dem, was eben mal nicht funktioniert. Und es braucht die Lust mit allen Sinnen, seiner Intuition und seinen Emotionen loszugehen und aufzunehmen. All das was uns in Deutschland gerade sehr schwergefallen ist.
Mut braucht es, um zu erkennen, wenn es an einer Stelle im Leben nicht mehr weiter geht, Dinge zu verändern und all die Schuldgefühle mal für eine Zeit an den Haken zu hängen – um später gesund und mit neuen Impulsen weiter die Welt ein bisschen besser zu machen.
Kathleen
