Halden – Strömstad – Kostereilanden – Halden
Nach einer erholsamen Nacht, einem etwas bewölkten Morgen und einem leckeren Frühstück ging die Reise heute weiter zurück nach Schweden zum Nationalpark Kosterhavets. Um diesen zu...

Veröffentlicht: 14.08.2025


















Heute Morgen standen wir wieder bei strahlendem Sonnenschein auf und fuhren nach einem gemütlichen Frühstück Richtung Tresticklans Nationalpark. Wir hatten gestern eine etwa 10 km lange Route dorthin geplant, um einen möglichst umfassenden Blick auf diese Naturschönheit zu bekommen.
Mit einer Fläche von etwa 30 Quadratkilometern ist der Park eines der unberührtesten Wildnisgebiete Schwedens. Er ist besonders bekannt für seine raue Landschaft, die ausgedehnten Kiefernwälder und die zahlreichen Seen und Moore, die typisch für die skandinavische Wildnis sind.
Es war eine ziemlich anspruchsvolle Wanderung, da wir ständig über Felsen und die hervorstehenden Wurzeln der vielen Kiefern klettern mussten. Manchmal wanderten wir durch den Wald, nur um plötzlich vor einem Bergrücken zu stehen, den wir erneut erklimmen mussten, um dann an einem der Seen entlang zu wandern. Dies ist definitiv einer der Parks, die wir weltweit besucht haben, und er gehört zu unseren Top 10. Man hat hier das Gefühl, wirklich durch die Wildnis zu wandern, und die menschlichen Eingriffe wurden auf ein Minimum beschränkt.
Die Kombination aus felsigen Landschaften und üppigem Grün schafft eine atemberaubende Umgebung, die Sie in die wilde Natur Schwedens eintauchen lässt. Der Waldboden ist oft mit einer dicken Moosschicht bedeckt, was dem Park ein fast urtümliches Flair verleiht und beim Durchwandern ein angenehmes Gefühl vermittelt. Das Fehlen von Straßen verstärkt die abgeschiedene und unberührte Atmosphäre des Parks. Wenn Sie sich einen Moment Zeit nehmen, um still zu sitzen, werden Sie die Ruhe hier entdecken und ein Gefühl der Einsamkeit in der Natur verspüren.
Zurück am Auto waren wir etwa drei Stunden unterwegs und trotz der nur 21 °C starken Hitze schwitzten wir stark. Nach dem Spaziergang hätten wir gerne noch ein Dorf besucht, aber die Zeit ließ uns nichts mehr. Unterwegs hielten wir an den Überresten einer Art Kasematte, die die Norweger im Zweiten Weltkrieg errichtet hatten, um die Deutschen daran zu hindern, Göteborg von Westen her zu erreichen. Diese Überreste liegen versteckt hinter einem Parkplatz an der Autobahn und wir hatten sie in einer kleinen Touristenbroschüre entdeckt.
Im Hotel angekommen, aßen wir zu Abend. Da es hier keine Desserts zum Abendessen gibt, sondern nachmittags Fika gibt, gingen wir schnell zu Burger King und holten uns ein Softeis. Morgen geht es weiter in die norwegische Hauptstadt, wo wir zwei Nächte bleiben werden.