Praia dos Tomates
Kilometerstand: unverändert Heute ging es nach dem Frühstück an den Strand zum Baden und Sonne genießen. Dann gab es Abendessen. Ich würde ja gerne mehr schreiben, aber es ist wir


Veröffentlicht: 18.10.2026



















Kilometerstand: 162215
Am Morgen verabschiedeten wir uns erneut von einem sehr, sehr angenehmen Platz. Der Tomatenstrand war noch etwas ab der großen Resorts und da die Bar in der Nachsaison schon früh schloss, hatten wir gestern einen ruhigen Tag am Strand verbringen können. Der Parkplatz war groß und kostenlos und die Besucher waren ruhig und entspannt, obwohl klar zu merken war, dass Oktoberferien waren. Die Bauarbeiten an der Straße und auf einigen Grundstücken ließen jedoch erahnen, dass auch hier bald die Ferienhotels in den Himmel wachsen würden, womit der Charme der Gegend dahin wäre. So war eben der Lauf der Zeit, wir waren hier ja auch im Urlaub.
Wir schlugen den Weg Richtung Tavira ein und fuhren an Loulé, São Brás de Alportel und Olhão vorbei, wir ließen sogar die große Stadt Faro aus.
Tavira hatte, wie fast die gesamte iberische Halbinsel, von Anfang des 8. Jahrhunderts bis ins 13. unter maurischer Herrschaft gestanden und war danach bis ins 20. Jahrhundert zuerst für den (Kolonial-)Handelshafen und dann für die Thunfischfischerei bekannt gewesen.
Mit Beginn des industriellen Fischfangs ging diese Ära jedoch zu Ende und die Fischereibetriebe, die hier mit Stellnetzen gearbeitet hatten schlossen in den 1960er Jahren reihenweise. An diese schwierige Zeit gemahnte der Cemitério de Âncoras - der Friedhof der Anker - am Praia do Barril. Diese Anker dienten einst dazu die riesigen Fangnetze von April bis September am Meeresboden zu verankern und wurden hier zur Erinnerung an die Zeiten der Thunfischfischerei liegen gelassen.
Nachdem wir Gary auf dem Stellplatz in Tavira platziert hatten, ließen wir uns vom Taxidienst nach Santa Luzia bringen von wo aus die einzige Brücke, eine Fußgängerbrücke auf die Ilha de Tavira führte. Die Fahrt mit der Bimmelbahn schenkten wir uns, zu Fuß waren wir nämlich schneller am Strand und konnten neben dem Weg im Watt sogar den Winkerkrabben bei der Naheungssuche zusehen. Nach einem kurzen Besuch auf dem Ankerfriedhof wanderten wir den Strand entlang Richtung Fährhafen. Die knapp sechs Kilometer bewältigten wir flotten Schrittes, denn es war schon 16.00 Uhr und die letzte Fähre sollte 18.00 Uhr ablegen. Wir würden zwar nicht auf der Insel festsitzen, aber die Strecke zurück laufen wollten wir auch nicht.
Als das Boot ablegte, hatten wir schon eine halbe Stunde gewartet und waren nur zwei von etwa fünfzig Personen, die mit der letzten Fähre des Tages wieder auf das Festland wollten.
Der Weg vom Hafen zurück zum Camperpark führte uns durch die malerische Altstadt von Tavira. Enge Gassen, schmale Straßen, immer wieder Kacheln an den Fassaden und diese schön geschwungen gearbeiteten Balkonbrüstungen, herrlich!
Als wir zurück bei Gary waren, dämmerte es schon und die Mücken kamen in Schwärmen aus ihren Verstecken. Wir duschten uns noch schnell, unter kaltem Wasser, den Tag von der Haut, in der Hoffnung dann weniger attraktiv für die Mücken zu sein, aber es half nichts - der abendliche Salat wurde heute drinnen zubereitet und auch verzehrt.
