Ein Platz zum bleiben
Kilometerstand: unverändert Für Sebb begann der Morgen mit Kopfschmerzen. Als sich diese einfach nicht beruhigen wollten und noch andere andere Symptome dazu kamen, wurde langsam...


Veröffentlicht: 16.10.2026
Kilometerstand: 162147
Zum Frühstück luden wir uns heute selbst ein. Schon bei der Ankunft hatten wir gesehen, dass der Stellplatz ein englisches Frühstück anbot und das wollten wir unbedingt nutzen. Würstchen, Spiegelei, Gebackene Bohnen und Toast, dazu Kartoffelröstis und Schinken, lecker, lecker.
Als wir gerade auf dem Weg zu unserem letzten Besuch im Pool waren, kamen unsere Bekannten mit den Rädern vorbei, sie waren auf dem Weg zum Strand und da sie ja wussten, dass wir heute weiter fuhren, wollten sie sich verabschieden. Wir bekamen noch einmal ein paar Tips für schöne Gegenden und den Hinweis, dass heute der perfekte Tag für einen Besuch am Praia da Galé wäre. Die Ebbe sei heute gegen Mittag zu erwarten und damit seien die Höhlen in den Strandfelsen zugänglich. Wir passten unsere Pläne für heute also noch einmal an.
Als Nächstes war aber der Pool dran. Nach dem Baden machten wir Gary wieder abfahrbereit, Abwasser, Müll, et cetera.
Dann fuhren wir zum Praia dos Saldagos, wo ein sehr großer Parkplatz war und wanderten ein Stück entlang des langen Sandstrandes zum Praia da Galé. Die Felsen am Strand waren tatsächlich voller Höhlen, kleine, große und manche so groß, dass man darin stehen konnte. Da die Flut schon wieder stieg, beeilten wir uns und waren nach einer Stunde schon wieder zurück am Praia dos Saldagos. Hier nahmen wir uns jetzt schön Zeit, um noch einmal im Meer baden zu gehen. Dann ging es zurück zu Gary, wir hatten ja noch mehr vor.
Wir fuhren seit Ende August mit zwei französischen Gasflaschen herum, die eine hatte noch drei Kilogramm Gas, die andere war fast leer. Es wurde also langsam Zeit sich des Problems anzunehmen. Nach Sebbs Berechnungen verbrauchten wir etwa 1,5 Kilogramm Gas pro Woche. Wobei der Verbrauch sehr schwankte, Kühlschrank, Kochen, … es war ja jeden Tag anders. Nun wollten wir aber nicht 100 Kilometer vor der Grenze noch eine portugiesische Flasche nehmen, auch eine spanische Flasche in ein paar Tagen war nicht optimal. Wo hätten wir dann die französische Flasche hinstellen sollen? Wir hatten den Tip bekommen, dass auf unserem Weg ein LPG-Händler war, der auch Flaschen auffüllte, das probierten wir. Und tatsächlich war das Auffüllen gar kein Problem. Auf dem Hof stand eine klassische Gas-Zapfsäule mit Auto-Anschluss. Der Tankwart hatte den Adapter für deutsche Flaschen sofort griffbereit und füllte ohne große Umstände unsere Flasche auf, toll!
Dann waren es nur noch zehn Autominuten bis an den Praia dos Tomates. Der Strand hatte seinen Namen wohl daher, dass hier in der Region lange Zeit Tomatenanbaugebiet gewesen war, wir sahen auf unserem Weg hingegen eine ganze Menge Zitronen- und Orangenbäume, sowie Oliven. Die kamen Wahrscheinlichkeit mit weniger Wasser aus als Tomaten, wurden aber dennoch bewässert.
Unser obligatorischer Strandspaziergang führte zuerst oberhalb der roten Klippen nach Westen bis zu einer Holztreppe mit der wir den Höhenunterschied überwinden konnten und dann am Strand zurück.
Der Sonnenuntergang war für uns heute wieder über dem Meer zu sehen und wunderschön.
Wir hatten uns eigentlich schon bettfertig gemacht, aber wir waren noch wach, als es nach 21.00 Uhr so ruhig wurde, dass wir Livemusik aus einiger Entfernung hören konnten. Dann wurden wir neugierig und beschlossen das behagliche Heim noch einmal zu verlassen und der Musik nachzugehen. So liefen wir in finsterster Nacht mit der Handylampe und einer Flasche Wein durch die Landschaft und der Musik entgegen. Leider stellte sich heraus, dass die Band in einem Hotelresort gastierte welches weiträumig mit Zäunen gesichert war. Wir wandten uns also in Richtung Strand und gingen den Weg zurück, den wir schon vom Nachmittag kannten, nur dieses Mal eben in der Dunkelheit welche von Sternen, der fernen Stadt und einer ganzen Reihe Lichter auf dem Meer erhellt wurde.
