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BLOG 22: Granada / Nicaragua

Veröffentlicht: 15.03.2026

Spaziergang
Iglesia de Nuestra Señora de Las Mercedes → … → Cementerio de Granada
Granada, Nicaragua
Unterkunft
unser Hotel
Hotel · Granada
Essen
Pita Pita
$$ · Abendessen
Attraktion
Iglesia de Nuestra Señora de Las Mercedes
Granada, Nicaragua
Attraktion
Plaza Mayor
Granada, Nicaragua
Attraktion
Iglesia San Francisco de Asis
Granada, Nicaragua
Attraktion
Fortaleza de la Pólvora
Granada, Nicaragua
Attraktion
María Auxiliadora
Granada, Nicaragua
Attraktion
Cementerio de Granada
Granada, Nicaragua

Granada wurde 1524 vom spanischen Eroberer Francisco Hernández de Córdoba gegründet.

Während der Kolonialzeit war Granada einer der bedeutendsten Häfen in Zentralamerika. Die Schiffsroute führte über den Nicaraguasee und den Río San Juan in die Karibik. Wichtige Handelsgüter waren Kakao und Tabak.

Infolge des wachsenden Reichtums und der Auseinandersetzungen der Spanier mit England, Holland und Frankreich wurde die Stadt mehrfach von europäischen Piraten überfallen, geplündert und auch teilweise zerstört..

Granada galt als Hochburg der Konservativen im Konflikt mit den Liberalen. Deren Zentrum war die Stadt León, welche meist als Hauptstadt diente. Zwischen 1846 und 1852 war Granada die Hauptstadt, seither ist Managua die Metropole Nicaraguas.

Im November 1856 wurde die Stadt im Zuge des nicaraguanischen Bürgerkriegs von den US-amerikanischen Söldnern des berühmt-berüchtigten Abenteurers und selbsternannten Kurzzeitpräsidenten William Walker niedergebrannt.

Wir starten unseren Stadtrundgang gegenüber unserem Hotel in der Iglesia de Nuestra Señora de Las Mercedes, erbaut 1782 bis 1783. Die Fassade hat einen barocken Baustil, jedoch ist der Grundriss dem Kolonialstil zuzuordnen. Der Name bezieht sich auf Maria de la Merced, „die Gnadenreiche“. Auch diese Kirche geriet 1856 in Brand. Wir steigen auch auf den Kirchturm hinauf, von dort hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt und den nahen Vulkan Mombacho. Weiters geht’s durch die recht engen Straßen zum Plaza Mayor mit dem Parque Central und der Kathedrale. Die 1529 erstmals erbaute Kirche gilt als einer der wichtigsten Kolonialbauten Zentralamerikas. Der ursprüngliche Bau wurde bei dem großen Brand 1856 zerstört. Der jetzige Bau stammt aus dem Jahre 1880 und wurde 1905 zum letzten Mal erneuert. Auf der Plaza und den umliegenden Straßen – teilweise Fußgängerzone - herrscht tagsüber und abends ein lebhaftes Treiben, es finden auch immer wieder Freiluftveranstaltungen statt.

Wir spazieren weiter zur Iglesia San Francisco de Asis, diese Kirche wurde 1524 erstmals errichtet, 1685 niedergebrannt, wieder aufgebaut und 1856 von William Walkers Söldnern oder besser Marodeuren erneut zerstört. Ab 1868 wurde der erneute Wiederaufbau begonnen.

Hier wartet schon die Pferdekutsche auf uns, mit der wir die weitere Stadtbesichtigung ganz gemütlich durchführen. Ein erster Stopp ist beim ehemaligen Hospital San Juan de Dios, heute eine Ruine. Das einst wohl prachtvolle Gebäude wurde 1905 erbaut und erst vor etwa 20 Jahren aufgegeben und der hemmungslosen Plünderung preisgegeben – das erklärt den heutigen katastrophalen Zustand. Unser Guide Huascar erzählt, dass es in der Stadtregierung seit vielen Jahren Diskussionen und Pläne eines Wiederaufbaus gibt, aber nichts geschieht.

Es geht vorbei an der Fortaleza de la Pólvora – eine in den 1740er Jahren erbaute Festung zur Abwehr von Piraten und Lagerung von Schießpulver. Heute nur mehr historische Stätte.

Der nächste Halt ist bei der Kirche María Auxiliadora (Maria-Hilf) neben der Salesianerschule, die unser Guide Huascar als Kind besucht hat. Ihr neugotischer Stil ist einzigartig in der Stadt und sie ist eines der wenigen erhaltenen Gebäude des Landes, das diesem Architekturstil folgt.

Die Kirche wurde 1921/ 22 zum Gedenken an das hundertjährige Jubiläum der Unabhängigkeit Nicaraguas und Zentralamerikas erbaut und der Muttergottes und der Verehrung von Don Bosco geweiht. Sie ist insofern historisch bedeutsam, da sie das erste salesianische Werk in Nicaragua darstellt.

Unser nächstes Ziel ist der Cementerio de Granada. Es handelt sich um einen der ältesten Friedhöfe in Mittelamerika, der im Jahr 1830 gegründet wurde. Er ist für seinen neoklassizistischen, gotischen und barocken Stil bekannt, der sich in den vielen Marmorskulpturen und Mausoleen widerspiegelt.

Der Friedhof wurde 2012 zum historischen und künstlerischen Erbe der Nation erklärt und fungiert als eine Art Freilichtmuseum.

Hier ruhen zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten Nicaraguas, darunter neun ehemalige Präsidenten sowie Künstler, Dichter und Musiker.

Am Abend genießen wir das bunte Treiben am und rund um den Plaza Mayor und speisen wieder einmal – wie so oft in Nicaragua - ganz köstlich im Restaurant „Pita Pita“ mit heimischer Musikbegleitung.

Uns gefällt Granada und sein buntes Leben und Treiben sehr gut, wir fühlen uns hier sehr viel wohler als in Managua.

Auf einen Blick

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Begleitung
Mit Freunden
Kulturell
  • Iglesia de Nuestra Señora de Las Mercedes
  • Plaza Mayor mit Parque Central und Kathedrale
  • Iglesia San Francisco de Asis
  • Cementerio de Granada
  • Restaurant Pita Pita
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