Wo isser denn, der Lagoa?
Die Nacht war kurz, denn während Schahaatz neben mir leise vor sich hin schnarcht hält mich der Espresso oder der Espresso Martini wach.


Veröffentlicht: 06.08.2026
Noch einmal das Geschehen am Frühstück beobachten. Heute stehen grosse Karaffen (nicht mehr der 1-Liter Glaskrug wie gestern) mit frisch gepresstem O-Saft auf dem Buffet, nur leider hat solcher O-Saft meist den Nachteil das er Fruchtfleisch hat, der durch diese normalen kleinen Safthähne nur bedingt passt. Jetzt war genug Saft da, nur er kam nicht ins Glas.
Ach was soll ich sagen - es ist wie es ist - ein Frühstück was man nach 4 Tagen dann auch über hat.
Heute steht noch der Besuch der Gruta do Carvão an. In diese Lavahöhle kommt man nur mit einer Führung. Zum Glück hatten wir vor 3 Tagen noch Tickets für die kurze Führung (30-45 Minuten) bekommen.
Fakten:
Gruta do Carvão (übersetzt Kohlehöhle) befindet sich im westlichen Teil der Stadt Ponta Delgada und ist ein Lavarohr von etwa 2500 Meter Länge, wobei nur 1912 m erschlossen sind. Für die Öffentlichkeit zugänglich ist lediglich ein kleiner Abschnitt. Aber wie entsteht so ein Lavarohr?
Eine Lavaröhre entsteht, wenn die Lava fließt kühlt die Oberfläche ab und verhärtet sich, während die innere Schicht weiter fließt. Irgendwann verebbt die lava und zurück bleibt ein hohler Raum mit einer tunnelartigen Struktur.
2005 wurde die Höhle als Naturdenkmal anerkannt, was den Autobahnausbau erschwerte. Die Flächen über der Gruta da Carvão durften nur als Weiden genutzt werden. Keine Häuser und Straßen oder sonstige Bauwerke. Nur für die Autobahn wurde eine Ausnahme gemacht.
Hier herrscht Helmpflicht. Dann erstmal einige Treppen abwärts und ab in die Lavahöhle. Sehr angenehme Temperaturen, wie sagte unser Guide „wie im Weinkeller nur ohne Wein“. Die Höhle war kurz, aber die Führung mit Hugo sehr informativ. Hugo war ganz in seinem Element, man merkte das er für das Thema brennt.
Wir ware schon ein bisschen enttäuscht das man nur so wenig von den 1,9 km Höhle zu sehen bekommt, aber 45 Minuten sind ja auch nicht lang.
Doch dann geht Hugo durch eine Betonröhre in eine andere Höhle. Diese Betonröhre wurde für die Autobahn gebaut. Da ist der einzige Bereich wo etwas über der Höhle verläuft.
Auch diese Höhle ist beeindruckend.
Insgesamt geht die Besichtigung 1 1/2 Stunden.
Für den Rest des Tages ist noch Shopping und Pool angesagt.
Doch bevor wir packen müssen wir uns noch stärken. Abschiedsessen beim Inder. Schade das heute schon wieder Dienstag ist, das reduziert die infrage kommenden Restaurants doch stark. Hier nach Ponta Delgada kommt man am besten donnerstags bis freitags, da sind alle Restaurants offen. Aber wir werden fündig und genießen ein leckeres Essen im SAFFRRON INDIAN RESTAURANT.
Was ja schon komisch ist, überall auf den Azoren bekommt man Reis zum Essen, nur beim Inder muss man das separat bestellen. Verrückte Welt.
Jetzt ist noch packen angesagt und dann ab ins Bett. Morgen geht’s heim.
Ach wir sind ja mit der Berichterstattung eh ein bisschen im Verzug, daher frühstücken wir gleich die unspektakuläre Heimreise ab.
Alles hat reibungslos geklappt, selbst der ICE ist pünktlich gefahren. Aber es ist schon verrückt für eine reine Flugzeit von 5 Stunden biste von 4:15-22:00, fast 17 Stunden vom Hotel bis zur Haustür, unterwegs.
So liebe Lesergemeinschaft. Das wars für dieses Jahr, wir hoffen es hat wieder Spaß gemacht und ihr konntet einige neue Eindrücke mitnehmen. Wir hätten gerne noch mehr Bilder mit euch geteilt, aber diese Version von Vakantio lässt nur 20 zu. Aber so haben wir ja noch was zu gucken wenn wir uns wieder sehen. Vielen Dank für Eure Treue und vielleicht bis zum nächsten Jahr 🫶
