Trotz eines Platten läuft's manchmal
Tag#75 Dienstag, der 14.07. Von Zalužnica bis Vrela Mrežnice Land: Kroatien Der Morgen zieht sich wieder einmal, bis ich als Letzter den Platz verlasse. W


Veröffentlicht: 19.07.2026



















Tag #76
Mittwoch, der 15.07.
Von Vrela Mrežnice bis Dolenje Polje
Land: Kroatien / Slowenien
Da ich gestern früh eingeschlafen bin, der fehlende Empfang wird damit garantiert etwas zu tun haben, beginnt mein Tag auch früh.
Allerdings bin ich damit in guter Gesellschaft, denn ein Kanute ist bereits auf dem Wasser unterwegs, wobei er teilweise ein ordentliches Tempo drauf hat.
Der pflügt sich durchs Wasser, das ist unglaublich.
Und somit habe ich mein erstes Gespräch um kurz nach sechs und im Gegensatz zu meinem Monolog mit dem Hund ist es auch von gegenseitigem Austausch geprägt.
Der Nachteil der Nähe zum Fluss ist, dass alles nass und klamm ist.
Somit muss ich meine Sachen, Schlafsack und Zelt, erstmal in die Sonne legen, sobald diese hinter dem Bergkamm hervor kommt.
In der Zwischenzeit checke ich den kaputten Schlauch und meine Vermutung bestätigt sich, die Luft tritt an dem Flicken aus.
Das Wissen genügt mir und lasse es so.
Wenn ich das Loch reparieren würde, würde es ja einen potentiellen Bedarf bedeuten.
Da setz ich mehr auf das Prinzip Hoffnung.
Nachdem endlich alles erledigt ist, kann es los gehen.
Da ich in einem Tal bin geht es erstmal in die Höhe.
Ist in Ordnung, doch angenehmer ist es für die Gelenke, wenn der ganze Apparat erstmal in Schwung kommen kann.
Es ist eine angenehme Nebenstrecke über Asphalt mit wenig Verkehr bei einem leichten auf und ab, das mich gut nach vorne bringt.
Und quasi unaufhaltsam nähere ich mich der slowenischen Grenze.
Der Übergang ist dann vergleichsweise unspektakulär, da es wieder offene Grenzen gibt.
Einmal über die Brücke und ich bin im letzten Land meiner Reise angelangt.
Der Fluss Kupa, der die beiden Länder von einander trennt, ist nur eine Einladung einmal ins Wasser zu springen.
Außerdem ist es sowieso an der Zeit für eine Pause.
Also ab in die Badehose und plantschen gehen. Natürlich von der slowenischen Seite aus, während ich mich dafür feier alle geplanten Länder meiner Reise erreicht zu haben.
Während ich esse, schaue ich mir die mögliche weitere Strecke an und stelle fest, dass es nur Sinn macht über Ljubljana zu fahren.
In der Nachmittagshitze geht es dann notgedrungen weiter. Wie gestern auch schin ist es sehr heiß und vor allem extrem schwül, was das Fahren sehr anstrengend macht.
Die Steigung per se ist mit den vier Kilometern keine Besonderheit, habe ich mich schon ganz anderen Herausforderungen gestellt.
Doch muss ich mehrmals halten und viel trinken.
Und so geht mein Wasservorrat rapide zur Neige, obwohl ich kurz zuvor noch einkaufen war.
Was bedeutet, dass ich fast fünf Kilo Wasser geladen hatte.
Oben wird Pause gemacht und erstmal mein Shirt ausgewrungen.
Während ich esse und ausdünste kann ich mich um den nächsten Bericht kümmern.
Um es für mein Zukunfts-Ich einmal zu erwähnen ... Es ist total toll die passenden Bilder auszuwählen und dann ist der Empfang zu schlecht, um sie am Stück hochzuladen.
Okay, also in kleinen Schritten nochmal von vorne. Kostet Zeit.
Da das Wasser aufgefüllt werden muss, wird der nächste Supermarkt angesteuert und bei der Gelegenheit meine Optionen gecheckt.
Zunächst entscheide ich mich dafür weiter zu fahren, doch als ich an einem Campingplatz vorbei komme beschließe ich, aufgrund der Uhrzeit und gebotenen Annehmlichkeiten, diesen zu nehmen.
Morgen werde ich feststellen, dass das eine gute Idee ist, da die Gegebenheiten wenig Möglichkeiten für ein freies campen bieten.
Zudem ist die Dusche unbezahlbar und ich kann mal das Salz aus meinem Oberteil heraus waschen.
So ist das Leben auf der Straße, dreckig und herrlich.
Da es passende Bäume gibt und die Vorhersage Unwetter bringen soll, baue ich die Hängematte auf.
Es ist leichter ein nasses Tarp, als ein nasses Zelt zu haben.
Während ich mein typisches Abendessen zubereite, daddel ich sinnlos im Internet und zwinge mich schlussendlich in die Horizontale.
Wie gestern kein Internet zu haben, hat halt doch seine Vorteile.
Und natürlich ist ein Leben mit Internet in vielen Situationen super hilfreich.
Wahrscheinlich würde ich sonst noch immer irgendwo im Kreis fahren.
Song des Tages:
Johnny Cash - I've Been Everywhere
Deutschland
Polen
Tschechien
Slowakei
Ungarn
Rumänien
Bulgarien
Türkei
Griechenland
Nordmazedonien
Albanien
Montenegro
Bosnien i Herzegowina
Kroatien
Slowenien
Yeehah!!!
