Entrevaux
Nach dem Regen der letzten Nacht war das Camp etwas feucht, deshalb legten wir die Sachen zum Trocknen in die Morgensonne. Wir tranken eine Tasse Tee, bevor wir in das...
Veröffentlicht: 30.04.2026













Mittwoch war Reisetag. Die Fahrt entlang der Küste von Frankreich nach Italien dauerte nur zweieinhalb Stunden und war damit vergleichsweise kurz. Wir konnten einen kurzen Blick auf Monaco erhaschen, ansonsten bestand die Strecke hauptsächlich aus Lastwagen und Tunneln.
Wir kamen in Ceriale an und bauten unser Lager auf. Da wir für Donnerstag einen Tagesausflug geplant hatten, ließen wir die Seitenwände des Vorzelts weg. Es war brütend heiß, also spannten wir den Windschutz vor dem Zelt auf, um uns etwas Schatten zu verschaffen, und suchten Schutz vor der sengenden Sonne. Innerhalb von zwei Stunden ging die Sonne unter und der Abend kühlte ab, sodass wir zum örtlichen Lidl liefen. Der war allerdings nicht besonders nah und führte über schmale Straßen ohne Bürgersteige, was nicht gerade angenehm war. Nächstes Mal fahren wir mit dem Auto. Nach dem Abendessen gingen wir mit den Hunden auf den ruhigen Straßen oberhalb des Campingplatzes spazieren, was viel entspannender war. Der Campingplatz liegt inmitten von Gewächshäusern und Feldern, was auf den ersten Blick einen eher tristen Eindruck macht, aber sobald man sich eingelebt hat, ist es eigentlich nur eine ehrliche, einfache ländliche Umgebung. Winnie hatte etwas Durchfall, daher wollten wir unbedingt, dass sie ihr Geschäft außerhalb des Campingplatzes verrichtet (nichts ist peinlicher, als einen Hundehaufen auf dem Stellplatz eines anderen aufzusammeln).
Am Donnerstag fuhren wir mit dem Van nach Finalborgo, einem charmanten befestigten Dorf mit einer Zitadelle auf dem Hügel im Zentrum. Wir schlenderten ein wenig umher, tranken einen Kaffee und wanderten dann den anstrengenden Pfad hinauf zur Zitadelle. Die Aussicht von dort oben war herrlich. Auf dem Rückweg schauten wir uns die Strandpromenade an und planen, morgen wiederzukommen, wenn die Sonne scheinen soll. Unterwegs hielten wir an einer Tierhandlung, um Probiotika zu kaufen. Der Besitzer sprach gut Englisch und war sehr hilfsbereit, sodass wir schließlich Probiotika und darmfreundliches Hundefutter mitnahmen. Er gab uns auch einen Tipp für ein Dorf, das wir morgen ebenfalls besuchen werden. Schließlich kam er noch vorbei, um die Hunde zu begrüßen, die sich über ein Steak freuten, und er schien sie sehr zu mögen, denn er gab Winnie einen Kuss auf den Kopf.
Der Rest des Tages wird ausgefüllt sein mit, in keiner bestimmten Reihenfolge, Bier, Wäsche waschen, Lesen, Essen, Dösen und ein, zwei Spaziergängen mit dem Hund.
