Schön, FR
28. März – 2. April Nizza heißt nicht umsonst so, es ist eine traumhafte Strandstadt an der französischen Riviera, und ich hatte mir vorgestellt, hier meinen Ruhestand zu...

Veröffentlicht: 01.06.2026
29. März
Monaco ist uns allen ein Begriff, sei es durch die Formel-1-Rennen, James Bond oder die unzähligen Superyachten im Hafen. Da Monaco von Nizza aus in weniger als einer Stunde mit dem Zug zu erreichen ist, fühlte es sich wie ein obligatorischer Tagesausflug an, und ich bin froh, dass wir ihn unternommen haben.
Der Stadtstaat ist genau so, wie man ihn sich vorstellt, und doch irgendwie überraschend. Alles ist makellos, alles ist teuer, und jeder sieht aus, als hätte er noch nie einen schlechten Tag gehabt. Will und ich spazierten zum Strand, wo ich zum ersten Mal im Rahmen eines Austauschprogramms im Mittelmeer schwamm, was allein schon die Reise wert war. Das absolute Highlight war aber das Casino von Monte Carlo. Beim Betreten fühlte es sich weniger wie der Besuch einer Spielhalle an, sondern eher wie der Eintritt in eine Art heilige Institution – mit prunkvollen Decken und Herren in Anzügen, die sich sehr ernst nahmen. Wir gewannen beide beim Blackjack, was irgendwie passend war.
Monaco ist letztendlich ein Ort, den man am besten erlebt, wenn jemand anderes zahlt. Die schicken Autos und Luxusboutiquen sind zwar ein netter Anblick, aber man hat immer das Gefühl, Tourist in der Fantasiewelt eines anderen zu sein. Wenn ich jemals genug Geld habe, um es mir leisten zu können, komme ich wieder. Fürs Erste war ich froh, ein weiteres Land von meiner Liste streichen zu können und dabei etwas mehr Geld in der Tasche zu haben.
