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28.03.26 San José – Alles kommt anders (Teil I)

Veröffentlicht: 21.04.2026

Attraktion
Plaza de la Cultura
San José, Costa Rica
Sehenswert
Mercado Central de San José
San José, Costa Rica
Essen
Alma de Cafe
$ · Snack
Spaziergang
Plaza de la Cultura → Mercado Central de San José
San José, Costa Rica

Eines steht bereits fest. Was diesen Tag betrifft, blicke ich wirklich nicht gerne zurück. Denn noch immer löst er in mir sehr viel aus. Gleichzeitig weiß ich, dass es wichtig für mich ist, ihn bzw. dass, was mir passiert ist, genauer anzusehen. Zurückzukommen in diesen Moment, der mich extrem überfordert und verängstigt hat. Er startet bereits doof. Ich habe schlecht geschlafen und in der Nacht war ich mehrere Male wach. Rund um die Uhr Großstadtgeräusche. Der Tatsache hingebend, dass diese schöne Reise zu Ende ist und es wieder zurück nach Deutschland geht – hinein in die Realität. Als ich am Morgen aufstehe, ist es zwar warm, aber der Tag zeigt sich komplett wolkenverhangen. Ich mache mich fertig und gehe runter in den Frühstückssaal. Hier sitzen bereits schon einige Gruppenmitglieder. Aber die Stimmung ist verhalten. Vermutlich geht es den anderen ähnlich wie mir. Könnte ich doch ewig lang auf Reise unterwegs, ja in Bewegung sein.

Ein letztes Mal Gallo Pinto. Was werde ich dieses Gericht vermissen! Viel zu spät probiert und dann so ganz in den Genuss gekommen. Dazu Rührei und Hash Browns. Frische Ananas und Melone. Alles noch einmal auskosten. An meinem Tisch sprechen wir von der Realität, die bald schon wieder einkehren wird und wann jeder wieder arbeiten muss. Ich habe Glück, denn mir bleiben nach der Rückkehr noch vier weitere Urlaubstage. Noch ist mir nicht bewusst, wie sehr ich diese brauchen werde.

Der Tag startet dennoch mit einem kleinen und letzten Programmpunkt. Ein Großteil der Gruppe trifft sich um 08:30 Uhr an der Rezeption. Jefrey will uns ein paar Ecken von San José zeigen. Also brechen wir auf. Zunächst steuern wir den Plaza de la Cultura an. Hier befindet sich in unmittelbarer Nähe das Teatro Nacional von Costa Rica. Dieses wurde im Oktober des Jahres 1897 mit einer Aufführung von Johann Wolfgang von Gothe eröffnet. Leider können wir nicht in das Theater hineingehen. Unser Weg führt uns weiter über große Kreuzungen, tiefer in das Zentrum hinein. Während unseres Spaziergangs sehe ich viele Dinge, die mich sehr zum Nachdenken bringen. Armut. Menschen, die scheinbar auf der Straße leben und in einem schlechten gesundheitlichen Zustand sind. Aber in welcher Großstadt gibt es das nicht? Generell ist es voll und auch laut. Als Touristen werden wir natürlich auch häufiger angesprochen. Kommentare, die nicht direkt zuordbar sind. Konnte ich während dieser Reise so viele schöne Momente sammeln, ist der Aufenthalt in der Hauptstadt für mich befremdlich und unangenehm. Die Gebäude sind in unterschiedlichem Zustand. Es ist hektisch, ich sehe viele Stromkabel. Obwohl mir diese Eindrücke nicht fremd sind, fühle ich mich deplatziert.

Unser Hauptziel ist der Mercado Central von San José. Ihr könnt euch diesen als einen sehr lebhaften, labyrinthartigen Markt vorstellen, auf dem man Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Kaffee, warme fertig zubereitete Speisen, Kunsthandwerk, Souvenirs und viele weitere Dinge kaufen kann. Hier finden tatsächlich sehr viele Einheimische zusammen. Als wir den Markt betreten, tauchen wir in eine bunte Welt hinein. Es ist viel los und es gibt hier viele kleine Gänge, Geräusche und Gerüche. Jeder von uns biegt woanders ab. Einige besorgen noch ein paar Mitbringsel. Eigentlich möchte ich das auch tun, aber irgendwie kann ich mich nicht entscheiden und ich fühle mich von der großen Auswahl überfordert. Ich spüre – dass, was ich hier innerhalb der letzten 2 Wochen erlebt habe, all‘ diese Gefühle und Eindrücke – sie sind für mich mehr als ausreichend. Ich mag‘ mich nicht so wirklich auf diesen Markt einlassen, sodass ich mich bereits am vereinbarten Treffpunkt einfinde. Alle sind pünktlich zurück und als Jefrey zu uns stößt, tauschen sich alle darüber aus, was sie eingekauft haben. Auf dem Markt konnte man übrigens auch sehr gut Schokolade kaufen. Jefrey hat frischen Kaffee besorgt. Ich merke, dass ich etwas traurig werde, da ich sehr gerne Kaffeebohnen mitgenommen hätte. Kein Problem. Er geht noch einmal mit mir und einem weiteren Gruppenmitglied zurück an den Stand. Hier werden wir gut beraten und es duftet richtig gut. Wir kaufen Bohnen für den klassischen Filterkaffee, sowie für Espresso aus der Siebträgermaschine ein. Ich bin dankbar.

Wir begeben uns auf den Rückweg zum Hotel, wo wir gegen ungefähr 10:15 Uhr ankommen. Um 11:00 Uhr müssen wir unsere Zimmer verlassen, da heute scheinbar viele neue Gäste anreisen, unsere Gruppe komplett auscheckt, und somit viele Zimmer gereinigt werden müssen. Als ich in meinem Zimmer ankomme, denke ich mir, dass irgendwie noch ganz schön viel zu tun ist – ich komme etwas in Stress. Da wäre zum einen mein Koffer, der noch zu Ende gepackt werden muss. Gleichzeitig in der Überlegung verhaftet, wie ich was am besten zusammenpacke und was ich nicht mehr benötige. Springe unter die Dusche, möchte mich vor dieser langen Rückreise noch einmal frisch machen. Nachdem ich angezogen bin, der Koffer soweit gepackt und verschlossen ist, denke ich darüber nach, wie ich mein Handgepäck organisiere. Es ist so, dass wir das Hotel erst gegen 14:00 Uhr verlassen und zum Flughafen gebracht werden. Als Handgepäck habe ich einen Rucksack mit dabei. Da ich diesen aber ungern während der verbleibenden Zeit, aufgrund von Gewicht, mitnehmen möchte, beschließe ich, ich möglichst viel Gepäck im Hotel zurückzulassen, und entscheide mich für meine kleine Umhängetasche. Da mir die Gegebenheit, dass unser Gepäck für die restliche Zeit - wohl sicher - aber dennoch im Frühstücksraum verstaut wird, eher unsicher vorkommt, entscheide ich mich dazu, dass Geldbörse, Handy und Reisepass in meine Schultertasche kommen. Es fühlt sich irgendwie nicht richtig an, etwas von diesen Dingen im Hotel zurückzulassen.

Nachdem alle aus ihren Zimmern raus sind, bespricht sich die Gruppe noch einmal. Es bleiben nun drei weitere Stunden übrig. Ein Teil der Gruppe beschließt, ein Musem zu besuchen. Hier gibt es verschiedene Optionen. Zum einen das Museo Nacional De Costa Rica, oder das Museo del Jade. Ich schließe mich einer kleinen Gruppe an und wir vier treffen die Entscheidung, ein schönes Café aufzusuchen und die Zeit eher entspannt zu verbringen. Wir erreichen das Café „Capital Coffee Roaster“. Hier werden wir freundlich empfangen und schnell sind viele leckere Dinge bestellt. Neben Iced Latte und frischen Sandwiches gibt es Cappuccino und ein Stück Vanillekuchen. Wir sind alle zufrieden und kommen mit dem Besitzer ins Gespräch. Er gibt uns einige Info‘s zu den Bohnen. Hier besteht auch noch einmal die Möglichkeit, Kaffee mitzunehmen. Wir verlassen das Café und entscheiden uns dazu, ein letztes Mal, einen Supermarkt aufzusuchen. Einige, mich eingeschlossen, wollen noch ein paar Kleinigkeiten besorgen. Wir finden einen nahegelegenen Supermarkt und besorgen noch einmal Bananenchips, die berühmte Lizano Salsa Würzsoße – die perfekt zum Gallo Pinto passt – und Frijoles Molidos (prepared refried red beans). Wie Jef uns beigebracht hat, ein toller Dip zu klassischen Nachos. Palmherzen in der Dose kommen auch noch mit. Also ab zur Kasse und raus aus dem Supermarkt. Da noch Zeit übrig ist, beschließen wir, den kleinen Einkauf zum Hotel zurückzubringen und die Toilette aufzusuchen. Im Ausland immer gut überlegt, wo man aufs stille Örtchen geht :-). Wir wollen dann noch einmal in Richtung Nationaltheater aufbrechen. Eine, wie ich finde, sehr schöne Idee eines Gruppenmitgliedes. Und vielleicht doch noch eine Möglichkeit, etwas vom Inneren des Theaters zu sehen. Hier befindet sich das „Alme De Cafe“. Für mich kommt jedoch alles anders. 

Auf einen Blick

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Dauer
1 Tag
Wetter
Trockenzeit
Begleitung
In der Gruppe
KulturellKulinarischEntspannend
  • Frühstück mit Gallo Pinto im Hotel
  • Spaziergang mit Jefrey durch San José
  • Mercado Central mit Kaffee und Mitbringseln
  • Capital Coffee Roaster
  • Auschecken und Rückreisevorbereitung
RucksackUmhängetascheSchultertasche
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