Die drei Tempel
Da uns langsam die Ideen für Ausflugsziele in und um Kandy ausgingen, gab uns der Besitzer unserer Unterkunft noch ein paar Tipps. Also fuhren wir heute zu drei temporären Orten.


Veröffentlicht: 08.05.2026
Heute wollten wir die gesamte erste Etappe des Pekoe Trails wandern. Unser Gastgeber war so nett, uns dorthin zu fahren. Wir wollten nicht noch einmal den ganzen Weg zum Teemuseum laufen.
Wir deckten uns an einem Stand mit Keksen und Roti ein, um uns für unsere zwölf Kilometer lange Wanderung zu stärken. Da es sich nicht um einen Rundweg handelt, planten wir, denselben Weg zurückzugehen. Alternativ kann man auch mit dem Bus zurück in die Stadt fahren.
In einigen Bewertungen wurde erwähnt, dass es unterwegs Wasserstationen gäbe, wir haben aber keine gesehen. An einigen Stellen gab es fließendes Wasser, wir hatten aber keinen Wasserfilter dabei.
Der Weg ist hier anfangs größtenteils asphaltiert und breit und führt durch Teeplantagen. Man hat einen wunderschönen Blick auf die Berge und Tempel.
Man muss ein bisschen aufpassen, dass man nicht versehentlich falsch abbiegt; die Markierungen sind stellenweise etwas zugewachsen.
Nach etwa fünf Kilometern zweigt rechts ein kleiner Pfad ab, der als schmaler Pfad durchs Unterholz führt. Hier fanden Teile der Dreharbeiten zu „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ statt. Viel zu sehen gibt es hier allerdings nicht.
Was wir aber sahen, waren kleine, wurmartige Geschöpfe, die sich nach oben streckten, auf der Suche nach ihrer nächsten Beute. Es waren Blutegel, die wegen der Regenschauer der letzten Tage herausgekrochen waren, und wir waren ihre Beute … Die kleinen Biester krochen blitzschnell unsere Schuhe hoch und hinein. Wir konnten sie kaum fangen – so glitschig waren sie. Einer schaffte es sogar, sich kurz an meinem Knöchel festzusaugen, und ein größerer kroch bis zu Simons Oberkörper hinauf. Daraufhin eilten wir zurück zum Hauptweg.
Nach etwa 6,5 Kilometern wurde der Hauptweg schmaler und zugewachsen, und die Blutegel fanden uns wieder. Wir kämpften uns noch ein paar hundert Meter weiter, aber es waren einfach zu viele, und der Pfad blieb unverändert. Schweren Herzens mussten wir umkehren. Am Ende hatte jeder von uns mindestens zehn Blutegel abgezupft.
Weiter unten trafen wir auf ein Paar, das gut vorbereitet war und in langer Kleidung und Socken über den Hosen wanderte.
Die Guides besprühen üblicherweise großzügig ihre Schuhe und Hosenbeine mit Salzwasser, um die Blutegel fernzuhalten.
Nach einer kurzen Dusche fuhren wir in die Stadt, um mir Cremes und Allegra (statt Cetirizin) zu kaufen, da das anscheinend gegen Mückenstiche hilft, die Blasen verursachen. Die Mückenstiche an meinen Beinen heilen im Moment nicht richtig.
In einem kleinen Restaurant genossen wir Biryani und Curry mit Reis. Für den Abend kauften wir uns wieder Samosas und Obst.
