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Auf dem "Löwenfelsen" Sigiriya in Sri Lanka

Veröffentlicht: 16.01.2022

Der Sigiriya-Felsen ist so etwas wie die Akropolis von Sri Lanka. Ein herausragender Felsen aus Vulkangestein, auf den laut Reiseführern jeder Sri Lanka-Reisende mal hochkraxeln sollte. Sigiriya bedeutet Löwenfelsen - woher das kommt, werdet Ihr gleich sehen. Die Ruinen auf dem Felsen waren mal ein buddhistisches Kloster, das vermutlich im 14. Jahrhundert aufgegeben wurde. Es ist UNESCO-Weltkulturerbe, also schon irgendwie bedeutend. Zudem gibt es noch eine wilde Geschichte um einen dubiosen König aus dem 5. Jahrhundert, der sich den Thron erschlichen hatte und aus Furcht vor der gerechten Strafe angeblich seine "Hauptstadt" auf den Felsen verlegt hat.

Der Blick auf den Sigiriya-Felsen

Der Anstieg erfolgt über recht steile Treppen und ist nur etwas für trittsichere Menschen. Nach dem ersten Treppenabschnitt sieht man die Löwenpfoten, die ursprünglich mal zu einem Löwenkopf gehörten. Die ursprüngliche Treppe ging dann wohl durch das Löwenmaul. Sehr spaßig.

Aufstieg durch die Löwenpfoten

Wie man auf dem Bild sieht, waren wir an einem Sonntag da. Keine gute Idee, denn da kommen viele Wochenendausflügler aus den lankesischen Großstädten und die Masse schiebt sich in zähem Tempo den Felsen rauf und runter. Ein wenig wie auf dem Berg Huang Shan in China, allerdings ohne die chinesische Disziplin im Schlangestehen.

Wenn man dann endlich oben angekommen ist, wird man mit einem großartigen Ausblick in die Landschaft belohnt.

großartiger Ausblick in die Landschaft

Die Reste der Klosteranlage bestehen vor allem aus Backstein und sehen nicht so beeindruckend aus, wie sie eigentlich sind. Für die Mönche hörte das Treppensteigen offensichtlich nicht mit dem Aufstieg auf den Felsen auf, auch auf dem Plateau gibt es viele Höhenunterschiede zu überwinden.

Auf dem Plateau

Ein Highlight auf dem Plateau ist der Swimming Pool, der aber vermutlich einfach nur ein Regenwasserspeicher war.

Der Wasserspeicher, allgemein auch als Swimming Pool bekannt
ein kleiner Wasserspeicher

Beim Abstieg kommt man zum einen an einer glatt polierten alten Mauer vorbei (etwas übertrieben als "Mirror Wall" bezeichnet, weil man sich angeblich drin spiegeln soll) und hat die Chance, gut erhaltene, alte Höhlenmalereien von vollbusigen Damen anzuschauen. Diese darf man allerdings nicht Fotografieren, schaut daher einfach bei Wikipedia, ob es Euch den Umweg wert ist.

Es gibt in der Anlage auch ein informatives Museum, dessen Besuch im Ticket enthalten ist.

Kosten

Sigiriya ist ziemlich teuer, als Ausländer zahlt man pro Erwachsenen 30 US-Dollar, während die Einheimischen, die ja vermutlich auch Steuern zahlen, mit 100 Rupien dabei sind, also ca. 0,43€. Zum Vergleich: die Akropolis kostet derzeit 20€.

Anreise

Der Sigiriya-Felsen liegt nicht direkt an einer Verkehrsachse. Es gibt einen Bus von Dambulla aus, ansonsten ist man auf selbst organisierte Fahrten angewiesen. Vom beliebten Übernachtungsort Habarana haben wir in eine Richtung mit dem Tuk Tuk 1.000 Rupien gezahlt, die Fahrt dauerte ungefähr eine halbe Stunde.

Fazit

Sigiriya ist aus meiner Sicht kein Muss auf einer Sri Lanka-Reise und kann, wenn es sehr voll ist, durchaus frustrierend sein. Wenn man besonders früh dran ist, soll es nicht so voll sein, aber da das in jedem Reiseführer steht, habe ich da Zweifel.

Wenn es einem nur über die Aussicht über die schöne Landschaft geht, kann man für weniger Eintritt den benachbarten Pidurangala-Felsen besteigen. Oder sich z.B. mit dem bei Elefanten-Safaris im nahe gelegenen Huluru Eco Park immer angesteuerten Aussichtsberg zufrieden geben.

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