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Zuletzt in San José

Rollercoaster of emotions!

Veröffentlicht: 15.03.2026

Flug
FRA → SJO
LH518 · Lufthansa · 12h 30m · Economy
Unterkunft
Hotel Fleur de Lys
Hotel · San José
Essen
Hotel Fleur de Lys Frühstück
$$ · Frühstück
Sehenswert
San José
San José, Costa Rica

Die Nacht war ziemlich laut und ich bin häufig aufgewacht. Mir ist bewusst geworden, dass ich scheinbar in einem sehr beliebten Ausgehviertel (Sachsenhausen) in FF übernachtet habe. Irgendwie aber auch schön, dieses bunte Treiben mitzubekommen und neben diesem „Stimmenmeer“ in den Schlaf zu gleiten. Das Bett war sehr bequem. Ich fühle mich hier wohl und auch etwas geborgen. Ein Gefühl, nach dem ich mich sehr sehne. Überrascht hat mich am Morgen ein kleines, feines und veganes Frühstück und eine freundliche Mitarbeiterin, die mir Sicherheit gegeben hat. Ich saß auf einem kleinen Sessel mit Beistelltisch – ein Frühstück auf eine ganz andere Art und Weise. Überall liegen Zeitschriften und viele Modebücher aus. Eine besondere Atmosphäre. U.a. entdecke ich das AnOther Magazine (über Fashion & Culture), welches bei der Bearbeitung meiner Bachelorarbeit eine große Rolle spielte. Erinnerungen an diese anstrengende Zeit kommen in mir auf. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele kleine und wertvolle Dinge man im oft doch hektischen Alltag findet, wenn man ganz bewusst die Augen offenhält. Ich mag es sehr nach diesen Dingen Ausschau zu halten, denn sie erinnern mich daran, was wirklich wichtig ist.

*

Die ersten Nachrichten in unserer WhatsApp-Gruppe treffen ein und ich merke, dass ich innerlich Stress bekomme, ob ich mich nicht doch zu spät auf den Weg zum Flughafen begeben habe. Ich also unterwegs mit der Straßenbahn zunächst in Richtung Konstablerwache. Dort dann Umstieg in die S-Bahn nach Wiesbaden. Panik kommt in mir auf, weil hier im Bereich viele U- und S-Bahn-Linien zusammentreffen und ich mir unsicher bin, ob ich richtig bin und wohin ich muss. Nach einer Weile finde ich mein Gleis und muss ein paar Minuten warten. Warten mag ich jetzt so gar nicht. Erste Zweifel tun sich in mir auf. Was ist, wenn ich es nicht hinbekomme? Was mache ich, wenn ich meinen Flieger nicht bekomme? Meinen inneren Kritiker kann ich nur schwer im Zaum halten. Gegen ungefähr elf Uhr erreiche ich den Flughafen. Obwohl ich schon einige Male hier war, ist es ein anderes Gefühl, alleine unterwegs zu sein. Ich registriere noch einmal auf andere Art und Weise, wie groß hier alles ist. Mir ist warm und ich schwitze. Am Vortag konnte ich bereits online einchecken, sodass es jetzt für mich darum ging, meinen Koffer aufzugeben. Zum Glück waren dort viele Miterbeidende von Lufthansa, die einem bei dem Self-Drop-Off helfen. Das hat gut geklappt. Also ging es weiter für mich zur Sicherheitskontrolle. Hier hatte ich extrem viel Glück, weil ich relativ schnell durch diese hindurch gekommen bin. Dann wurde noch einmal der Reisepass gecheckt und ich konnte mich auf meinen Weg zu Gate 18 begeben. Es folgten viele Rollbänder und Fahrstühle. In mir die Frage, bin ich hier eigentlich richtig? Ich bemerke innerlich, dass ich etwas aufatme, weil am Ende, zeitlich gesehen, doch noch alles gut zusammenfindet. Ich telefoniere noch einmal mit Mama und meinem Stiefvater. Das Gespräch gibt mir Kraft und „nordet“ mich wieder ein. 

*

Und dann ist es auch schon so weit. Das erste Aufeinandertreffen mit der Gruppe und viele strahlende Gesichter, in die ich Blicke, als ich in den Wartebereich stoße, und in mir kommen Erleichterung, Dankbarkeit und Neugierde auf. Es ist jetzt nicht mehr lange zum Boarding und ich tausche mich etwas mit einem angenehmen Paar aus Frankfurt auf. Es geht dann mit dem Bus zum Flugzeug. Was ich empfinde, als ich dieses betrete, ist schwer zu beschreiben. Wir sitzen auf unserem Flug LH518 (wir fliegen übrigens alle von hier) auf verschiedenen Plätzen. Zu mir setzt sich eine junge, sehr nette Studentin, mit der ich im Verlauf etwas in den Austausch komme. Der Flug war insgesamt schön und auch recht ruhig, jedoch sehr lang. Ich meine, wir sind so an die 12,5 h unterwegs gewesen. Beim Start der Maschine war ich sehr aufgeregt. Mein erster Langstreckenflug, nein ich korrigiere mich, generell mein erster Flug alleine. Auch diese Tatsache hat mich innerlich sehr emotional gestimmt. War da bisher immer mein Mann gewesen, in dessen Hand ich die meine krallen konnte. Dieses Mal ist es die Armlehne meines Sitzes. Ich schaffe das, sage ich mir innerlich, ich vertraue darauf, dass schon alles gut gehen wird. Die Flugzeit vergeht für mich insgesamt recht schnell. Ich bin versunken in dem 2. Teil des Romans von Susanne Abel „Was ich nie gesagt habe. Gretchens Schicksals Familie“. Ich komme gut voran und bin voll im Geschehen. Gegen kurz vor sieben am Abend, nach neuer Zeit, ist es dann so weit. Wir landen mit sieben Stunden Zeitunterschied in San José, der Hauptstadt von Costa Rica. Nach deutscher Zeit ist es jetzt kurz vor 2 in der Nacht. Die Einreise braucht einige Zeit, die Warteschlange ist lang, aber insgesamt klappt alles gut und als wir diesen Bereich verlassen, sind auch schon unsere Koffer da. Wir sind eine bunt gemischte Truppe, die, wie es jetzt bereits schon empfinde, aufeinander Acht gibt. Ein Paar, 3 Männer, der Rest Frauen. Wir kommen, was ich bisher mitbekommen habe, aus Dortmund, Mönchengladbach, München, Berlin, Frankfurt und Hamburg. Ich spüre direkt das tropische Klima und schon sehr bald treffen wir auf unseren Reiseleiter, der uns zu unserem Kleinbus begleitet. Da es bereits schon vollständig dunkel ist, kann ich nicht so viel erkennen. Aber in mir sind sehr verschiedene Gedanken und Emotionen, die sich ziemlich überschlagen. Es ist spät und ich fühle mich sehr erschöpft. Nach ca. einer halben Stunde im Bus, mit vielen ersten Reiseinformationen, erreichen wir unser Hotel Fleur de Lys. Wir erhalten unsere Schlüssel. Auf meinem steht Jasmin. Eine schöne Blume denke ich mir; mit einer schönen Bedeutung. Als ich das Zimmer betrete, bemerke ich den anderen „Standard“ im Vergleich zu meiner Heimat. Es ist alles da, was es braucht und alles funktioniert und ich beschließe, mich darauf zu fokussieren. Dennoch fühle ich mich nicht wohl, da hier alles sehr dunkel und rustikal ist und es kein Fenster gibt. Ich beschließe nichts überzubewerten, packe ein paar Dinge aus, die ich benötige. Freue mich über gute und funktionierende Steckdosen-Adapter und mache mich bettfertig. Ich höre noch Stimmen auf dem Flur und bemerke, wie ich schnell in den Schlaf gleite. Gegen zwei Uhr in der Nacht bin ich das erste Mal wach und schlafe dann aber noch einmal ein. Um kurz nach vier beginnt langsam der neue Tag für mich. Ich bin gespannt, was uns heute erwartet. Wir werden hier eher zeitig aufstehen und frühstücken. Wir brechen um acht Uhr auf und werden wandern und uns Vulkane ansehen. Ich bin gespannt. 

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Wetter
Trockenzeit
Begleitung
In der Gruppe
AbenteuerlichSoloKulturell
  • Erster Langstreckenflug alleine
  • Ankunft in San José, Costa Rica
  • Übernachtung im Hotel Fleur de Lys
  • Frühes Frühstück mit veganer Auswahl
  • Geplante Wanderungen und Vulkane am nächsten Tag
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