colombia-2017

4 Wochen mit dem Rucksack durch Kolumbien

Tag 13 - Quindío-Jaime der Bruder von Hessi-James, uns bluten die Ohren!

Kennt ihr noch Hessi-James von Badesalz? Wir haben heute seinen kolumbianischen Bruder kennen gelernt. Uns bluten die Ohren, aber ganz von vorne.

Wir haben wieder unseren Reiseplan etwas umdisponiert. Zwischen unseren fixen Routen mit Flügen, sind wir ja flexibel.

Wir konnten DAS Land des Kaffees ja nicht verlassen, ohne eine Kaffee-Finca angeschaut zu haben. Also haben wir uns heute Morgen bei Marta vom hiesigen „Reisebüro“ eine Führung gebucht. Nur für uns zwei (wir sind ohnehin die einzigen Touristen hier) mit einem Kaffeebauern aus der Region. Jaime war pünktlich, etwa 1,60 groß, ca. 50 Jahre alt und sehr freundlich.

Anreise, wie immer mit dem Dorf-Bus und schon auf der Hinfahrt wurde uns klar, dass das anstrengend wird. Er redete wirklich ununterbrochen! 😜

In seinem Dorf angekommen – es war wirklich ein Kaff – wurde uns erst mal alles gezeigt der Dorfladen, die Schule, der Dorfplatz und am Ende wurden wir dem Bürgermeister vorgestellt. Alles zeigte uns Jaime mit vollem Stolz, was ja auch gut ist.

Danach ging es auf seine eigene Finca und wir haben den Prozess der Kaffeeherstellung von der Pflanzung bis in die Tasse in Echtzeit 😊 kennen gelernt. Und alles unter Dauer-Kommentar von Jaime. Wenn er nicht geredet hat, hat er übrigens gesungen (und nicht mal schlecht) oder gepfiffen. Man hat ihm angemerkt, dass er seinen Beruf und sein Land sehr liebt, das war zwar anstrengend, aber dennoch sehr interessant.

Einen Kaffee gab’s natürlich auch. Außerdem hat er uns Wasser mit Zitrone und Honig gemacht, wegen Julias leichter Erkältung. Dann gab’s noch einen Tipp vom Fachmann: Wenn kalter Kaffee vom Morgen übrig ist, Zitronen- oder Limettensaft rein und man hat ein Erfrischungsgetränk - probiert es aus.

Dann saßen wir in seiner total chaotischen Küche und Jaime referierte über eine kolumbianische Sängerin aus der Gegend sowie einen Telenovela-Star aus Filandia. Alles mit Zeitungsausschnitten belegt. Puh, wirklich hart, aber eben auch total authentisch und unheimlich sympathisch.

Danach ging es auf seine Plantage, neben Kaffee gab’s auch Bananen 🍌 . Jeder seiner Besucher, darf einen Setzling einer Kaffeepflanze pflanzen. Haben wir gemacht - in 24 Monaten können wir ernten.

Die ganze Tour sollte 2 Stunden dauern. 3 Stunden waren schon rum, als Jaime meinte „jetzt gehen wir mal etwas mehr ins Detail“ - wir konnten echt nur noch lachen. Irgendwann war es dann rum und wir haben noch freundlich das Angebot abgelehnt, auf seiner Farm zu campen.

Zurück nach Filandia zu kommen, war auch nicht so einfach. Der Bus 🚌 fährt nur alle 3 Stunden. Aber wir sollten uns an den Straßenrand setzten - mit etwas Glück würde in der nächsten Stunde ein Auto kommen 👍

Jaime organisierte 3 Plastikstühle, die er gegenüber des Dorfladens platzierte - und wir warteten. Jaime ist natürlich höflich und leistete uns Gesellschaft. Es kam natürlich kein Auto, was nicht schlimm war - Jaime hatte noch genug zu erzählen 🤣. Nach 90 Minuten warten ohne Auto kam dann der Bus.

Ein harter Tag, den wir auf dem hiesigen Weihnachtsmarkt ausklingen ließen.

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