🌅 Früher Start und ein ganz besonderer Geruch
Die Zeitumstellung hat offenbar ihre Spuren hinterlassen: Bereits um 5:30 Uhr war ich heute wach. Das Halskratzen ist zwar besser geworden, dafür läuft jetzt etwas die Nase. Na hoffentlich bleibt es dabei!
Um 6:15 Uhr ging es an Deck – und dort wartete bereits ein ganz besonderer Anblick: Der Amazonas ist in Sicht! Allerdings lag auch ein deutlicher Brandgeruch in der Luft. Offenbar bekommen wir hier nicht nur die beeindruckende Natur, sondern auch ihre Schattenseiten mit.
In einer sehr frühen Durchsage gegen 7:00 Uhr informierte uns der Kapitän, dass der Brandgeruch durch Brandrodung entstanden sei. Ein wenig beklemmend, wenn man bedenkt, wie bedeutend dieses riesige Ökosystem für unseren Planeten ist.
Aktuell lagen wir auf Reede vor Macapá und warteten auf die Behörden, um die Einreiseformalitäten zu erledigen. Gegen 11:30 Uhr sollte es dann weiter in Richtung Santarém gehen.
☕ Frühstück und erste Erkundung des Amazonas
Um 7:00 Uhr traf ich Sabrina zum Frühstück. Anschließend drehte ich mehrere Runden auf Deck 5, um mir schon einmal einen Überblick über die Aussicht zu verschaffen. Die wirklich schönen Perspektiven sollten allerdings erst am Nachmittag kommen.
Um 9:00 Uhr standen wieder die AIDA Walks auf dem Programm. Heute allerdings ohne mich! 😂 Die anderen durften laufen, während ich das Ganze lieber bei einem Eiskaffee beobachtete. Jeder hat eben seine eigene Vorstellung von sportlicher Betätigung.
📸 Amazonas-Shooting statt Fitnessstudio
Um 10:00 Uhr wurde es dann doch sportlich – zumindest auf den ersten Blick. Ich betrat das Sportaußendeck auf Deck 14. Habt ihr wirklich gedacht, ich würde dort Sport machen? 😂
Natürlich nicht! Dort fand das „Amazonas-Shooting“ statt. Vor der beeindruckenden Kulisse des Amazonas konnte ich ein paar schöne Erinnerungsbilder machen.
Eine kleine Aufmerksamkeit der Fotografin Jasmin ist mir dabei besonders positiv aufgefallen: Ich war der zweite Gast in der Reihe und wartete auf meinen Einsatz. Sie fragte mich, ob ich nicht ein paar Meter nach hinten gehen wolle, damit ich nicht in der prallen Sonne stehen müsse.
Eine Kleinigkeit, aber genau solche Gesten machen den Unterschied. Aufmerksamkeit für die Gäste, ohne dass man darum bitten muss.
🏹 Boccia und ein kleiner Stefan Raab
Nach dem Shooting ging es zunächst zur Sol-Bar, um mich für den ersten richtigen sportlichen Programmpunkt des Tages zu stärken: Boccia um 11:00 Uhr!
Dabei gab es noch eine bemerkenswerte Begegnung mit dem Servicepersonal. Die Servicekraft hinter der Theke fragte mich nacheinander meine Getränke der vergangenen Tage ab und wollte wissen, ob ich wieder das Gleiche trinken möchte. Ein verdammt gutes Gedächtnis!
Heute allerdings nicht. Ich nahm etwas GANZ anderes: eine Maracuja-Schorle. 😎
Beim anschließenden Boccia konnte ich tatsächlich drei Punkte erzielen. Der Sieger kam allerdings auf 13 Punkte. Die Chancen auf eine sportliche Karriere bleiben also überschaubar. 😂
Eine andere Gästin kommentierte meine Spielweise mit einem Augenzwinkern: Ich sei wie ein kleiner Stefan Raab. Ich würde sämtliche Spielaufgaben hinterfragen und wissen wollen, ob etwas exakt so oder vielleicht auch anders erlaubt sei.
Was soll ich sagen? ICH BRAUCHE KLARE AUFTRÄGE! 😂😂😂🤪
🍽️ Mittagessen und gute Nachrichten aus Chile
Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es um 12:30 Uhr gemeinsam mit Verena zur Stärkung ins East Restaurant.
Während des Essens erreichte mich eine erfreuliche Rückmeldung eines externen Anbieters für einen Ausflug in Chile – genauer gesagt nach Valparaíso! 💪 Damit kann ich zum Glück den bereits gebuchten AIDA-Ausflug stornieren.
Externe Ausflüge haben eben manchmal eine ganz andere Qualität und bieten Möglichkeiten, die man bei den klassischen Reederei-Ausflügen nicht unbedingt findet. Ich freue mich jedenfalls schon darauf!
Um 13:15 Uhr ging es anschließend auf die Kabine zur Augenpflege.
🚢 Leinen los – und ab zum Äquator!
Gegen 13:50 Uhr wurde meine Augenpflege allerdings jäh unterbrochen: Wir legten von unserem bisherigen Liegeplatz ab! Also schnell raus ans Außendeck, denn so etwas möchte man schließlich nicht verpassen.
Um 14:30 Uhr wartete bereits das nächste Spiel: Stadt-Land-AIDA.
Und diesmal lief es richtig gut! Mit 295 Punkten ging ich gemeinsam mit einer Mitspielerin als Sieger hervor. Zusätzlich konnte ich noch eine Wette gegen eine Gastgeberin gewinnen: Ich hatte angekündigt, dass ich sie schlagen würde – und genau das ist passiert. 💪😎
Danach ging es direkt aufs Pooldeck. Denn um 16:00 Uhr stand eine der wichtigsten Zeremonien für jeden Seefahrer auf dem Programm: die traditionelle Äquatorüberquerung!
Offiziell hatten wir den Äquator bereits um 8:00 Uhr überquert. Aber die symbolische Zeremonie folgte erst am Nachmittag – inklusive des berühmten Sprungs auf die Südhalbkugel.
Natürlich darf bei einer solchen Gelegenheit ein Zertifikat nicht fehlen! Im Rahmen meiner AIDA Fotoflat Plus sind eigentlich zwei Zertifikate inklusive. Nur waren meine zunächst nicht auffindbar. 😱😱 Zum Glück konnte ich sie später abholen. Damit ist auch dieser besondere Moment ordentlich dokumentiert. 😎
Willkommen auf der Südhalbkugel!
🌇 Ein Sprint zum Sonnenuntergang
Nach der Äquatorzeremonie durfte eine kleine Stärkung in der klimatisierten AIDA Bar nicht fehlen. Gemeinsam mit Sabrina und Verena ließen wir den Nachmittag ausklingen.
Danach hieß es frisch machen für den Abend. Doch nach dem Duschen kam der kleine Schreck: Für das „Amazonas Sunset-Shooting“ blieben mir gerade einmal 15 Minuten!
Also wurde kurzerhand Tempo gemacht. Ich habe es tatsächlich geschafft und war pünktlich zum Shooting bereit. Anschließend ging es ebenfalls pünktlich um 18:00 Uhr ins Brauhaus.
Dort haben wir gleich für morgen eine besondere Gelegenheit gebucht: die Sunset-Lounge zum Auslaufen aus dem Amazonas werden wir auf Deck 14 mit exklusiver Aussicht, Getränken und Fingerfood sitzen. Darauf freue ich mich schon jetzt!
🎤 Prime Time und ein ganz besonderer Song
Nach dem Abendessen ging es ins Theatrium zur Prime Time mit Entertainment-Manager Chris. Als Gast war heute Shore Excursion Manager Kevin Wolf dabei.
Außerdem wurde die AIDA-Walks-Aktion offiziell beendet. Die Gäste sollten gemeinsam die Strecke von den Kapverden bis nach Brasilien erlaufen – insgesamt 4.008 Kilometer. Ganz geschafft wurde die Distanz zwar nicht, aber das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen:
1.924 Kilometer in fünf Tagen!
Verschiedene Gäste wurden für ihre Leistungen geehrt: die jüngsten Teilnehmer, die erfahrensten Läufer und diejenigen mit den größten zurückgelegten Distanzen.
Ein besonderer Respekt gilt der fleißigsten Läuferin: Sie hat in den fünf Tagen unglaubliche 41 Kilometer zurückgelegt! Hut ab! 👏
Um 20:30 Uhr folgte die zweite Show des Gastkünstlers Terrél Woodbury. Ein absolutes Highlight war dabei seine Interpretation von „We Are the World“.
Gerade auf einer Weltreise bekommt dieser Song eine ganz besondere Bedeutung. Wenn man selbst gerade mehrere Kontinente bereist, unterschiedliche Kulturen erlebt und Menschen aus aller Welt begegnet, bekommt die Botschaft des Liedes noch einmal ein ganz anderes Gefühl. Ein wirklich schöner Gänsehautmoment!
🌴 Vorfreude auf Santarém
Um 21:45 Uhr ging es schließlich zurück auf die Kabine.
Morgen erwartet uns Santarém mit angekündigten 36 Grad, die sich sogar wie 42 Grad anfühlen sollen. Das dürfte eine schweißtreibende Angelegenheit werden! 🥵
Ich bin gespannt auf meinen nächsten Landgang und darauf, was uns im brasilianischen Amazonasgebiet erwartet.
Der Amazonas ist erreicht – und das Abenteuer Südamerika nimmt richtig Fahrt auf! ❤️