Daniel trifft Nowitzki on the Road to Vegas
Daniel trifft Nowitzki on the Road to Vegas
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Fremont Street

Veröffentlicht: 06.04.2017

Wenn wir uns heute am Dienstag auf den Weg nach Las Vegas machen, fühlt sich das schon ein bisschen nach dem Finale unseres unglaublichen Urlaubs an, aber ein paar Tage haben wir noch.

Lake Mead liegt knapp 20 Meilen südöstlich von Vegas. Wir nahmen ein letztes Mal die schönere Strecke über die Berge. Wieder bot sich uns nahezu minütlich ein anderes Landschaftsbild und es war einfach fantastisch, als sich Las Vegas dann auf einmal vor uns ausbreitete. Las Vegas ist ja viel größer als nur der Strip alleine, und die Fläche ist schon gewaltig. Aber das Highlight ist natürlich der Las Vegas Boulevard oder auch Strip genannt. Unser Plan war es allerdings für heute, und der Fremont Street zu widmen. Auch vielleicht besser bekannt, als der "alte Strip". Eine vollständig überdachte Straße, an deren Decke eine der größten Videowalls der Welt installiert ist, dazu jede Menge Bars, Casino´s und andere Verrücktheiten.... Wir sollten nicht enttäuscht werden.

Auf dem Weg lag noch das Premium Outlet Shopping Center bei dem wir auch 2013 schon eingeschaut haben. Wir hatten Zeit und verbrachten hier knapp 3 Stunden und auch wenn es nicht geplant war, wanderten wieder ein paar hübsche Tütchen in meinen  Koffer.

Für unsere erste Las Vegas Station hatten wir uns eine hervorragende Base ausgesucht. Wir nutzten den RV Park am Main Street Station Casino. Nicht besonders hübsch, aber sehr günstig gelegen und noch dazu sehr preiswert. Man fährt einfach rauf, sucht sich einen Platz aus, wir konnten sogar nebeneinander stehen und die Türen zueinander kehren, sodass wir praktisch zwischen den Wohnmobilen unsere eigene kleine  Terrasse hatten. Wir haben alles angeschlossen und schon die ersten Sonnenstrahlen genossen, bis wir uns dann entschlossen uns auf die erste Stipvisite zu machen. Auf dem Weg zum alten Strip (max. 10min Fußweg) fix noch Check-In im Casino. Und schon war es wieder da das Vegas Feeling. Überall Spielautomaten, jeder spielt seine eigene Musik, alles durcheinander. Die Casinos sind opulent ausgestattet, jedes nach seinem eigenen Thema, hier war "BAHNHOF" das Motto. Es ist ruhig, aber doch hektisch, eben eine ganz besondere Atmosphäre. Überall sitzen teils mehr teils weniger enthusiastische Menschen, die Ihr Glück versuchen. Hier auffällig dass der Altersdurchschnitt bestimmt bei 70 lag. Da wo das Geld wohl dann doch irgendwie unters Volk gebracht werden muss.

In der Fremont Street angekommen, es war früher Nachmittag, war noch nicht sooo viel los, aber wir bekamen einen ersten Einblick. Es war wie oben beschrieben, aber Abends sollte noch viel mehr kommen. Wir gingen nochmal zurück, war ja nicht weit. Ein bisschen in der Sonne sitzen, etwas essen, bevor wir uns dann in das Getümmel stürzten. Schon direkt am Beginn der Straße machte eine Dancing DJ Stimmung, überall Live Musik, auf einer großen Bühne spiele die RockBand "Alter Ego" ein Stück weiter die Girlband "Mighty Daisy´s". Auf einer Bar an der Straße tanzte eine Bardame auf der Theke a la Coyote Ugly. Bunny´s liefen für Fotos umher, genau wie Elvis, Spiderman und Darth Vader. Dazwischen Graffiti Künstler die wahre Meisterwerke in Minuten zauberten. Asiaten die Miniskulpturen von Passantenköpfen machten für nur 49 $. Am East End der Fremont Street fanden wir noch das verrückte Heart Attack Grill, wo man bei einem Eigengewicht von 350 Pfund umsonst essen kann. Die Wage stand für alle sichtbar draußen auf der Straße mit einer riesigen Displayanzeige. Von uns kam niemand auch nur ansatzweise daran. Innen saßen die Gäste mit OP-Hemden bekleidet und die Bedienungen kamen in knappen Krankenschwester Outfits. Der Wein wird in IV-Beuteln an einem Ständer serviert, und wer nicht aufisst, wird mit einem Holzfrettchen von seiner Krankenschwester verprügelt. Natürlich mit Blick und ausgestrecktem Hinterteil zur Straße. Hier hat auch das Personal Spaß. An der Decke bestimmt in gut 20 Metern Höhe kann man direkt unter der Videowall die gesamte Fremont Street an einer Zipline im Superman Stil entlangfliegen. Abgefahren.

Wir kehrten dann noch in einer Bar ein, bei der es mal wieder gute und vor allem laute Rockmusik zu hören gab. Aber die Band war ausgezeichnet. Der Margerita auch. Ich habe die Erkenntnis gewonnen, dass mir die Frozen Variante besser schmeckt, als on the Rocks.

Es wurde dann auch schon etwas frischer, also irgendwas unter 25 Grad Celsius und wir machten uns mit vielen Eindrücken auf den Weg zu unseren RV´s. Ein spektakulärer Tag geht zu Ende.

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