Rundflug über die Whitsunday Islands und das Great Barrier Reef
Tour · 20m
Attraktion
Whitsunday Islands
Whitsunday Region, Australien
Attraktion
Great Barrier Reef
Queensland, Australien
Attraktion
Heart Reef
Whitsunday Region, Australien
Essen
australischer Pub
$ · Abendessen
Unser Zug kommt mit ein klein bisschen Verspätung (Ich verkneifen mir jeden Witz über die deutsche Bahn, versteht hier ja eh niemand) früh am Morgen in Airlie Beach an. Geschlafen haben wir im Zug alle mehr schlecht als Recht, ich bin dazu wieder ein klein wenig angeschlagen. Nachdem wir unser Gepäck im Aufbewahrungsraum und den restlichen Proviant im Kühlschrank verstaut haben, gehe ich mit Antonia (aus meiner zweiten Reisegruppe) und Göki (aus meiner ersten Reisegruppe) einen Kaffee trinken und ein wenig den Ort erkunden. Wir laufen am Strand entlang und beschließen, hier unter den Palmen ein kleines Nickerchen zu machen. Hier auf der Südhalbkugel ist ja wie gesagt alles auf dem Kopf, daher wird das Klima auch - je weiter wir nach Norden kommen - immer wärmer und tropischer. Daher könnte ja eine kleine Abkühlung im Meer nicht schaden, so könnte man meinen...leider nein! Denn all diejenigen, die mich bei meinen Reiseplänen vor den australischen Schlangen und Spinnen gewarnt haben, wissen nicht, dass mir eine andere Sache viel mehr Angst macht: Jellyfish! Also Quallen... Hat mich ja sogar auf den Lofoten eine erwischt. Hier wäre das allerdings etwas dramatischer, da an der australischen Ostküste die gefährlichsten Quallen der Welt existieren, darunter Würfelquallen (Box Jellyfish) wie die Seewespe (über die hab ich in der Uni mal einen Vortrag gehalten, ich will sie aber nicht treffen) und Irukandji-Quallen (die sind deshalb so gefährlich, weil sie sehr klein und deshalb kaum erkennbar sind). An den Stränden hier im Norden von Queensland findet man daher diverse Warnschilder und Notfall-Essig sowie die entsprechenden Notrufnummern. Irgendwie ist es schon tragisch, wenn man direkt am Meer lebt und dann doch in das öffentliche Freibad gehen muss... Das ist allerdings wirklich schön hier und heißt nicht ohne Grund "Lagoon". Ein winzig kleiner Bereich im Meer ist mit Netzen abgegrenzt und geschützt, so dass wir eine Notfall-90-Sekunden-Abkühlung wagen. Danach laufen wir noch ein wenig weiter, bis wir uns aufteilen. Ich darf heut nämlich noch ein wenig in die Luft steigen. Ein kleines Flugzeug bringt mich mit 8 weiteren Personen aus meiner Reisegruppe hoch und weit über das Meer. Wir fliegen 20 Minuten in Richtung Horizont und dabei erscheinen langsam die Whitsunday-Islands unter uns. Diese 74 Inseln liegen zwischen Festland und dem Great Barrier Reef, Airlie Beach ist quasi das "Einfallstor" in diese Region. Die Inseln, kleine und große, haben weiße Sandstrände, sind von dichtem Regenwald bewachsen und um sie herum malt das Wasser blauweißtürkisgelbe Muster auf die Oberfläche. Es sieht wirklich nicht nur traumhaft schön aus, sondern fühlt sich an wie ein Traum. Insbesondere in dem Moment, als wir die Inseln hinter uns lassen, ein wenig weiterfliegen und im Wasser noch mehr Muster erscheinen, kleine Inseln unter Wasser, die natürlich keine Inseln sind, so als hätte jemand zu wunderschöner Musik in verschiedenen Türkis-Schattierungen seine Gefühle auf sehr hellblaues Krepp-Papier gemalt und mit graubraunen Filzstift umrandet. Das ist das Great Barrier Reef und mein Herz geht auf, nicht nur weil wir gleich zweimal über das herzförmige Heart-Reef fliegen, sondern weil ich zwar seit 10 Jahren in der Schule über dieses riesengroße Ökosystem und seine Gefährdung erzähle, den Zauber aber tatsächlich erst in diesem Moment richtig spüren kann. Wie sollte es auch sonst sein? Kein Bild der Welt kann die Realität übertreffen. Ich hab ein bisschen Tränen in den Augen, als wir zurückfliegen, nicht nur, weil es schon vorbei ist, sondern weil ich wieder einmal so einen Moment habe, in dem ich von der Schönheit der Welt ganz überwältigt bin. Zurück in Airlie Beach beziehe ich immer noch ganz ergriffen mein Zimmer und mache mir Antonia einen Spaziergang entlang der Küste, bevor wir den Abend gemeinsam mit dem Rest der Truppe in einem australischen Pub ausklingen lassen. Da gibt's Emu-Wurst, Känguru-Steak und Krokodil-Spieß - ich probiere für das volle Australien-Erlebnis ein winziges Stückchen von allem und bleibe dabei: Fleisch ist absolut nicht mein Gemüse. Auch nicht auf der anderen Seite der Welt.
Auf einen Blick
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Wetter
Sommer
Begleitung
Mit Freunden
Stimmung
AbenteuerlichKulturellAbseits der Pfade
Highlights
Ankunft am frühen Morgen in Airlie Beach mit dem Zug
Spaziergang am Strand und kurze Abkühlung in der Lagoon
Rundflug über die Whitsunday Islands
Überflug des Heart Reef
Abend im australischen Pub mit Emu, Känguru und Krokodil
Themen
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