Schahaatz und ich sind dann mal weg
Schahaatz und ich sind dann mal weg
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Grampians

Veröffentlicht: 22.10.2018

Nächtliche Begegnungen mit einem Känguru sind ein ganz bisschen unheimlich. Zumal wenn es so groß ist wie ich, denn immerhin sind das wilde Tiere die boxen und treten können. Hab ich schon mal im Fernsehen gesehen.

Ich wollte zum Klo und bin nichts ahnend mit meiner Kopflampe losgezogen. Plötzlich steht es vor mir, würde sagen so 8 Meter etwa. Und einen Meter von der Klotür entfernt. Hm - was mach ich jetzt? Erstmal versuchen es mit der Lampe zu vertreiben. Also fuchtel ich wie wild rum. Wenig beeindruckt starrt mich das Känguru weiter an. Etwas neugierig neigt es den Kopf. Hm - was nun? Lärm machen fällt als Option aus, dafür ist es zu spät. Also Augen zu und durch, denke ich mir und gehe todesmutig los. Bis auf 2 Meter lässt es mich rankommen. Dann schein es ihm zu blöd zu werden und es hüpft weg. Puh Glück gehabt, schadenfrei das Klo erreicht.

Ausschlafen? Lange ist es her, ich würde sagen mindestens 4 Wochen. Ich weiss schon fast gar nicht mehr wie sich das anfühlt.

Heute durfte ich das mal wieder. Mittlerweile habe ich mich auch an das gepolsterte Brett gewöhnt. Da ist 8:30 schon ausschlafen. Dann ausgiebig frühstücken und faulenzen. 

Wetter ist durchwachsen, eigentlich gut zum Wandern. Na vielleicht später. Wäsche muss noch gewaschen werden und wenn die hängt kanns los gehen.


Erstes Etappenziel “The balconies”. Ein Felsvorsprung der aussieht wie ein Balkon, sagt der Name ja schon. 

Vom Parkplatz ein Fußmarsch von einem Kilometer. So ein Kilometer kann ganz schön lang sein. Wir haben schon überlegt, ob das ein Australischer Kilometer ist. Bei den Walk-Längen-Zeiten geben sie auch immer mehr an. Aber es war tatsächlich nur ein Kilometer. 

Ein knappe Woche nicht viel bewegt, da schwindet die Fitness anscheint ziemlich schnell. Aber wir haben uns durchgebissen, unseren inneren Schweinehund besiegt, sind nicht zwischendurch umgedreht und wurden, für all die Strapazen, mit einer tollen Aussicht belohnt. 




Man gut das man hier an die Sehenswürdigkeiten fast mit dem Auto ran fahren kann.

Nächster Halt “MacKenzie falls”. Ein weiteres Highlight hier in den Grampians. Nur 586 m vom Parkplatz entfernt, was ein schmunzeln auf unsere Gesichter zaubert. Ha, ein Klacks für uns, nach den 1000 Metern von eben sind wir wieder voll durchtrainiert. Allerdings haben die blöderweise den Parkplatz oberhalb der Fälle angelegt. Ihr könnt bestimmt denken was kommt!

Ganz schön viele Treppenstufen runter. 

Bei vollem Atem und nicht mal aus der Puste erreichen wir den Pool am Ende der falls.

Ein Wasserfall, fast so hoch wie die Niagarafälle, nur ein kleinwenig schmaler. 





Muss auch, hat ja lange nicht geregnet, aber immerhin hat er Wasser im Gegensatz zu den falls im Norden.

Ein schöner Platz zum verweilen und um sich mental auf den Aufstieg vorzubereiten. Einige Mutige wagen sich sogar in den Pool, aber man konnte sehen, dass das Wasser anscheinend ganz schön kalt war. Nach eine halbe Stunde haben wir uns dann an den Aufstieg gemacht. Leichtfüßig die ersten Treppen genommen. Wasser wäre jetzt toll, aber das ist ca. 300 Meter über uns. Also weiter, da eine Bank. Gut dass die Sonne noch scheint, dann können wir so tun als wollen wir uns sonnen. 5 Minuten später, die Luft ist wieder da, gehts zum Endspurt. Wir mussten noch den 87 jährigen Inder einholen der 20 Minuten vor uns den Aufstieg begonnen hat. Mit leicht errötetem Gesicht, kommt von der Sonne, hängender Zunge und schweren Beinen erreichen wir den Camper. Endlich Wasser.

Letzter Stop ein Feld mit Kängurus. 

Ich berichtete ja schon, das Kängurus  Abend aktive Herdentiere sind.

Ganz viele, friedlich grasende Kängurus oder Wallabies. Bis auf eine Armlänge bin ich ran (war mutig, die waren ja auch kleiner als ich), vielleicht hätte ich es auch streicheln können, aber wer weiss was die an Tierchen (denke so an Zecken oder Flöhe) mit sich schleppen. Auf jeden Fall mein Highlight des Tages.




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