Lügenfrosch!
Gestern Abend haben wir noch lange draußen sitzen können, bis der Regen anfing. Mangels Fernsehgerät oder einer Couch haben wir dann noch lustige Sachen gemacht, wie Ihr sicher...

Veröffentlicht: 24.07.2022























Der Gewinner des gestrigen Kniffel-Spiels hat den Ausflug für heute festgelegt: André hat sich den Rundwanderweg um den Silvretta-Stausee gewünscht. Also ging es nach dem Frühstück los, die Straße in südöstlicher Richtung bis zur Mautstation in Partenen. Dank der Freizeitpässe mussten wir aber nichts bezahlen. Im Winter ist die Silvretta-Hochalpenstraße komplett gesperrt, beim Blick auf die Karte kann man sich auch sehr gut vorstellen, warum. Kurven um Kurven um Kurven und immer weiter in die Höhe... mir ging ehrlicherweise schon ganz schön die Muffe! Wenn sich dann noch 2 Busse begegnen, da bleibt einem kurz die Luft weg...
Nach ner guten halben Stunde erreichten wir den See, wie so viiiieeeele andere auch an diesem heißen, sonnigen Sommer-Sonntag. Auto in eine freie Lücke am Straßenrand geparkt, Rucksäcke aufgehuckelt und ab die Post.
Der Rundweg des in 2030m Höhe gelegenen Stausees startete über die Hauptstaumauer bis wir den Lichttunnel erreichten. Dort gibt es eine Licht- und Audioinstallation, wo das aktuelle Wetter mit einem wechselnden Farbspiel dargestellt wird. Weiter führte uns der Wanderweg über Schotter, vorbei an kleinen Steinchen, größeren Steinen und riesigen Felsbrocken. Von den Hängen rieselten immer wieder kleine Rinnsaale vom Gebirgswasser. An der südlichen Seite des Sees gab es auf der einen Seite einen riesigen Wasserfall, der in den See führte, andererseits konnte man einige Meter weiter an einer flachen Stelle auch bis zum Wasser ran laufen. Baden ist dort aber natürlich verboten.
Wir haben Fotos geknipst wie die Weltmeister, ihr seht hier nur einen kleinen Auszug davon.
Weiter ging es an der Ostseite des Sees wieder vorbei an etlichen Wasserfällen und Bächlein, die sich aus den Bergen den Weg in den See runter bahnten. Irgendwann lief eine Familie mit einer Kuh vor uns her, die haben sie scheinbar dem ansässigen Bauern abgekauft.
Ein Felsvorsprung am Ufer lud dann als optimaler Picknick-Platz ein. Frisch gestärkt ging es die letzten Meter des Rundwegs über eine Brücke, direkt am größten Wasserfall vorbei, der von Tiroler Seite aus durch den Gebirgskamm in den See springt. Ein Künstler hat sich dort eine Installation ausgedacht, dass er Wasser davon über einen Feuerwehrschlauch abzweigt und über die Brücke spucken lässt, sodass man kurz mal nass wird, wenn man drunter durch läuft (muss man, gibt ja keine Option).
Über die 2.Staumauer ging es dann zurück zum Parkplatz. Nach ungefähr 2 Stunden hatten wir den ca 6,5km langen Rundweg absolviert, ständig umsäumt von den Bergen des Vorarlbergs und Tirol - denn genau dort verläuft die Grenze der beiden Bundesländer. 18 Berge, die über 3000m hoch sind sollen dort sein, wir haben aber nicht nachgezählt.
Es war wieder eine sehr schöne Tour, die auch (noch) nicht zu anspruchsvoll, aber trotzdem unheimlich beeindruckend und atemberaubend war.
Zurück über die wahnsinnige Silvretta-Hochalpenstraße fuhren wir nach St. Gallenkirch ins Cabinski, wo André sich nun über seinen Sonnenbrand auf Armen und Genick wundert. Is ja nicht so, als hätten wir keine Sonnencreme mitgenommen 🤷♀️ ICH war jedenfalls so diszipliniert (und habe NUR Muskelkater in den Beinen... )
Morgen bin ich dran mit Ausflug planen. Ich hab da schon so ne Idee...
Bleibt fröhlich
Tina&André