Bergfest
Eine Woche Urlaub liegt nun bereits hinter uns, Halbzeit. Dafür haben wir ein ganz besonderes Bergfest gefeiert, die erste richtige Bergwanderung vom Hochjoch zur...

Veröffentlicht: 30.07.2022


















Heute war der LETZTE Tag....
...der letzte Regentag! Nachdem es gestern gefühlt den ganzen Nachmittag, Abend und die Nacht durchgängig geschüttet hat, war für heute auch ein verregneter Samstag vorhergesagt worden, aber mit einer Wolkenlücke über den Mittag. Und da wir gestern schon stundenlang versucht haben, die Langeweile mit Kartenspielen zu bezwingen, hatten wir heute absolut keine Lust, nochmal so einen Gammeltag in der Cabin zu verbringen. Also mutig sein, die Sonnencreme gegen die regenfeste Wanderklamotte getauscht und ab ins Auto. Nach 15 Minuten Fahrt erreichten wir die Schafbergbahn in Gargellen. Mit dieser sind wir dann auch im miesesten Regen nach oben auf 2130m Höhe gefahren. Aber da war keine Spur von Regenpause zu sehen. Nagut, dann schauen wir uns das mal paar Minuten an...
Und tatsächlich wurde der Regen weniger, bis es aussah, als könnte es gleich aufhören. Ach was soll's, wir laufen einfach los. Ich hatte sowieso ne einfache Tour rausgesucht, die auf einem breiten Wanderweg gemächlich bergab lief, in etwas mehr als 1,5 Stunden machbar. Ohne Schwierigkeiten, Hindernisse oder komplizierten Aufstiegen.
Es dauerte nicht lange, da ließ sich auch endlich die Sonne blicken. Sie vertrieb immer mehr die Wolken, das sah teilweise aus, als würden die Berge qualmen... herrlich anzusehen. Unterwegs wurden wir immer wieder von Karts, also 3rädrige Gefährte, überholt. Der Weg nach unten war nämlich gleichzeitig eine Strecke, die man mit ebensolchen Fahrzeugen den Berg im Highspeed runterbrettern konnte. Die Leute hatten echt Gaudi!
Nach einem kurzen Päusschen entdeckte André einen Wegweiser, der zur "Kessl Hütte" verwies. Auf meinen Einwand, dass ich dazu keine Wanderroute rausgesucht habe, wir nicht wissen, wie der Weg dahin beschaffen ist oder was auf uns zukommt, reagierte er gänzlich ungewöhnlich mit "Egal, wir machen jetzt spontan, das wird schon geil!"
Hä? Was ist denn mit ihm passiert? Aber ok... dann ma los.
Der schöne breite, glatte und einfache Weg wurde von nun an zum 2-Füße-schmalen Trampelpfad, der mit Geröll und Wurzeln durchzogen war, hoch und runter ging, eine Pfütze nach der anderen darbot und gerne auch mal Matsch oder glitschige Stellen.
Aber dank des inzwischen traumhaften Wetters machte das richtig Spaß, so durch die Landschaft zu stapfen, hin und wieder an Rinnsaalen aus den Bergen vorbei oder über die Holzbrücke, die über einen rauschenden Bach führte.
Nach einiger Zeit erreichten wir dann auch die Kessl Hütte, eine urige kleine Bergkneipe direkt in der Nähe eines Skilifts. Da brennt im Winter sicherlich die Hütte, im wahrsten Sinne! Apres-Ski nonstop. Für uns reichte aber eine kurze Einkehr auf ein kühles Radler und schon setzten wir den Weg fort. Der ging nun aber nicht gemächlich, sondern ganz schön steil bergab, der Regen setzte nun auch wieder ein und wir mussten echt aufpassen, dass man bei dem Schotter nicht wegrutscht. Gut durchnässt kamen wir nach gut 2,5 Stunden und 7km Weg wieder an der Talstation an. Jetzt war es an der Zeit für ein ordentliches Mittagessen: Grillteller für mich und Leberkäs mit Spiegelei für André, lecker!!!
Viel zu sehen gibt es aber auch in Gargellen nicht, weshalb unser Rundgang durch den Ort auch nur kurz dauerte.
Nun sind wir zurück im Cabinski und wechseln alle 10 Minuten den Sitzplatz zwischen drinnen und draußen. Mistwetter!
Aber ab morgen steht bis zum Ende unseres Urlaubs nur Sonne und kein Regentropfen auf dem Plan. Das nutzen wir auf jeden Fall noch reichlich aus, verlasst euch drauf!
Bleibt fröhlich
Tina&André