Bonjour & Buenos Dias
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Collioure & Port Vendres

Veröffentlicht: 16.09.2021

Gestern sind wir von Fontvieille nach Collioure aufgebrochen. Collioure ist ein altes Fischerdorf und liegt direkt am Mittelmeer. Das Örtchen wurde uns empfohlen und was soll ich sagen, es war die Reise wert. In meinen Augen, das schönste Örtchen mit den buntesten Gassen. Bei jeder Gasse, in die wir hineingegangen sind, hieß es nur hui sieh mal dort und schau mal da. Es war alles bunt und voller Blumen, tollen Blumenkübeln und Wandmalereien. Alles war so stimmig und hatte ein ganz besonderes Flair. Sogar der Obstladen sah einfach nur goldig aus und ich musste mich dort mit Pfirsichen & Feigen eindecken. Ich war mega begeistert. Am Hafen haben wir den Blick auf das Meer genossen und lecker zu Mittag gegessen. Dabei sind uns erst die vielen Reisegruppen Ü80 aufgefallen. Zig Leute liefen ihrem jeweiligen Fähnchenträger hinterher. Wir dachten, Collioure sei ein Geheimtip :-))))! Gefühlt sind wir durch jede Gasse gelaufen und haben zig Fotos geschossen. Littlefoot wurde auch wieder unendlich oft gepöngelt, ach, die Kleine genießt das, natürlich nur solange sie auf unserem Arm ist :-)! Wir konnten uns nur schwer von Collioure trennen, aber unsere Unterkunft lag in dem Nachbarort Port Vendres. Hier haben wir am Abend unser Zimmer bezogen und sind noch den Hafen abgelaufen. Es wurde noch Crêpes mit Nutella gefuttert und dann ging es ab ins Bett. Wir wollten nämlich zeitig ins Bett, damit wir ausgeruht nach Saragossa starten können. Der Wecker war auf 7:00 Uhr gestellt. Aaaaber den brauchten wir gar nicht. Es war eine soooooooo beschissene Nacht. Daniela hatte diesmal irgendwelche Geräusche gehört und mich aus meinem Tiefschlaf gerissen. Sie fragte mich "hörst du DAS was ist DAS"? Das war so schlimm, ich wusste erst gar nicht, wo ich war und dann hörte ich auch dieses Geräusch. Aber ehrlich gesagt, sch.... egal... keine Ahnung was es war, ob ein Tier oder Regentropen.... grausig. Ich konnte nicht mehr einschlafen, jedes Geräusch war MEINS - ätzend -!!!!!

Hmmm, der Morgen war für uns beide ein Graus. Wir hatten beide Kopfschmerzen und dicke Augen. Beim Auschecken hatte Daniela auf die Frage "wie denn unser Zimmer war" von unserer Nacht berichtet. Das war dem Typen so unangenehm. Er hat dann Littlefoot nicht berechnet und noch einen Rabatt von 10 % gegeben. Na, ich hätte lieber durchgeschlafen!!!

Wir waren gerade vom Hotel weg und auf einer Landstraße, kurz vor einem Tunnel mit dem Auto unterwegs. Dann sahen wir, wie die Autos vom Gegenverkehr ganz langsam mit Warnblinklicht fuhren. Wir sahen ihn gleichzeitig: ein großer schwarz-weißer Hund lief mitten auf der Fahrbahn. Das war so schlimm. Wir haben auch sofort gehalten und das Warnblinklicht angemacht. Das Ehepaar neben uns ist ausgestiegen und wollte den Hund locken, doch der lief dann zurück in den Tunnel. Grausig, ich hatte von Littlefoot Lecker geholt und schon die Leine in der Hand, aber der Hund war so panisch. Seine Zunge hing ihm komplett aus dem Hals und immer wieder drehte er sich ängstlich zu allen Seiten um. Wir sind dann ganz langsam hinter ihm her und haben dem Gegenverkehr mit Fernlicht signalisiert, langsam zu fahren. Das hat auch funktioniert. Daniela ist dann hinter dem Tunnel rechts rangefahren um die Polizei zu rufen, aber die fuhren dann schon an uns vorbei. Keine Ahnung, ob sie den Hund eingefangen haben. Hoffentlich ist alles gut gegangen. Auf solche Erlebnisse kann man wirklich verzichten. Die Situation ist uns noch eine Weile nachgelaufen.

Da die Pyrenäen die nächsten Tage unter einer Regendeck hängen, mussten wir die geplante Tour leider anpassen und sind heute bis Saragossa durchgefahren. Hier bleiben wir die nächsten drei Tage. Eigentlich sind wir etwas außerhalb von Saragossa, da wir beide keine Lust auf ein Stadthotel hatten. Wir haben uns wieder eine private Unterkunft gemietet. Ein komplettes altes Haus mit Pool und allem was dazu gehört (z.B. 4 Bäder, 5 Schlafzimmer, Whirlpool, etc.). Als wir von der Autobahn runter sind und das Navi nur noch 1,3 Km anzeigte, meinte Daniele zur mir "ich komme mir vor wie in einem Western, weit und breit nur karge Landschaft und ein abgestorbener Busch wird über den Weg geweht..."! Hmmm, ich erwiderte darauf "ich komme mir vor wie in einem Horrorfilm, zwei Frauen alleine in einem riesigen abgeschieden Haus und der Besitzer ein Psychopath, der Frauen klein schneidet und einfriert"! Daniela fand das überhaupt nicht lustig, na ich auch nicht :-)! Nun, wir mussten noch durch ein kleines Örtchen fahren und dann stand dort auch schon das Hinweisschild mit unserer Unterkunft. Der Besitzer kam uns schon entgegen und ist super nett :-)! Er hat uns mit einem Korb frischen Feigen, Weintrauben und Tomaten aus dem Garten begrüßt. Wenn wir das aufgegessen haben, dürften wir uns selbstverständlich bedienen. Das hätte er nicht sagen sollen, ich werde dem alle Feigen vom Baum holen....smile. Mega lecker frische Feigen, ein Traum. Jetzt noch schnell zur Unterkunft, die ist der absolute Wahnsinn und für uns zwei - ups drei :-) - viel zu grooooooß.

So jetzt sind wir tooooootaaal ko und werden ins Bettchen hüpfen und hoffentlich gut schlafen.

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