Bonjour
3 Wochen Rundreise durch Frankreich

Arles, Fontvieille, Gordes & Les Baux-de-Provence

Gestern sind wir von der Côte d’Azur Richtung Arles aufgebrochen. Ich wollte unbedingt nach Arles. In zig Reiseberichten stand, dass man auf jeden Fall nach Arles fahren muss, wenn man in dieser Region sei. Das haben wir auch getan. Schon die Anfahrt zu diesem Ort war merkwürdig. Irgendwie fehlte uns beiden, oh sorry Littlefoot, uns dreien das gewisse provenzalische Flair. Nun denn, wir sind in die Altstadt rein und auch hier waren wir "drei" enttäuscht. Einige Gebäude, natürlich auch die Überreste vom Amphitheater, waren sehenswert, aber die Häuser sowie die Gassen sahen alle irgendwie gleich und schrumpelig aus. Es fehlten uns hier die bunten Blumenkübel und überhaupt der Schnick Schnack an den Wänden. Wir schauten uns an und waren uns einig, nix wie weg hier. Ich denke, für Kunstliebhaber ist dieses Städtchen sehenswert, da dort zig Ausstellungen sind. Aber für uns war es leider nichts besonderes.

Also sind wir weitergefahren nach Fontvieille. In diesem süßen Dorf ist nämlich unsere Unterkunft und wir haben es uns direkt am Pool gemütlich gemacht. Eigentlich sind Hunde am Pool verboten, aber Littlefoot es sich auf ihrem Handtuch auf einer Liege gemütlich machen und sich von dem stressigen Tag erholen. Nach fast genau 100 Bahnen im Pool, okay bei mir waren es 99 weniger sind wir raus und haben uns für einen Spaziergang und das Abendessen fertiggemacht. Zu Fuss sind wir durch das Dörfchen geschlendert und wir waren so begeistert von dem Flair. Diese kleinen schnuckeligen Gassen und die lieben Leute, ach, das ist einfach nur schön. Auf dem Marktplatz haben wir ein tolles kleines Restaurant entdeckt. Ich hatte eine Bowl und Daniela einen Salat bestellt. Beide Essen waren fantastisch. Wir waren uns einig, das war bisher das BESTE ESSEN in Frankreich. 

Heute bin ich von einem leisen Plätschern wachgeworden und ich dachte an den Brunnen, der draußen vor unserer Unterkunft steht. Ich lächelte und riss die Vorhänge bei Seite. Doch was ich dann sah, war gar nicht mehr zum Lächeln. Draußen war ein Gewitter im Gange. Der erste Regen in Frankreich. Dieser hielt aber nicht lange an. Die Wolken haben sich gegen 14:00 Uhr verzogen und dann kam die Sonne wieder zum Vorschein. Wir haben uns von dem Niesel nicht abschrecken lassen und sind heute zeitig nach Gordes gefahren. Auf dem Weg nach Gordes meinte ich zu Daniela, irgendwie ist die Landschaft hier ganz anders, als in Flayosc oder Salernes. Hier waren keine Weinfelder. Es lagen große Apfel-, Birnen-, Pfirsich- und Mirabellenplantagen zu beiden Seiten. Auch riesige Felder mit Tomatenpflanzen und Kürbissen tauchten immer wieder neben uns auf. So ca. 5 Km vor Gordes - hinter einem Kreisverkehr - war es so, also hätte jemand einen Vorhang beiseite geschoben. Es lagen Weinfelder, Olivenhaine und die spitzen großen Zypressen "Cyprès de Provence" neben uns. Das war der Anblick, den wir kannten und in den wir uns verliebt haben. Gordes ist ein tolles altes Dorf mit schönen Aussichtspunkten. Wir sind durch die Altstadt gebummelt und haben uns die Sehenswürdigkeiten angeschaut.

Da wir noch Zeit hatten sind wir weiter zum nächsten Dorf gedüst. Es ging auf nach Les Baux-de-Povence. In Les Baux ist u.a. ein Highlight eine alte Burg, von der man immer wieder fantastische Ausblicke auf die Umgebung hatte. Es hat uns super gefallen. Daniela hat sich noch von einem Audioguide berieseln lassen und ich bin mit Littlefoot auf eine Limonade ins Örtchen rein. Als wir zurückgefahren sind hat unser Navi uns über eine sehr merkwürdige Straße geführt. Daniela meinte irgendwann, "die Straße ist gar nicht hier eingezeichnet". Hmmm, wir standen Mitten auf einem Golfplatz. Also nicht auf dem Grün, sondern auf einem kleinen engen asphaltieren Weg. Ich fand das peinlich, zum Glück war niemand zu sehen, aber irgendwie sind wir einfach  weitergefahren und kamen da unbeschadet raus. 

Mal sehen wo es morgen hingeht, da sind wir uns noch nicht so sicher :-), in dem Sinne, gute Nacht :-)!


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