Die letzten beiden Tage waren unfassbar schön. Wir sind absolut zur Ruhe gekommen, haben viel gelesen (Bücher!) und einfach die Atmosphäre genossen.
Vorgestern abend haben wir gegrillt und Lagerfeuer gemacht, aber leider gesellte sich niemand dazu.
Gestern ist Björn auf Andrés Wunsch eingegangen und hat ihm große Holzstücke bereitgestellt, die er mit seiner Axt selber hacken durfte. Nun ist die gute Hultafors auch endlich eingeweiht. Anstrengend wie Sau, aber trotzdem sehr erfüllend, André war danach stolz wie Bolle.
Wir beobachteten noch den ein oder anderen Bootsfahrer und machten dann wieder alles fürs Feuer fertig. Diesmal habe ich es mit aufgerauhter Birkenrinde entfacht, leider gibt es kein Beweisfoto davon. Und unser Titantopf kam zum Einsatz, darin habe ich mir die restlichen Nudeln warmgemacht. Für André gab es nochmal ne Bratwurst. Es macht einfach zuviel Spaß, draußen über Feuer zu "kochen".
Etwas später gesellten sich zum Abschluss nochmal Rieke und Björn zu uns und wir erfuhren ein paar Storys, wie dreist und frech manche Gäste sein können. Aber größtenteils sind sie anständig und es macht den beiden in der 3.Saison immer noch Spaß. Als von oben ein paar Regentropfen fielen, checkte Björn die Wetterapp und meinte "da kommt ein gewaltiges Regengebiet auf uns zu. Ich tippe mal, noch 3 Minuten."
Und haargenau 3 Minuten später schüttete es aus vollen Kannen! Die Wiese stand urplötzlich unter Wasser. So ein abruptes Ende hatten wir uns nicht gewünscht, aber was willste machen?
Heute morgen gönnten wir uns noch ein letztes Mal frische Brötchen zum Frühstück, bevor wir unsere 7 Sachen verräumten und uns abfahrbereit machten.
Nach einer herzlichen Verabschiedung und dem Versprechen, wann immer wir wieder nach
Schweden kommen, ist ein Aufenthalt im Nya Skogsgarden garantiert, ging es für uns dann nach 3 Tagen wieder auf Achse.
Ein paar Kilometer später erreichten wir die norwegische Grenze, die man nur durch das Schild am Straßenrand bemerkte. Noch ein wenig später kam ein Hinweis, dass wir uns auf einer Mautstraße befinden, die wir aber gleich wieder verlassen haben.
Da ich wieder im Vorfeld einen Platz für die nächsten Stunden bzw Nacht ausfindig gemacht hatte, folgten wir den Anweisungen im Navi und standen bald darauf an einem Parkplatz mit Badestrand, wo das Freistehen mit Camper erlaubt ist.
Hier gibt es eine kleine Holzhütte mit Panoramafenster und Kamin, wo man es sich bestimmt bei unschönem Wetter ganz gemütlich machen kann. Aber heute scheint überwiegend die Sonne bei 20°C, da kann man auch ne kleine Wanderung durch den angrenzenden Wald machen. Die freilaufenden Kühe direkt an unserem Platz fanden das bestimmt auch ne gute Idee.
Gesagt, getan. So stapften wir wieder einmal über Holzstege, Bächlein, vorbei an Pilzen und Beeren und sicherlich nicht ganz legalen Feuerstellen.
Ab und zu führte uns der Weg ans Seeufer und wir konnten StandUp-Paddeler beobachten.
Als wir zurück zum Auto kamen, hatten die Kühe ihren schattigen Platz unter den Bäumen verlassen und standen nun auf der gegenüberliegenden Seite im Gras, oder auf der Straße. Ok.. so läuft das ja hier in Norwegen. Es kann immer mal ein Tier auf der Straße stehen. Hab ich schon oft gelesen.
Wir genießen jetzt noch die Sonne am See und ich recherchiere dann ein paar Ziele für morgen. Mal schauen was
Norwegen so zu bieten hat.