Auszeit - Reise Richtung Osten
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Gegen 8.00 Uhr morgens verabschiedeten wir uns von unseren Gastgebern und verliessen via Boottaxi die Kecil Perhentian Island. Zu Fuss gingen wir vom Pier zur nahegelegenen Busstation. Wir kauften ein paar Snacks und rund eine Stunde später sassen wir im Bus Richtung Kuala Terengganu. Gegen Mittag trafen wir dort ein. Bevor wir den nächsten Bus nach Marang bestiegen, verpflegten wir uns am Busbahnhof mit einem leckeren Nasi Ayam. Für CHF 1.25 wurde uns ein hausgemachter Eistee, Reis, Poulet, Salat und eine Suppe serviert! Alles frisch und lecker. Leider ging unsere Bestellung unter. Erst kurz vor der Abfahrt unseres Anschlussbusses erhielten wir unsere Speisen. Wir brachten es nicht übers Herz, das Essen stehen zu lassen. Wir verpassten in Folge den Bus, dafür war unser Wirt mit unseren leergeputzten Tellern äusserst zufrieden. Leider steckte unser nächster Anschlussbus im Ramadan-Verkehr (analog zum Schweizer Osterverkehr) fest und die Ankunft verzögerte sich um mindestens eine Stunde. Da wir keinenfalls die Fähre verpassen wollten, entschieden wir uns, ein Taxi zu nehmen. Zusammen mit drei Mädels aus Deutschland teilten wir uns die Fahrkosten, die erstaunlicherweise kaum höher waren als der Preis für das Busticket. Wir erreichten den Hafen rechtzeitig und bestiegen zu fünft das Boottaxi. Die Überfahrt nach Pulau Kapas dauerte nur eine Viertelstunde, war aber aufgrund des mittelstarken Windes sehr wellig. Das Boot setzte uns direkt vor unserem Camping ab und innert weniger Minuten hatten wir unser kleines Zelt bezogen. Auf dem Zeltplatz lief alles sehr locker ab. Dies war sehr angenehm, hatte aber auch zur Folge, dass die Besitzer nicht wussten, wer wie lange bleibt und ob noch Zelte frei sind. Über das chaotische Vorgehen mussten wir insgeheim etwas schmunzeln – typisch Asien.

Was uns am Campingplatz sehr gut gefiel, war die Atmosphäre. Die anwesenden Spanier, zirka die Hälfte aller Gäste waren Spanier, sorgten für eine sehr familiäre Stimmung. Jeder Neuankömmling wurde sofort integriert. An den Abenden wurde jeweils gemeinsam Volleyball oder Kartenspiele gespielt. Einige kochten auch gemeinsam. Wir hatten für die wenigen Tage keine Lebensmittel mitgebracht. Wir verpflegten uns in den nahegelegenen Restaurants.

Tagsüber unternahmen wir Schnorchel-Ausflüge. An einem Tag nahmen wir den Dschungelpfad auf die andere Inselseite. Hin- und Rückweg hatten es in sich. Der Weg verlief durch ausgetrocknete Flussbette sowie unter und über umgestürzten Baumstämmen hinweg steil bergauf und -ab. Richtig abenteuerlich. Pulau Kapas ist wirklich eine Paradies für Schnorchel-Fans. Rund eine Stunde erkundeten wir auf der anderen Seite angekommen die Unterwasserwelt. Dabei entdeckten wir unterschiedliche Fische und auch einen Hai. Der gesichtete Schwarzspitzen Hai war zirka 140 cm lang – sehr eindrücklich. Und im Übrigen auch völlig ungefährlich. Uns gefielen das relativ gesunde Korallenriff und die bunten Fische. Nur der angeschwemmte Müll am Ufer passte absolut nicht ins idyllische Landschaftsbild. Der Plastikmüll ist jedoch eine traurige Realität.

Der andere Ausflug führte ans nordwestliche Ende der Insel. Hier war das Riff leider nicht mehr so gut in Takt, wie auf der anderen Inselseite. Trotzdem hatten wir ein Erfolgserlebnis. Wir fanden gleich zwei Taucherbrillen inkl. Schnorchel auf dem Meeresgrund. Damit erübrigte sich auch die Frage, ob wir uns eingene Brillen kaufen sollen. Beide Brillen waren in einem guten Zustand.

Die restlich Zeit verbrachten wir am Strand. Pulau Kapas – den Tipp hatten wir übrigens von anderen Reisenden erhalten – ist wirklich ein Juwel. Die Strände können fast mit dem hohen philippinischen Standard mithalten. Zudem ist die Insel noch eher unbekannt und dadurch auch nicht von Touristen überrannt.

Nach vier weiteren Nächten im Zelt, freuen wir uns auf ein weiches Bett. Mit dem Bus geht es auf dem Landweg zurück nach Kuala Lumpur.

Malaysia

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