Auszeit - Reise Richtung Osten

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Camiguin Island

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Die Philippine Airlines haben sich etwas ganz Spezielles ausgedacht, um allen Reisenden mit Aufgabegepäck den Flug möglichst zu erschweren. Das Prinzip funktioniert folgendermassen: In der günstigsten Preiskategorie können als Handgepäck eine grössere Tasche (7 kg) und eine kleinere Tasche (4 kg) mitgeführt werden. Das Aufgabegepäck wird nach Gewicht berechnet. Pro Kilogramm müssen 200 Peso (rund 4 Franken) bezahlt werden. Hätten wir unser Gepäck als solches aufgegeben, wäre dies teurer gewesen, als das Flugticket. Das grosse Umpacken nahm seinen Lauf. Unsere schmutzige Wäsche war auf einmal Gold wert, sodass wir alles mit ins Flugzeug nahmen. Ausgerüstet mit prallgefüllten Tagesrucksäcken und je einem riesigen Plastiksack – zum Glück überprüfte niemand das Gewicht des Handgepäcks – bestiegen wir die Turboprob-Maschine. Unsere beiden Rücksäcke wogen übrigens je nur noch 5 kg. Das Prinzip der Philippine Airlines haben wir nicht ganz verstanden. Ob das Gepäck oben oder unten im Flieger verladen wird, macht unserer Ansicht nach nun wirklich keinen Unterschied... Der Flug verlief angenehm. In Cebu angekommen, entschieden wir uns spontan auf die kleine Insel Camiguin zu fliegen. Den Flug buchten wir gleich vor Ort und nur zwei Stunden später sassen wir erneut in einer kleinen Maschine.

Auch dieser Flug war ruhig. Nur konnten wir aufgrund der Überlastung der Landbahn nicht sofort landen. Wir drehten sechs Schlaufen und setzten anschliessend sicher auf. Bei der Betrachtung des Flughafens mussten wir über den Begriff „Überlastung der Fahrbahn“ schmunzeln. Das ganze Areal besteht aus einer kleinen Abflugs- und Ankunftshalle und einer einzigen Landebahn. Vermutlich mussten sie zuerst eine Horde Wasserbüffel von der Rollbahn scheuchen, bzw. den Hirten finden, der die Büffel verscheuchen kann. ;-) Die Ankunftshalle war nach einigen Minuten komplett verlassen. Nur wir vier Schweizer und zwei Sicherheitsbeamte blieben zurück. Pünktlich um 12.00 Uhr gingen aber auch diese in die Mittagspause und wir hatten das gesamte Gebäude für uns. Unsere intensive Recherche nach einer preiswerten Unterkunft verlieft relativ erfolglos. Wir beschlossen, nach Yumbing zu fahren, weil sich dort angeblich viele lokale Unterkünfte befinden. Mit dem Taxi düsten wir los und wurden gleich bei der zweiten Unterkunft fündig. Für 20 Franken pro Zimmer bezogen wir zwei Familienzimmer mit je zwei Doppelbetten. Platz stand uns also genügend zur Verfügung.

Camiguin ist eine sehr saubere, grüne und erstaunlich untouristische Insel. Es sind vor allem die Einheimischen, die hier Ferien machen. Camiguin hat einiges zu bieten. Wir unternahmen zwei Schnorchel-Ausflüge. Im Giant Clams Sanctuary werden riesige Muscheln gezüchtet und im Meer ausgesetzt. Bei einem kleinen, von Kindern durchgeführten, Rundgang erfahren wir einiges über den Lebensraum der Riesenmuscheln, deren Nahrung sowie deren Fortpflanzung. Riesenmuscheln sind wegen der Überfischung, der Umweltverschmutzung und als Folge des Klimaphänomens El Nino (veränderte Strömung, die zur Erwärmung des Wassers führt) vom Aussterben bedroht. Die Tiere können gemäss Angaben der Kinder bis zu zwei Metern lang werden und ein Gewicht von 400 kg erreichen. Die Tiere erleuchten in den unterschiedlichsten Farben. Ausschlaggebend ist hier nicht die Abstammung, sondern die Algenart, die sich auf ihren Mantellippen ansiedelt. Zusammen mit zwei Guides dürfen wir die Riesenmuscheln nach dem Unterricht im Meer betrachten gehen. Wir entdeckten kleine, mittelgrosse und riesige Exemplare in allen möglichen Farben. Im Vorfeld wurden wir gewarnt, die Muscheln nicht zu berühren, da diese ansonsten zuschnappen würden und womöglich eine Hand abtrennen könnten. Dies ist eine bewusste Fehlinformation, um vor allem den chinesischen Touristen Angst einzujagen. Die Riesenmuscheln haben in Wahrheit einen sehr langsamen Schliessmechanismus. Aufgrund der starken Strömung konnten wir uns nur sehr kurz bei den Muscheln aufhalten – beeindruckend war der Ausflug aber allemal. Der zweite Schnorchel-Spot befindet sich beim versunkenen Friedhof. Nach dem Vulkanausbruch von 1871 ist der Friedhof abgesunken. Heute findet man dort gesunde Korallen und zahlreiche Fischsorten. Da wir unseren Ausflug bei Ebbe starteten, mussten wir gut aufpassen, nirgends anzuecken und nichts zu berühren. Teilweise schwebten wir nur einen halben Meter über die Korallen hinweg. Es handelt sich um ein wunderschönes und buntes Korallenriff. Wir konnten die kleinen und mittelgrossen Fische aus nächste Nähe betrachten. Mathias und Markus entdeckten gar eine Seeschlange. Diese sind giftig, aber nicht aggressiv.

Wir unternahmen Ausflüge zur White Island und der Mantigue Island. Die White Island ist eine Sandbank, die sich nur wenige hundert Meter von der Hauptinsel befindet. Der Sand ist weiss und das Wasser türkis. Die Mantigue Island ist grösser und etwas weiter von Camiguin entfernt. Auf der Insel befindet sich ein Fischerdorf und ein kleines Restaurant. Die Auswahl beschränkte sich auf Reis mit Fisch, Muscheln, Schwein oder Hähnchen. Der Fisch war frisch und schmeckte ausgezeichnet. Als Vitamin und Mineralien Quelle musste ein Bier ausreichen. Die Insel ist definitiv einen Ausflug wert. Der Strand ist wunderschön und ein Riff liegt nur wenige Meter vom Strand entfernt. Hier entdeckten wir ganze Fischschulen. Die Riffe um Camiguin sind in einem erfreulich guten Zustand.

Auf Camiguin können Wasserfälle, kalte und warme Quellen besucht werden. Die Bewohner tragen Sorge zu ihrer Insel und sind mächtig stolz auf ihre Heimat. Ein Bademeister hat uns über eine Stunde lang jede der zwölf Attraktionen der Insel vorgestellt und uns auch gleich ein passendes Programm zusammengestellt. Wir haben zwei Wasserfälle, eine Soda-Quelle und eine warme Quelle besucht. Die Soda-Quelle hat nicht gesprudelt und die heisse Quelle war eher warm als heiss, aber trotzdem war beides schön. Sehr faszinierend ist vor allem die Natur. Es gibt regelrechte Palmen- und Regenwälder. Die ganze Insel ist mit Palmen überwachsen und beherbergt insgesamt sieben Vulkane. Auf Feldern wird Reis angepflanzt, der in einer saftig grünen Farbe erstrahlt. In der Regenzeit sind die Farben bestimmt noch intensiver.

Mit der Fähre geht die Reise weiter auf die Nachbarinsel Bohol.

Ps: Wir bedanken uns bei Iris und Markus für die tollen Drohnenaufnahmen.

Hier noch ein kurzes Video von einer Schlange beim Schnorcheln:

https://youtu.be/NoAIByuXyj0

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