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Aufgesattelt 1

Veröffentlicht: 15.06.2019

Liebe Freunde,ich sitze in Tiflis in einem Internet Café, so was habe ich noch nicht gesehen. Es geht gar nichts und so muesst ihr euch mit einer kurzen Zusammenfassung begnügen.Es geht uns gut, wir sind wohlauf, gesund und geniesen bisher die Reise sehr.Nachdem wir mit den meisten von euch einen schoenen Abschiedsbrunch hatten, sind wir am Nachmittag des 18.4. von Ingrid, Christel und Hickel brachten uns zum Zug nach Frankfurt. Von da aus verbrachten wir eine relativ gute Nacht im Flixbus und erreichten nach 18 Stunden Budapest. Wir hatten Glück und bekamen fuer die Nacht einen Schlafwagen nach Bukarest. Diese Reise war fuer unsere Raeder ein Abenteuer, mein Rad kam in die Dusche, Stephans Rad mit ins Abteil und den Schaffner bekam 40 Euro. (Leider gibt es kein Bild - muesst ihr euch denken.Da wir Bukarest schon kannten, fanden wir auch ganz schnell unser Hotel, wobei wir vorher in einem gemütlichen Café ganz nette Leute kennengelernt hatten, die uns mit einem kleinen Talisman beschenkten. Im gleichen Guesthouse wie bei unserem letzten Aufenthalt fühlten wir uns gleich wie Zuhause. Den Abend und den naechsten Tag trafen wir unsere Freundin Marina, die mit uns auf den Bauern und Flohmarkt ging und wir hatten eine kurze schoene Zeit zusammen.Bukarest hat uns noch besser gefallen als vor drei Jahren. Es ist eine moderne Stadt mit vielen Events, guten Kneipen, Restaurants und interessante Büchereien, die zum stöbern einladen.Doch leider ging es nach zwei Naechten weiter mit dem Zug bis nach Konstanza, dort haben wir vor drei Jahren aufgehört und so starteten wir dort.Abends kamen wir in Vama Veche (Sued Rumänien, 3 km vor der Grenze nach Bulgarien) an, eigentlich ein Hippieort, aber noch total verschlafen. Es ist tagsüber relativ warm, doch in der Nacht wird es bitter kalt, so das wir unser noch eingepackt lassen mussten.Dann ging es Bulgarien an der Kueste entlang. Endlich sassen wir auf unseren Reedern, genossen die leere sowie die gute Strasse, die Sonne kam raus, Schafs und Ziegenhirte mit ihren Herden, Bauern mit ihren Pferde oder Eselgespannen kamen uns entgegen, die Landschaft war etwas hügelig und so nicht langweilig, einfach Klasse. Abends kamen wir in Kavarna glücklich an, da es leider immer noch nachts bitterkalt wurde, nahmen wir noch ein Zimmer, (dies änderte sich leider nicht bis jetzt).Wir kochten uns etwas, zum Glück hatten wir etwas besorgt, denn es gab gar nichts wo wir hätten was essen können.Der nächste Tag lehrte uns was es heisst die Kuestenstrasse entlang zu fahren. Es begann gleich mit einem 3 km langen, steilen Anstieg und zu unserem Entsetzen blieb es den ganzen Tag so. Es ging mehr bergauf als bergab und nach nur 30 km waren wir total erledigt. Wir spuerten jedes Kilo auf unserem Rad, unsere Kniee und jeden einzelnen Muskel im Arm vom vielen schieben. Doch so schlimm der Stress war, entschädigte uns die traumhafte Landschaft um uns herum.In Balchik angekommen, beschlossen wir dort zwei Naechte zu bleiben, was sich auch gelohnt hatte, ein noch ruhiger Badeort, netten Kneipen und richtig gemütlich. Von hier aus unternahmen wir Ausflüge mit Rad und Zufuss.Zwischen Balchik und Varna machten wir noch am berühmten Sonnenstrand einen kurzen Stopp. Malle ist nichts dagegen, nur Rummel, deutsche Kneipen, und nur Alkohol, Chips und Flips zu kaufen. Dort schafften wir es noch nicht mal ein Foto zu machen.Weiter ging es dann bis Varna, wo wir drei Tage blieben. Die Stadt ist ganz toll, wir Da noch nicht Saison war, konnten wir uns am Strand in der näheren Umgebung gut bewegen (in der Hauptsaison ist es bestimmt der Horror).Wir stellten erfreut fest, dass die Bulgarien sehr, sehr kinderfreundlich sind. Es gibt viele intakte Spielplätzen, fuer jedes Alter, in den Parks darf man auf die Wiesen, zwischen den Blumen und Bäume spielen.Weiter genossen wir den herrlichen Fisch am Meer, am liebsten assen wir die Sprotten, knusprig gebraten. Das Gemüse, das Obst schmeckte uns sehr gut, denn z.B. eine Tomate schmeckt nach Tomate usw.Bis nach Burgas beschlossen wir, den Zug zu nehmen, denn alle rieten uns ab weiter die Kueste entlang zu radeln. Irgendwie kamen wir uns ganz schoen doof vor, aber unsere Kniee brauchen wir noch ein wenig.Burgas selber hat uns nicht so gut gefallen wie Varna. Auch hier machten wir viele Ausflüge.Wir besuchten einen ganz tollen Vogelparrk etwa 20 km weiter entfernt, besichtigten die Kathedrale und mussten überall feststellen das um diese Zeit noch nicht viel los ist, da es noch zu kalt fuer den Tourismus ist.Wir haben festgestellt, dass Bulgarien ein sehr armes Land ist, die Menschen leben sehr bescheiden, in Behausungen die sich keiner von wuenscht und fuer uns unvorstellbar sind. Viele haben keine Arbeit, haengen auf der Strasse herum und trinken unmengen von Alkohol. So hatten wir auch eine sehr unangenehme Begegnung mit einer Gruppe Jugendlicher, die Stephan den Rucksack klauen wollten und fast handgreiflich wurden. Zum Glueck hatten wir unsere Raeder.Sonst ist Bulgarien viel sauberer als Rumaenien und wie gesagt sehr sehr kinderfreundlich. Zu Fremden sind sie zuruckhaltend und wirken erstmal unfreundlich, was sich aber legt wenn wir ins Gespraech kamen.Am 3. Mai ging es dann auf die Faehre nach Georgien. Die Ueberfahrt dauerte drei Naechte und war richtig gemuetlich, Wir hatten zu Zweit eine vierer Kabine, trafen zum erstenmal auch andere Weltradler und waren eine Gruppe von zwei Belgier, zwei Franzosen einen Deutschen und wir Zwei. Da gab es viel zu erzaehlen und auszutauschen.In Georgien holten uns Regina und Reinhard (Stephans Schwester mit Mann) ab. Mit ihnen sind wir hier eine Woche zusammen. In Tiflis gibt es sehr viel zu sehen und wir latschen uns die Fuesse wund, von einer Kathedrale zur anderen, durch die Stadt, zur Burg, am Fluss entlang und geniessen das gute Essen, dass sehr einfach ist aber sehr schmackhaft.Was wir bisher von Georgien gesehen und gelesen haben, herrscht hier eine grosse Armut, die Menschen leben in Wohnungen, Haeuser die bei uns keiner mehr betreten wuerde und es gibt viele Bettler. Doch die Menschen sind freundlich.Morgen geht es rauf auf den Kaukasus und am Montag mit dem Rad runter nach Russland.es gruessen euch alle ganz lieb und ich hoffe, das ich das naechstemal Bilder mit schicken kann.Stephan und Corrina
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