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Tag 249: Grand-Canyon-Nationalpark

Der Wecker klingelt. 8 Uhr. Es ist frisch. Wir kriechen aus unserem Zelt und wärmen uns in den Strahlen der noch jungen Sonne auf. Frühstücken, Zelt abbauen, kalte Freiluftdusche und los geht's. Aufgeregt fahren wir zum "Grand-Canyon-Nationalpark". Wir passieren die Kontrolle und kommen am ersten Aussichtspunkt an, dem "Watchtower". Der erste Blick auf die immense, wohl berühmteste Schlucht der Welt ist atemberaubend. Sprachlos versuchen wir die enormen Dimensionen zu begreifen. Der "Colorado River" hat hier in Millionen von Jahren eine 450 Kilometer lange und bis zu 1800 Meter tiefe Schlucht in die Felsen gefräst. Zahlen schön und gut, doch was das heißt lässt sich selbst, wenn man davor steht, kaum nachvollziehen. Es gibt so viel zu sehen, dass wir doch eigentlich gar nichts sehen. Von dem Anblick überfordert brauchen wir erstmal ein paar Minuten. Als wir uns wieder bewegen können, versuchen wir dieses Naturwunder auf Fotos festzuhalten, was nicht wirklich möglich ist, und kehren zurück zum Auto. Wir fahren zum Nationalpark eigenem Dorf und parken unser Auto. Mit einem der drei Shuttlebusse fahren wir weiter. Wir entscheiden uns ein paar der Aussichtspunkte zu Fuß abzuklappern und wandern entlang der Klippe. Der Blick nach rechts ist gigantisch. Uns begegnen einige Vögel, leider keine Kondore, viele Eichhörnchen und eine Hand voll Hirsche. Wir laufen immer weiter, genießen die Ruhe und den Ausblick. Das Wetter ist schön, es ist warm und die Natur einzigartig. Plötzlich sehe ich am Straßenrand eine Bewegung im Gebüsch. Es ist kein Hirsch, es ist kleiner. Ich denke an einen Berglöwen. Neugierig näher ich mich und blicke in die Augen eines Luchses. Wenig von mir beeindruckt wendet sich die seltene Raubkatze ab und geht weiter, tiefer in den Wald. Ruhig und bedacht verfolge und verliere ich sie. Ich kann es kaum glauben. Ich fühle mich geehrt und laufe zurück zu Sabrina, um ihr davon zu erzählen. Wir laufen weiter die Schlucht entlang bis wir am Ende der Straße ankommen, am historischen "Hermit's Rest". Für den Rückweg nehmen wir den Shuttlebus. Mit dem Auto wollen wir zu einem empfohlenen Aussichtspunkt fahren, um den Sonnenuntergang zu genießen. Leider sind wir zu spät und auch irgendwie am falschen Ort. Gefrustet kommen wir zu der Entscheidung noch mal zurück zu unserem Schlafplatz im Wald zu fahren und morgen wieder zu kommen. Gesagt, getan. Wir bauen unser Zelt auf, es ist bereist dunkel. Der Sternenhimmel ist wunderschön. Wir machen es uns im Zelt gemütlich, kommen zur Ruhe und reflektieren in Gedanken den unglaublichen Tag. 

USA

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