Wir
blieben nicht lange in Puerto Natales. 7 Uhr morgens startete unser
Bus. Gute 5 Stunden sind wir bis nach El Calafate unterwegs gewesen.
Das ist eine kleine Stadt in Argentinien. Sie hat nur wenige
Einwohner, aber umso mehr Touristen und alle kommen wegen des Los
Glaciares Nationalpark. Dazu aber später mehr. Wir wohnten für 4
Nächte in einem Hotel, etwas außerhalb des Ortes, dafür aber mit
tollem Blick über den Lago Argentino. Mit einer etwa dreifachen
Größe des Bodensees ist das der größte See in Argentinien, er ist
über 15.000 Jahre alt. Das westliche Ende des Sees reicht bis in die
Anden und ist stark verzweigt. Einige Gletscherzungen des südlichen
Eisfeldes münden dort in den See. Nach Ankunft im Hotel, richteten
wir uns ein und fuhren wieder in die Stadt. Wir kauften ein paar
Kleinigkeiten, aßen in einem Restaurant zu Abend und machten uns
schlau, welche Touren in den Nationalpark angeboten werden. Die waren
uns alle zu unbequem und so machten wir einen festen Preis mit einem
Taxifahrer für den kompletten nächsten Tag aus.
Nach
einem gemütlichen Frühstück im Hotel, holte uns der Taxifahrer ab
und brachte uns in den Los Glaciares Nationalpark. Wir brauchten
circa 30 Minuten bis zum Eingang, kauften die Eintrittskarten und
dann fuhren nochmal fast 45 Minuten durch den Nationalpark bis wir am
Bootsanleger angekommen waren. Wir machten als erstes eine
einstündige Bootsfahrt an der Nordseite des Perito Moreno
Gletschers. Jetzt aber erst einmal zum Nationalpark. Der Los
Glaciares Nationalpark heißt übersetzt „die Gletscher“. Der
Name ist perfekt für die Region, in der die Eisriesen beheimatet
sind. Die Gletscher gehören nämlich zum patagonischen Eisfeld, dem
größten Eisgebiet außerhalb der Antarktis. Der Park liegt im
argentinischen Teil Patagoniens und bedeckt eine Fläche von 4.459
Quadratkilometer. Gegründet wurde er 1937 und im Jahr 1981 wurde er
auf die Liste des UNESCO Weltnaturerbes aufgenommen. Er besteht aus
Wäldern, Granitbergen im Norden, Seen, einigen kleineren und drei
größeren Gletschern. So gehört auch der Perito Moreno Gletscher,
früher Bismarck Gletscher, dazu. Wir fuhren, natürlich mit genügend
Abstand, mit dem Boot entlang des Eises, welches hier bis zu 60 Meter
in die Höhe ragt. Das Eis hat ganz unterschiedliche Formationen
gebildet und schimmert in verschiedenen Blautönen. Langsam kam die
Sonne raus und es funkelte nun auch noch. Wir genossen den imposanten
Anblick. Nachdem wir mit dem Boot wieder festgemacht hatten,
wanderten wir etwa zwei Stunden entlang der Wege, die angelegt
wurden, um den Gletscher aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten zu
können. Wir konnten uns gar nicht sattsehen. Immer wieder krachte
und donnerte es, wenn Eisstücke abbrachen und in den Lago Argentino
eintauchten. Das war echt ein gigantisches Naturschauspiel. Der
Gletscher ist 30 Kilometer lang, hat eine Fläche von 254
Quadratkilometer und entgegen aller Prognosen der Erderwärmung,
wächst er.
Am
nächsten Tag schliefen wir mal wieder aus, schlenderten ein bisschen
durch die kleine Stadt, entlang des Ufers des Lago Argentino,
beobachteten viele Vögel und waren lecker essen.
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Antworten (1)
Ute
Das sieht ja gigantisch aus. Die Farben, wunderschön und ein abgebrochenes Stück sieht aus wie ein Delphin ein anderes wie die Rückenflosse eines Hais👍👍👍