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Antigua Guatemala liegt im zentralen Hochland von Guatemala. Das
merkten wir auch direkt an den Temperaturen. Seit Langem haben wir
mal wieder unsere langen Hosen heraus geholt. Von 1543 bis 1773 war
Antigua die Hauptstadt der spanischen Kolonien in Zentralamerika. Die
Infrastruktur entwickelte sich in diesen 200 Jahren rasant und die
Stadt wurde zum politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum
Mittelamerikas. 1773 wurde Antigua durch ein schweres Erdbeben
komplett zerstört. Die Stadt wurde jedoch nicht aufgegeben und
erholte sich wieder, bis ein weiteres Erdbeben 1976 erneut schwere
Schäden anrichtete. Zahlreiche Ruinen erinnern heute an die
Naturkatastrophen aber auch an die koloniale Hochzeit der Stadt. Seit
1979 gehört Antigua zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist somit die
Hauptattraktion von Guatemala. Wir hatten uns 3 Tage Zeit genommen,
um die Kleinstadt zu erkunden. Wir schlenderten durch die
farbenfrohen Straßen, sahen überall koloniale Prachtbauten, grüne
Innenhöfe und so viele Touristen wie seit Monaten nicht mehr. Das
meiste Leben spielt sich rund um den zentralen Platz, den Parque
Central, ab. Restaurants, Cafés, Souvenirgeschäfte, Museen,
Straßenverkäufer und Musiker. Ein Lädchen in der Nähe hat uns
besonders interessiert, die Casa del Ron. Hier bekommt man den guten
Ron Zacapa, der in Guatemala hergestellt wird. Weiter ging es ins
Choco Museum. Dieses Mal aber nicht, um alles über die Schokolade zu
erfahren, sondern um landestypisch zu kochen. Es waren nur wir Zwei
und unser Lehrer. Wir haben Kakao zusammengerührt und getrunken,
geschnippelt, gebraten, gerührt, Rum verkostet und anschließend
lecker gegessen. Das hat wirklich Spaß gemacht und wir konnten noch
einige Tipps mitnehmen. Guatemala ist auch ganz bekannt für seinen
guten Kaffee. Auch das wollten wir uns nicht entgehen lassen und
haben uns auf eine Kaffeetour begeben. In einer Kleinstadt nahe
Antigua haben wir unseren Reiseleiter Axel, der gleichzeitig auch
Übersetzer ins Englische war, und eine Kaffeebauerin getroffen. Wir
sind durch die kleinen Gassen der Stadt gelaufen, hier wurde gerade
für ein Fest aufgebaut und geschmückt, bis wir in den Kaffeefeldern
standen. Wir haben genau erklärt bekommen, wie der Kaffee entsteht.
Vom Feld herrichten bis zur Ernte. Im Haus der Bauersfrau hat sie uns
verraten, wie der Schälprozess abläuft und dann wurden wir selbst
tätig. Wir haben die Kaffeebohnen geröstet, gemahlen, Kaffee
aufgegossen und unser Endprodukt aus der Tasse genossen. Nach dieser
großartigen Kaffeeexkursion ging es zu einem Mittagessen auf die
Caoba Farm. Hier werden alle möglichen Gemüsesorten und Kräuter
angebaut und frisch auf dem Teller angerichtet. Am vorletzten Morgen
hatten wir strahlenden Sonnenschein und so machten wir zu Fuß auf
den Weg zum Aussichtspunkt auf den Cerro de la Cruz, den Hügel des
Kreuzes. Wir genossen einen traumhaften Blick auf die schöne Stadt
und die umliegenden Vulkane. Wir hatten in der Stadt selbst aber auch
noch nicht alles entdeckt und so machten wir uns auf zur Iglesia La
Merced. Die Kirche ist der besterhaltene Barockbau der Stadt aus dem
Jahr 1767. Sie hat sogar das nachfolgende Erdbeben trotz
Beschädigungen überstanden. Am bekanntesten ist aber wohl der Arco
de Santa Catalina. Durch diesen Torbogen mit Uhrenturm hat man einen
tollen Blick in eine bunte Häusergasse bis zum Volcán de Agua. Zu
guter Letzt besichtigten wir das Convento de las Capuchinas, das
Kloster der Kapuzinerinnen. Besonders sehenswert im Kloster ist der
„Turm der Zurückgezogenheit“. Hier sind 18 kleine Zellen um
einen kreisrunden Patio angelegt. In diesen Zellen lebten Nonnen
eines Zweiges des Franziskanerordens, die aus Spanien hier ankamen,
unter strengsten Klosterregeln. Und dann hieß es auch schon auf nach
El Salvador.
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