Heute
besuchten wir das zweitgrößte Wasserkraftwerk der Welt – Itaipu.
Die dazugehörige Staumauer und der Stausee tragen ebenfalls den
Namen Itaipu. Das Wasserkraftwerk wurde nach über 10-jähriger
Bauzeit am 5. Mai 1984 eröffnet und kostete 19,6 Milliarden US$. Wir
sind mit einem Taxi in den Norden von Foz do Iguacu gefahren und
haben die Panorama Tour über das Gelände von
Itaipu Binacional gebucht. Wir stiegen in einen Bus ein und
wurden über das Gelände gefahren. Über Band und einen
Reiseleiter gab es viele Infos zur Anlage und zum Bau. Bei unserem
ersten Stopp konnten wir die riesigen Überlaufbecken sehen und in
weiter Entfernung die Wasserfallrohre und die Staumauer. Dann fuhren
wir an den 20 riesigen Fallrohren vorbei. Gemeinsam schaffen sie eine
Leistung von 14.000 Megawatt. Weiter ging unsere Tour, ohne
offizielle Einreise, kurz nach Paraguay, denn Itaipu liegt auf der
Grenze und gehört zu Brasilien
und Paraguay. Wir fuhren auf dem Staudamm entlang. Er hat eine Länge
von 7,7 Kilometer und eine Höhe von 196 Meter. Von da konnten wir
gut auf den großen Itaipu Stausee mit seiner Fläche von 1.350
Quadratkilometer blicken, der vom mächtigen Grenzfluss Rio Parana
gespeist wird. Unseren zweiten und letzten Stopp machten wir auf
einem Aussichtsdeck, vom dem aus wir nochmal einen guten Blick über
die komplette Anlage hatten. Nach circa 1.5 Stunden waren wir mit dem
Bus wieder am Ausgangspunkt angekommen, haben einiges dazugelernt und
ein interessantes Bauwerk gesehen. Was uns während unserer Tour
nicht erzählt wurde, dass subtropischer Regenwald abgeholzt wurde,
40.000 Menschen, hauptsächlich Guarani-Indianer, umgesiedelt werden
mussten und die bis dato größten Wasserfälle der Erde, Sete
Quedas, in Paraguay im Oktober 1982 für immer geflutet wurden. Das
Wasserkraftwerk erzeugt grünen Strom, der den Elektrizitätsbedarf
von Brasilien zu 17% und von Paraguay zu 75% deckt und sichert in
beiden Ländern jede Menge Arbeitskraft. Der Staudamm ist also in
vielerlei Hinsicht sehr wichtig für die Regionen und Länder. Wir
fuhren mit dem Taxi zurück in die Stadt, kauften ein paar
Kleinigkeiten im Supermarkt und weiter ging es zu unserer Unterkunft
in die Küche. Wir hatten gerade die Tür hinter uns geschlossen und
es fing in Strömen an zu regnen. Wir hatten die letzten Tage bei
bestem Wetter sehr gut genutzt, jetzt konnten wir uns ausruhen.
anne & ben um die weltFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.