Den
Sonnenaufgang am White Sands National Monument erleben - das war
unser Plan. Wir sind also sehr früh aufgestanden, um die 40
Fahrminuten Entfernung von Las Cruces zu überwinden. Das Frühstück
ließen wir ausfallen, denn nach dem Besuch wollten wir noch einmal
in unsere Unterkunft zurückkommen, frühstücken und alle Sachen für
die Weiterfahrt mitnehmen. Kurz vor unserer Ankunft am Monument kam
eine Kontrollstelle der amerikanischen Grenzbehörden, denn wir waren
bereits nah an der mexikanischen Grenze. Leider hatten wir mit all
unseren Sachen auch sicherheitshalber die Reisepässe in unserer
Unterkunft gelassen :-/. Anhand von Führerscheinen und
Personalausweisen überprüften die Beamten nun unsere Identität.
Wir warteten wirklich lange und der Sonnenaufgang rückte immer
näher. Glücklicherweise ließen sie uns irgendwann ohne Strafe
weiterfahren. Auf die Minute genau zum Sonnenaufgang hatten wir es
noch in diese schneeweiße Wüste geschafft. Beeindruckend, dass sich
mitten im Land plötzlich Tonnen strahlend weißer Sand auftun. Hier
werden die Straßen sogar von Sandwehen freigeräumt und man kann mit
dem Schlitten die Sandpisten herunterfahren. So früh am Morgen war
es auch noch richtig kalt in der Wüste. Man könnte also wirklich
meinen, dass wir durch den Schnee gestiefelt sind. Nach ausgiebigem
fotografieren und genießen dieses schönen Fleckchens Erde traten
wir den Rückweg in unsere Unterkunft an.
Nach
dem Frühstück ging es mit gepackten Sachen in Richtung Texas.
Unseren einzigen Stopp in diesem Bundesstaat machten wir in El Paso.
Der Rio Grande fließt mitten durch die Stadt und bildet die Grenze
zu Mexiko. Er teilt das Stadtgebiet mit seinen 2 Millionen Einwohnern
in den amerikanischen Teil El Paso und die mexikanische Ciudad
Juárez. Wirklich Sehenswertes
gibt es in der Stadt allerdings nicht, so haben wir einen Blick vom
1.700 Meter hohen Ranger Peak genossen und konnten sogar bis nach
Mexiko schauen. Nach dieser Aussicht gönnten wir uns einen sehr
leckeren Burger im besten Burgerladen der Stadt und schon ging unsere
Fahrt weiter in Richtung Osten in den Carlsbad Caverns Nationalpark.
Ein
Nationalpark, der sich wieder einmal von allen anderen, die wir
bisher gesehen haben, unterscheidet. Denn hier geht es in die Erde
hinunter. 83 einzelne Höhlen weist der Nationalpark auf und wir
besuchten einen der weltweit größten unterirdischen Räume mit
vielen Stalaktiten, Stalagmiten und besonderen Bauwerken. Wieder
einmal mehr, hat uns die Natur beeindruckt. Ein spannendes Abenteuer
wartete oberhalb noch auf uns, denn jeden Abend zum Sonnenuntergang
verlassen mehrere Tausend Fledermäuse ihre Höhle um auf
Nahrungssuche zu gehen. In einem extra angelegten Atrium saßen wir
und warteten gespannt. Ein Parkranger beantwortete währenddessen die
vielen Fragen der Besucher und erzählte einiges über die Tiere.
Irgendwann gingen ihm die Geschichten aus, die Fledermäuse ließen
aber immer noch auf sich warten. Nur wenige Tiere und vereinzelt
verließen sie ihre Höhle, die meisten hatten wohl heute nicht so
viel Lust. Leider konnten wir einmal mehr dieses Phänomen nicht
beobachten.
Wir
fuhren zu einem weiteren bedeutenden Ort: Roswell
anne & ben um die weltFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.