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11/10/2019 - Las Cruces → White Sands National Monument → El Paso → Carlsbad Caverns Nationalpark → Roswell / USA (739 Kilometer)

Veröffentlicht: 28.10.2019

Den Sonnenaufgang am White Sands National Monument erleben - das war unser Plan. Wir sind also sehr früh aufgestanden, um die 40 Fahrminuten Entfernung von Las Cruces zu überwinden. Das Frühstück ließen wir ausfallen, denn nach dem Besuch wollten wir noch einmal in unsere Unterkunft zurückkommen, frühstücken und alle Sachen für die Weiterfahrt mitnehmen. Kurz vor unserer Ankunft am Monument kam eine Kontrollstelle der amerikanischen Grenzbehörden, denn wir waren bereits nah an der mexikanischen Grenze. Leider hatten wir mit all unseren Sachen auch sicherheitshalber die Reisepässe in unserer Unterkunft gelassen :-/. Anhand von Führerscheinen und Personalausweisen überprüften die Beamten nun unsere Identität. Wir warteten wirklich lange und der Sonnenaufgang rückte immer näher. Glücklicherweise ließen sie uns irgendwann ohne Strafe weiterfahren. Auf die Minute genau zum Sonnenaufgang hatten wir es noch in diese schneeweiße Wüste geschafft. Beeindruckend, dass sich mitten im Land plötzlich Tonnen strahlend weißer Sand auftun. Hier werden die Straßen sogar von Sandwehen freigeräumt und man kann mit dem Schlitten die Sandpisten herunterfahren. So früh am Morgen war es auch noch richtig kalt in der Wüste. Man könnte also wirklich meinen, dass wir durch den Schnee gestiefelt sind. Nach ausgiebigem fotografieren und genießen dieses schönen Fleckchens Erde traten wir den Rückweg in unsere Unterkunft an.

Nach dem Frühstück ging es mit gepackten Sachen in Richtung Texas. Unseren einzigen Stopp in diesem Bundesstaat machten wir in El Paso. Der Rio Grande fließt mitten durch die Stadt und bildet die Grenze zu Mexiko. Er teilt das Stadtgebiet mit seinen 2 Millionen Einwohnern in den amerikanischen Teil El Paso und die mexikanische Ciudad Juárez. Wirklich Sehenswertes gibt es in der Stadt allerdings nicht, so haben wir einen Blick vom 1.700 Meter hohen Ranger Peak genossen und konnten sogar bis nach Mexiko schauen. Nach dieser Aussicht gönnten wir uns einen sehr leckeren Burger im besten Burgerladen der Stadt und schon ging unsere Fahrt weiter in Richtung Osten in den Carlsbad Caverns Nationalpark.

Ein Nationalpark, der sich wieder einmal von allen anderen, die wir bisher gesehen haben, unterscheidet. Denn hier geht es in die Erde hinunter. 83 einzelne Höhlen weist der Nationalpark auf und wir besuchten einen der weltweit größten unterirdischen Räume mit vielen Stalaktiten, Stalagmiten und besonderen Bauwerken. Wieder einmal mehr, hat uns die Natur beeindruckt. Ein spannendes Abenteuer wartete oberhalb noch auf uns, denn jeden Abend zum Sonnenuntergang verlassen mehrere Tausend Fledermäuse ihre Höhle um auf Nahrungssuche zu gehen. In einem extra angelegten Atrium saßen wir und warteten gespannt. Ein Parkranger beantwortete währenddessen die vielen Fragen der Besucher und erzählte einiges über die Tiere. Irgendwann gingen ihm die Geschichten aus, die Fledermäuse ließen aber immer noch auf sich warten. Nur wenige Tiere und vereinzelt verließen sie ihre Höhle, die meisten hatten wohl heute nicht so viel Lust. Leider konnten wir einmal mehr dieses Phänomen nicht beobachten.

Wir fuhren zu einem weiteren bedeutenden Ort: Roswell

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