Siena 2025 - Tag 1
Prolog Früher hat man sich mit dem Studium von Straßenkarten auf einen Urlaub vorbereitet, heutzutage kann man ja sein Navi verwenden. Da die Zeit aber so schnelllebig ist,...

Veröffentlicht: 01.11.2025
Mittwoch, 10. September 2025 – Tag 2
Das Frühstück im B&B Villa Letizia ist wirklich fabelhaft, das volle Programm nur für uns zwei Gäste und fantastischer Kaffee noch dazu. Und Hund Olli liegt auch bei uns herum. Echt schön hier, aber wir müssen weiter.
8:45 Uhr Abfahrt und bald einsetzender Regen und alles grau in grau. Das war so nicht geplant für unseren Ausflug in die Repubblica San Marino. Trotzdem ist der Parkplatz P11 Borgo Maggiore bei der Talstation der Seilbahn schon übervoll. Na dann volles Risiko und in die 1 h-Kurzparkzone gestellt.
Nach der kurzen Gondelfahrt im Regen geht es zur Piazza della Libertà mit dem Palazzo Pubblico: Sitz des Rathauses, des Parlaments und der Regierung – und auch auf der Rückseite der 2-Euro-Münze abgebildet.
Dann zur wunderschönen Basilika und rauf zum ersten Turm „Guaita“ auf dem Grat des Monte Titano und nur ein kurzer Blick im leider stärker werdenden Regen zum zweiten Turm „Cesta“. Wir holen uns aber noch ein Touristenvisum und die äußerst nette Dame in der Touristeninformation antwortet in absolut fehlerfreiem Deutsch.
Doch trotzdem frieren wir und sind nass, ab zur Gondel nach unten, das Auto ist auch noch da. Somit über eine kurze und trockene Verbindungsetappe nach Tavullia. Kleines verschlafenes Örtchen, aber die Heimstätte von Valentino Rossi. VR46 Store und die dazugehörige L’Osteria werden mit Euros überschüttet und dafür werden wir auch bestens verköstigt. Wichtig: endlich wieder ein Gaspedal beim Waschbecken!
Vollgefressen fahren wir noch zur Rossi Motor Ranch im Outback, wobei beim Schranken in 500 m Sichtweite der Strecke ein abgezäunter Besucherbereich sogar mit Dixie-Klo installiert ist.
Über den Apennin fahren wir bei teilweise Weltuntergangs-Regen vorbei an unzähligen Radar-Überwachungen, da sind die Italiener doch sehr gründlich. Wir machen einen kurzen Stopp an einer Tankstelle vor Perugia mit der absolut grindigsten WC-Anlage ever, aber was doch immer wieder passt und schmeckt:
„Un caffè, per favore! Grazie!“
Obwohl sich das Wetter bessert, lassen wir Kaffee und Eis am Trasimeno-See aus und steuern südlich von Siena Richtung Grosseto, biegen dann aber ganz scharf rechts ab und fahren über eine (nasse) Staubstraße durch idyllische Alleen zu unserer Agriturismo-Villa.
Fazit: Wegen dem heutigen Regen waren wir viel kürzer in San Marino, haben dafür aber mehr Zeit in Tavullia verbringen können. Und wegen dem Regen haben wir auch weniger Stopps auf der Strecke gemacht und somit waren wir um einiges früher in der Villa im Agriturismo Il Poggiarello.
Aber kein Problem für WhatsApp-Elena, die sich schon am Vortag vorgestellt hat, und sie zeigt uns nun alles. Lisa bezieht den Südflügel mit eigenem Bad, im Nordflügel hängt bei meinem Klo die Spülung. Erster Rundgang am Gelände, aber es ist alles noch feucht vom Regen. Der Pool ist riesig und es ist absolut ruhig hier, nur vereinzelt zirpen ein paar Grillen.
In der nächsten Ortschaft San Rocco a Pilli finden wir einen COOP und freuen uns auf unser Abendessen mit prosciutto con melone, parmeggiano, pomodorino, welches wir im Freien genießen. Tagesberichte schreiben, Rechnungen sortieren, telefonieren und lesen bis 23:00 Uhr.
