Veröffentlicht: 05.01.2026










Heilfroh entgegen Rolis streng kontrollierter Kofferpackliste eine lange Hose und Jacke reingeschummelt zu haben, ging's nach dem Frühstück um 08:00 Uhr wieder los.
Im Tanzania-Fußballshirt kaum wiederzuerkennen (Tanzania spielte an diesem Tag im Africa Cup gegen Tunesien), stand Raphi samt Lunchpaket schon bereit.
Durch ein gut besuchtes Einfahrtstor ging es nach dem Checkin bei den Rangern hinauf auf den Kraterkamm. Kaum zu glauben, dass wir es in Afrika auf über 2.500m geschafft haben.
Zum Glück sind wir nicht wegen der Aussicht hier, denn dichter Nebel ließ uns kaum die Bäume neben der holprigen Straße erblicken.
Über eine steile gepflasterte Straße ging es hinunter in den Krater - "Floor of the krater."
Bei guter Weitsicht konnten wir viele Gnus, Garzellen, tausende Flamingos, Elefanten und Löwen aus der Ferne und Hippos ganz nahe bestaunen.
Kleines Highlight war die Sichtung des Nashorns, welches leider ca. 200m weit weg war, aber wie sich heraus stellte, das einzige blieb während unserer Safari.
Beim Mittagessen blinzelte dann die Sonne durch und wir bekamen Besuch von einem selbstbewussten, aber hässlichen, Marabu Storch - Mitglied der sogenannten "Ugly 5".
Heute fiel der Powernap leider aus, denn die Weiterfahrt wurde ein durchschüttelndes Erlebnis. Es 'Abenteuerfahrt' zu nennen ist noch untertrieben, da in Raphael wohl ein Rallyfahrer verloren gegangen ist. Bei diesen Straßen in Tansania kann er das aber sehr gut ausleben. Über bessere Feldwege ging es knapp 3 Stunden bis zu unserer nächsten Unterkunft in Ndudu (Südliche Serengeti) und wir waren ständig auf der Überholspur und flogen quasi an anderen Fahrzeugen vorbei.
Im strömenden Regen, durch tiefe Löcher in der Straße, umgeben von winkenden Maasai und querenden Esel, Zebras, Ziegen und Vögeln, hüpften wir mit hoher Geschwindigkeit die Straße entlang.
Die Grenze Serengeti erkannten wir von Weitem. Von einen auf den anderen Moment standen tausende, ja sogar Millionen von Gnus, Antilopen und Garzellen rund um uns. Kilometerweit konnten wir die unzähligen Tiere beim Fressen, Spielen und Kämpfen bestaunen.
Sowas hat man noch nie gesehen.
Am Abend war es nun endgültig aus mit der warmen Brise und im fünfschichtigen Zwiebellook ging es zum Abendessen, doch nicht alleine, denn man durfte das Zelt nicht ohne Begleitung verlassen. Ein paar Morsezeichen mit der Taschenlampe und schon stand ein Seco bereit der uns zum Essenszelt begleitete. Kein Wunder, wenn das Schlafenszelt mitten im Serengeti Nationalpark steht und alle Wildtiere bis zur Haustür kommen konnten.
Das Abendbuffet mit Kürbissuppe, Beefstew und Gemüse on top ließen wir uns schmecken.
Im abenteuerlich hellhörigen Zelt bauten wir uns wieder unsere Moskitohöhle. Wer von uns beiden bei den Brunftschreien und nächtlichen Tiergeräuschen rund um unserer Zelt mehr die Hosen voll hatte, lassen wir mal so im Raum stehen .
Gute Nacht mit Hoffnung auf einen wärmeren Tag 5.
