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Tag 8 - Patara Elefantenfarm

Veröffentlicht: 25.07.2017

Oh man, heute schon wieder Programm. Eigentlich hatte ich mich den ganzen Urlaub und schon vorher genau auf diesen Tag gefreut. Aber irgendwie bin ich auch gerädert von all den Erlebnissen vorher und außerdem habe ich megascheiße geschlafen. Das könnte mehrere Gründe gehabt aber. Aber gut. Auf jeden Fall war jetzt der Tag aller Tage und natürlich war ich gespannt wie ein Flitzebogen. Verschiedene Leute haben uns immer gefragt, wo wir zu den Elefanten gehen und wenn sie dann Patara hörten, gab es die verschiedensten Reaktionen. Von Top 1, beste Farm in der Chiang Gegend bis zu total überteuert. Aber wir haben ja schon festgestellt "you get, what you pay for", also, du bekommst genau das hier, wofür du bezahlst und von daher guckten wir dem Ereignis freudig entgegen. Um 7:30 Uhr wurden wir abgeholt und 1,5 Stunden zur Elefantenfarm gefahren. Ich hatte also wieder Zeit für ein kleines Nickerchen. Dort angekommen wurden die 4 Amerikaner und wir, die mit unserem zusammen im Kleinbus angekarrt wurden, in einen Jeep umgepackt und es sollte zunächst zum Babyelefanten gehen. Dort angekommen durchlebten wir ein Bad unterschiedlichster Gefühle. Wir waren nicht die ersten, die dort ankamen, aber kurz nachdem wir ausgestiegen waren, kam der kleine 4 Monate alte Elefant direkt auf uns zugewackelt und lehnte sich gegen Vera und mich. Ich war so aufgewühlt und fand das so niedlich und so überwältigend, dass wir sofort links und rechts die Tränen liefen. Doof oder? Aber ich bin nun mal so eine Gefühlsheulsuse. Ich musste mich also erst mal einkriegen und orientieren. Wer konnte denn ahnen, dass man direkt so nah drankommt. Die Mutter von dem Kleinen störte es auch überhaupt nicht, dass ihr Baby die ganze Zeit zwischen mindestens 10 Touristen immer hin und herlief, sondern die kaute ganz genüsslich in einiger Entfernung auf Zuckerrohr herum. Aber dann wurde es echt schräg und Vera und ich fanden die ganze Aktion nur noch saublöd, dämlich, übertrieben und überhaupt zum Schreien und Wegrennen. Also, ihr müsst euch vorstellen, mittlerweile bestimmt 20 Touristen, die alle im Kreis um das Baby herumstanden. Und ein guide, der immer wieder irgendwie bat sich auf den schlammigen Boden zu legen. Dann wurde der Mini Elefant dahingelockt, krabbelte über den betreffenden Touristen rüber und wurde "gebeten" sich hinzulegen. Das war ein Spektakel und Gewusel und fette Amerikaner unter kleinem Elefant und die sahen natürlich nachher alle aus wie geküsst, weil der Boden so schlammig war. Vera und ich machten bei dieser Vorführung bestimmt nicht mit. Keinesfalls. So ein Theater. Wir guckten nur fassungslos zu.  Als sich dann niemand mehr im Schlamm welzen wollte, löste sich die Gruppe ein bisschen. Die einen gingen zum Muttertier, streichelten diese und machten Fotos mit ihr und die anderen rannten wie blöde die ganze Zeit hinter dem Minielefanten her,um mehr Fotos zu machen. Wir haben wir gedacht, wenn das den ganzen Tag so weitergeht, haben wir jetzt schon keine Lust mehr. Natürlich wollte ich auch noch ein Foto mit dem Baby haben, aber auf der anderen Seite wollte ich nicht wie die anderen Affen hinter dem Tier herrennen. Irgendwann ging der Kleine dann zu seiner Mutter trinken und ich hockte mich einfach ein Stück daneben, ließ ein Foto schießen und setzte mich dann auf eine Mauer und beobachtete den Kleinen beim Trinken. Aber selbst dabei mussten Touristen noch an dem armen Tier herumstehen, es streicheln und betüddeln. Vera war so richtig sauer und aufgebracht. Ich konnte es durchaus verstehen. Na ja, auf jeden Fall beschloss der Kleine dann doch noch von ganz alleine auf mich zuzukommen und an mir rumzuknabbern und zu spielen. Dabei sind dann ein paar der Fotos entstanden. 

Mehr von der Elefantenfarm gibt es später. 

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