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Tag 10: Welcome to New York!

Veröffentlicht: 24.05.2022

18.04.2022

Die große Überraschung des Tages ist das Frühstück in unserem 3*** LIC Hotel in Queens:

es gibt „richtiges“ Besteck mit Porzellangeschirr, welches unmittelbar nach Benutzung von den Mitarbeitern/innen per Geschirrspülmaschine gespült wird. Und das gleiche gilt für die Getränke: es gibt Gläser und Tassen!!! Keine Plastikbecher, wie wir sie in den letzten Hotels hatten. Hammer!!! Wir sind total begeistert!!!

Dafür hat das Hotel schon einen Extrastern verdient!

Ansonsten ist das Frühstück ähnlich wie in den letzten Hotels. Zum Leidwesen des Sohnes gibt es aber ausgerechnet hier keinen Waffelautomaten – er begnügt sich daher mit der Pancake Alternative. Sonst gibt es diverses Toastbrot, Marmelade und Honig, Porridge, Müsli und Cornflakes, Haferflocken und Joghurt, Rührei, Bacon und Buletten, Pancakes und French Toast. Wir werden satt ☺️

Nach einem kurzen Stopp auf der hoteleigenen Dachterrasse, von der man einen schönen Ausblick hat, fahren wir mit dem Auto nach Manhatten, um unseren Van bei AVIS zurückzugeben. Ich hatte mich für eine Station Downtown entschieden, da wir ab dort direkt weiterlaufen können, denn für 12 Uhr haben wir Tickets für das Empire State Building. Dank Unmengen von Baustellen und Verkehrshindernissen (per Auto durch Manhatten ist echt MIST), erreichen wir die Station und können das Auto problemlos und zügig zurückgeben.

Wir laufen dann ca. 10 Minuten bis zum Madison Square Park und Flatiron Building (das ist leider „verpackt“, per Metro geht’s weiter zum Times Square. Die Tochter ist etwas enttäuscht, da wir weder den Naked Cowboy noch die zahlreichen Actionskünstler, die hier angeblich unterwegs sein sollen, antreffen. Wir vertrösten sie auf abends, da ist hier bestimmt mehr los.

Nachdem wir uns eine Weile von den Treppen am Father Duffy Square aus alles beobachtet haben, laufen wir weiter Richtung Empire State Building. Es ist zwar erst 11 Uhr, aber vielleicht können wir ja schon früher rauf?

Am Empire angekommen, erwartet uns eine sehr kurze Anstehschlange. Wir fragen, ob wir mit unseren 12 Uhr Tickets jetzt schon rein dürfen – der Herr an der Kartenkontrolle ist sehr nett und winkt uns weiter. Auch drin ist es kein Problem, dass wir zu früh dran sind. Krass, gerade hier hätte ich mehr Andrang erwartet, aber mir soll es recht sein.

Um 11:30 erreichen wir – nachdem wir natürlich mal wieder gefilzt wurden – das Museum. Echt super gemacht, mit vielen Filmen, Kameras, wo kleine Videoausschnitte passend zum Hintergrundbild laufen und jede Menge Infos zum Bau des Empires. Natürlich darf der Besuch in King Kongs Hand nicht fehlen.

Oben auf der Plattform angekommen, können wir die Aussicht nicht so richtig genießen, da es so windig ist, dass wir entweder die Haare im Gesicht haben oder Angst haben müssen, das Handy beim Knipsen „wegfliegen“ zu sehen. Jetzt bereue ich erstmals, dass ich meine Spiegelreflexkamera zu Hause gelassen habe…

Mit eisigen Fingern und verkrampften Händen, schießen wir dann doch ein paar gute Fotos und amüsieren uns darüber, wie so manchen Damen die Haare vom Wind kerzengerade in die Luft stehen. Zu lustig 😜

TIPP: Nutzt in jeder Sehenswürdigkeit, Museum etc. die Toiletten!!! Im Gegensatz zu Washington DC sind öffentliche Toiletten eine echte Rarität! Und das wird noch problematisch während unseres Trips!!!

Nach knapp 2 Stunden verlassen wir das Empire State Building und gönnen und suchen uns etwas zum Mittagessen. Da wir Hunger haben, nehmen wir das Erstbeste, was wir finden. In diesem Fall einen Pizzaladen namens „Littly Italy Pizza“, der u.A. Wagenrad große Pizzen zaubert. Mit Sicherheit kein „healthy food“, aber der kleine abgepackte Salat sollte 12 $ kosten – da bin ich dann auch auf ein Stück Pizza zum halben Preis umgestiegen. 🙈🤷🏻‍♀️

Danach geht’s noch zu Dunkin´ Donuts einen Kaffee trinken und Donut essen, bevor wir das Sightseeingprogramm fortsetzen.

Es geht – vorbei an einige Covid-19 Testzelten – zum Grand Central Terminal. Das ist wirklich mal ein cooler Bahnhof. Da kann sich Frankfurt ne Scheibe von abschneiden.

Weiter geht’s durch die Straßen Manhattens zum Rockefeller Center. Die Eisbahn vor dem Center gibt es im April natürlich nicht mehr, dafür kann man aber auf der Rollschuhbahn sein Können zeigen. Und das machen doch sehr viele Leute. Wir schauen eine Weile fasziniert zu (ich bin eine Niete auf Rollschuhen) und laufen dann die 5th Avenue Richtung St. Patrick´s Cathedral, vorbei an vielen Luxusgeschäften. Bei dem, was die allerdings so ihren Schaufenstern präsentieren, verzichte ich gerne auf solchen „Luxus“. Das ist alles einfach nur zum Wegrennen aus – wer zieht sich sowas an!?

Naja. Am nächsten Store ist die Schlange doppelt so lang, wie die im Outlet vor dem Nike Store. Wahnsinn… gibt’s hier was umsonst??? Als wir näher kommen, erhaschen wir einen kurzen Blick auf den Laden, für den diese Menschenmassen anstehen: LEGO Store!

What???? Das ist ja krass….

In meiner Internet-New York-Gruppe habe ich gelesen, dass öffentliche Toiletten ziemlich rar gesät sind (stimmt!) und man entlang der 5th Avenue den Trump Tower für den Toilettengang nutzen soll. Das klingt super! Die Blase drückt, der Trump Tower liegt wenige Meter vor uns, also gehen wir mal im Turm des Ex-Presidenten ne Runde Pipi machen 😆🤣😇

An der Tür wirbt man schon damit, dass der Trump Tower für alle Besucher öffentlich zugängig sei „Open for Public“. Na dann, hereinspaziert.

Durch die riesige Eingangshalle in rot-orange farbigem Marmor, vorbei an „Trump“ Bekleidungsboutiquen (wer kauft das Zeug???) geht’s per Rolltreppe nach unten zum „Trump Grill“, einer weiteren „Trump Store“ und dem „Trump Fan & Souvenir Shop“ zu den WCs. Zwar sind die Toiletten nicht, wie erwartet, „rosa“ (hatte ich irgendwo gelesen), aber die Toilettentrennwände sind tatsächlich schweinchenrosa, auch hier alles in gewöhnungsbedürftigem rot-orangenem Marmor. Oje… aber perfekt für die WC Pause!

Im Trump Tower herrscht gähnende Leere, im Trump Grill ist nur ein Tisch belegt, in der Trump Bar sehen wir niemanden, in den Shops ebenfalls nicht. Dafür herrsch ein reger Durchgangsverkehr auf den Toiletten. 😆 Hat sich wohl herumgesprochen 🤣

Vorbei am Apple Store laufen wir bis zur Metro Station an der Ecke Central Park / 5th Ave und fahren zurück nach Queens in unser Hotel. Hier wollen wir die Füße noch mal hochlegen, bevor es heute Abend zum 2. Mal auf das Empire State Building geht.

Wir haben den New York City Pass gekauft und darüber das Empire gebucht. Man kann dann am gleichen Tag, an dem man tagsüber mit fester Uhrzeit das Empire besucht, nach Sonnenuntergang (recht schwammige Angabe) noch mal ohne feste Reservierung ein zweites Mal das Empire besuchen. Das haben wir heute Abend noch vor. Leider scheint uns die Wettervorhersage einen Strich durch die Rechnung zu machen, denn es ist ab 19 Uhr Regen vorhergesagt.

Naja, dann nehmen wir halt die Regenschirme mit und hoffen das Beste.

Gegen 19 Uhr erreichen wir das Empire State Building zum 2. Mal. Wir haben Regenschirme dabei, aber noch regnet es glücklicherweise nicht, weshalb wir gerne so schnell wie möglich rauf würden. Leider ist der jetzige Securitymann alles andere als nett und verweist darauf, „Sunset“ würde 20 Uhr bedeuten, vorher dürfen wir nicht rauf. Auch der Hinweis, dass doch kaum jemand da wäre und wir dann den Besucherstrom bei Dunkelheit entzerren würden, lässt der nicht gelten und schickt uns ziemlich unfreundlich weg. Grrrrrrrrrrrrr….. Dann sollen sie in ihre Angebote „20 Uhr“ und nicht „Sunset“ schreiben.

Genervt suchen wir uns was zum Abendessen. Die Wahl fällt auf Taco Bell, hier kann man seine Gerichte am Monitor selbst zusammenstellen – auch nur vegetarisch – echte Alternative zu den Pommes, die ich sonst nur in den Burgerläden bekomme. Wir haben Zeit und essen ganz entspannt zu Abend, nutzen 3 x den Refillautomaten und surfen im Internet.

Ja, das ist mir auch nur 1 x passiert, dass ich ZWEI Getränke gekauft habe, damit wenigstens 2 von uns was zu trinken haben. Da man einen leeren Becher bekommt, mit dem Hinweis, dass man sich „free refill“ an dem entsprechenden Automaten holen kann, bestelle ich ab jetzt nur noch 1 Getränk. Der Gatte trinkt eh kein „Zuckerwasser“, für die Kids und mich mache ich mal ne Ausnahme. Leider ist hier Sprudelwasser nicht so verbreitet…

Um 20:15 versuchen wir es zum 2. Mal am Empire State Building und kommen dieses Mal auch problemlos rein – es ist ja mittlerweile dunkel.

Wir laufen ein zweites Mal durchs Museum und wollen gerne ein besseres King Kong Foto machen (das von heute Mittag ist leider unscharf), aber die Anstehschlange, um ein Foto zu machen, ist uns zu lang. Dann ist das halt so.

Oben auf der Plattform fegt ein so heftiger Wind, dass ich die Tür nach draußen kaum auf bekomme. Jetzt haben wir noch mehr Angst um unsere Handys. Meine Insta 360 packe ich gar nicht erst aus, aus Angst, mir könnte der Stab wegfliegen. Wir laufen mehrfach die Plattform rundherum und genießen den Ausblick. Wow!!! Bei Nacht ist das noch mal ein völlig anderer Blick als tagsüber!🤩🤩

Irgendwann frieren die Finger und Ohren und wir begeben uns wieder nach unten. Aber das hat sich auf jeden Fall gelohnt! Der Wettergott hatte ebenfalls ein Einsehen: kaum verlassen wir das Empire, öffnet der Himmel seine Schleusen! Schnell die Regenschirme raus und ab in die U-Bahn. Es schüttet wie aus Eimern, wir schaffen es so halbwegs trockenen Fußes von unserer Queens U-Bahn Station Court Square bis zum LIC Hotel. Boa, was für ein Wetter!

Hoffentlich hört das morgen wieder auf, denn eigentlich wollen wir morgen zur Freiheitsstatue. Das wäre im Regen dann ganz schön doof…

Während die Kids schon mal ins Hotel gehen, biegen wir kurz vorher am Liquor Store ab und kaufen eine Flasche Prosecco. Überraschung

Im Hotel sind vor allem die Kids schon so müde, dass wir kurzentschlossen um 23 Uhr beschließen, mit unserer Tochter auf ihren morgigen Geburtstag anzustoßen.

In Deutschland hat sie ja schon Geburtstag, was solls! Mit der Flasche Sekt bewaffnet, überraschen wir die Kids im Schlafanzug und stoßen auf einen ganz besonderen Geburtstag in New York an (Sohnemann bekommt natürlich nur Wasser zum Anstoßen 🤭 ):

„Happy 18th Birthday!“ 🥳🥳🥳

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