Zwei Wochen Lima

Ja, es gibt wieder viel zu berichten. Am Freitag haben wir ein deutsches Ehepaar besucht, das seit 2 Jahren in Lima ist und hier für eine Missionsgesellschaft arbeitet. Unser Sohn Johannes, der beide kennt, hatte den Kontakt hergestellt. Wir haben uns gleich sehr wohl miteinander gefühlt. Sie wohnen ganz in der Nähe, nur hatten wir den Fehlergemacht, mit dem Auto dorthin zu fahren. Die meiste Zeit standen wir im Stau, aber irgendwie haben wir es dann geschafft. Von ihnen konnten wir uns auch so manchen Tip geben lassen, was man wo machen kann. Bisher hatten wir kaum Gelegenheit, selbst etwas zu unternehmen, da Martin sehr mit seiner Arbeit beschäftigt ist und das tägliche Leben uns noch einiges an Zeit abverlangt. Wir haben dann einen gemeinsamen Spaziergang durch ein bewachtes Villenviertel am Berg gemacht, von wo man einen Blick auf Lima hatte. Leider war es dicht bewölkt bis neblig, wie bisher meistens.

Am Samstag war dann ein besonderer Tag: wir wurden morgens von einem Taxi abgeholt und nach Pachacamac gebracht, das liegt ein Stunde südlich von hier liegt. Dort wurden wir sehr herzlich von einem deutsch-peruanischen Ehepaar eingeladen, die so dankbar sind, dass wieder ein Pastor für die Gemeinde zuständig ist. Und um 13:00 sollte Martin eine Trauung auf spanisch vornehmen. So erlebten wir eine sehr interessante Hochzeit, die im Freien stattfand und wir dabei interessante Menschen kennenlernten. Natürlich (fast) alles auf spanisch. Gegen Abend brachte uns der Fahren wieder zurück nach Lima. Die Fahrt war schon aufregend genug. In den Randbezirken wurdes immer ärmlicher und die Wüste kam zum Vorschein. 

Heute fand der 1. Präsenzgottesdienst statt, und wir feierten gemeinsam mit über 30 Personen den 1. Advent. So lernten wir noch mehr Leute kennen, die alle aufs Äußerste herzlich zu uns waren. 

Ach, und fast hätte ich es vergessen: heute Nacht wurden wir von einem recht heftigem Erdbeben geweckt. Gleich zwei Mal hintereinander rappelte es heftig, sodass man schon den Atem anhielt. Heute erfuhren wir, dass das Epizentrum im Amazonasgebiet lag und ein Dorf fast vollständig zerstört wurde. Zuschaden kam aber wohl niemand. Die Stärke war immerhin 7,3 auf der Richterscala. 


Kommentare

Burghard
Wie gut, dass das Erdbeben nicht in Lima selbst war... Bleibt weiterhin behütet! Gerdi & Burghard

Martin
Das erste war schon in Lima, aber das hatte "nur" die Stärke von 5,8. Das stärkere war aber Gott sei dank in einer wenig besiedelten Gegend im Amazonasgebiet

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