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Tag 18: Kata Tjuta & der "Valley of the winds" Trail

9. Juli 2018

6 Uhr – Aufstehen!
Ok, das ist nicht ganz unsere Urlaubsaufstehzeit, aber wir krabbeln zügig aus dem Bett und ziehen uns an. Ich bin etwas am Drängeln, da man uns an der Rezeption gestern schon sagte, wir sollen uns früh genug auf den Weg zu Uluru machen.

Der Gatte hat allerdings die Ruhe weg – Sunrise ist erst um 7:20 – wir haben also noch gaaaaanz viel Zeit.
Mit einem „Happy Birthday“ Song springt Sohnemann heute morgen besonders schnell aus dem Bett. Endlich 10 Jahre jung! Oder viel wichtiger:
„Bekommt man mit 10 Jahren endlich das langersehnte Smartphone???“

Freudig wird das Geschenk ausgepackt (aus Platzgründen im Koffer müssen wir uns auf 1 Geschenk beschränken, aber DAS hat es in sich:
es ist ein Smartphone!

Heureka, der junge Mann ist nun also auch im Smartphone Universum angekommen und nimmt sein Geschenk freudestrahlend unter die Lupe.
Dass ich weiter Hektik verbreite, da es nun schon fast 6:45 Uhr ist, scheint niemanden zu interessieren.

Endlich verlassen wir den Bungalow – dick eingepackt in mehreren Kleiderschichten - und bekommen auf dem Weg zum Auto einen Kälteschock. Boa ist das kalt!!!!
Die Frontscheibe unseres Jeeps ist angefroren. Igitt!!!
Jetzt kommen die Fleecedecken der Singapore Airlines zum Einsatz. Ein Glück, dass wir die mitgenommen haben.
Die Temperaturanzeige in unserem Jeep zeigt -2 Grad an!!!! WINTER!!!

Morgens um 7 Uhr - es ist saukkalt: - 2 Grad!!!
Morgens um 7 Uhr - es ist saukkalt: - 2 Grad!!!

Wir starten in völliger Dunkelheit in Richtung Uluru und stehen schon wenige Meter nach der Villageausfahrt im Stau. Na toll!!! Wir sind eben nicht die Einzigen, die sich den Sonnenaufgang anschauen wollen....
Es dauert schier endlos, bis wir das Gate passiert haben und in Richtung Sunrise Parkplatz fahren können.

Es ist schon fast 7:30, als wir endlich einen Platz auf der Aussichtsplattform ergattern und bibbernd, in Fleecedecken eingewickelt, auf den Sonnenaufgang warten.

Alles in Allem ist das ganze Prozedere dann ganz nett, allerdings nicht so spektakulär wie erwartet bzw. der Sonnenuntergang war farblich etwas eindrucksvoller.

Olgas in der Ferne
Sonnenaufgang
Sonnenaufgang

Nach einer knappen Stunde sind wir durchgefroren und machen uns auf den Rückweg zur Lodge. Jetzt werden wir erst mal frühstücken und uns aufwärmen!
Nach dem Frühstück machen wir noch mal einen kurzen Abstecher zum Uluru. Quasi ein Abschiedsfoto - morgen kommen wir hier nicht mehr her.

Nach dem Frühstück schnell ein Abstecher zum Uluru
Nach dem Frühstück schnell ein Abstecher zum Uluru
Zeppelin
Zeppelin
Noch mal schnell zum Uluru für ein Foto
Noch mal schnell zum Uluru für ein Foto
Abschiedsfoto
Abschiedsfoto

Danach fahren wir zu den Olgas / Kata Tjuta. Schon die Anfahrt auf die runde Riesen finden wir beeindruckend.

Und weiter zu den Olgas / Kata Tjuta
Und weiter zu den Olgas / Kata Tjuta
Olgas
Olgas
Uluru am Horizont
Uluru am Horizont

Wir machen einen kurzen Stopp am Viewpoint und bestaunen die Olgas.

Kata Tjuta Viewpoint
Kata Tjuta Viewpoint

Nebenbei wachsen hier noch alle möglichen Pflanzen mit klangvollen Namen wie „Ikulyukulyu“ - oder auch „Upside-down plant“.

Lustige Namen
Lustige Namen

Wieter geht’s zum Parkplatz am Valley of the winds Trail.

Mit Getränken und Essen ausgestattet, starten wir den „Valley of the winds“ Trail, oder zumindest einen Teil davon.
Der gesamte Circuit Trail ist mit Schwierigkeitsstufe 4 („Difficult“) ausgezeichnet. Insgesamt ist er 7,4 km lang und mit „very steep“ und „very rough trail“ ausgezeichnet. Die empfohlene Dauer der Wanderung beträgt laut Hinweistafel 4 Stunden.

Wir entscheiden uns für die 4. Variante: Full circuit

Ok, Zeit haben wir genug, wir laufen mal gemütlich los und schauen, wie weit wir laufen wollen.

Valley of the Winds Trail
Valley of the Winds Trail
Lookout
Lookout


Die Landschaft ist beeindruckend und endlich auch mal „rot“, so wie ich mir das Outback immer vorgestellt habe. Das Wetter ist perfekt: blauer Himmel, Sonnenschein und die gefühlten Temperaturen sind deutlich höher als 22 Grad. Meine Jacke verschwindet schon nach den ersten Metern im Rucksack.

Mittagssnack im Schatten
Mittagssnack im Schatten

Bisher lief es ganz gut, wir liegen gut in der Zeit, die Beine sind noch fit, also auf zum 2nd Lookout – ab hier herrscht „rough terrain & loose rocks“.Na das kann ja heiter werden.
Egal, los geht’s!

So heiß ist es heute glücklicherweise nicht
So heiß ist es heute glücklicherweise nicht

Es folgen mehrere Kletterpassagen über loses Geröll und glatte Felswände.

Jetzt heißt es: Klettern!
Jetzt heißt es: Klettern!
Ziemlich unwegsames Gelände

Nach der schweißtreibenden Kletterpartie haben wir den höchsten Punkt des Trails mit dem klanghaften Namen „Karingana Lookout“ erreicht. Der Ausblick ist toll! Hier macht der „Valley of the winds“ Trail seinem Namen auch alle Ehre: der Wind pfeift hier ganz schön durch die Felsen. Wir haben unsere Jacken schon wieder an und überlegen nun, welche Richtung wir einschlagen wollen.


Geschafft! Karingana Lookout

Die Aussicht, die ganze steile Kletterstrecke wieder zurück zu klettern, stößt mit sauer auf. Die Kinder schielen schon voller Vorfreude auf den nicht weniger steilen und mit losem Geröll versehenen Abstieg vor uns und so ist die Entscheidung schnell klar: wir laufen den gesamten Circuit Trail!

Ob das eine gute Entscheidung war!? Naja, wir werden sehen. Viel anstrengender kann es ja nicht mehr werden.
Das Klettern bergab über die losen Steine ist jedenfalls nicht ohne und ich bin heilfroh, als wir endlich unten angekommen sind.

Und nun müssen wir alles wieder runter
Und nun müssen wir alles wieder runter
Steil und steinig
Steil und steinig

Ab jetzt wird’s richtig gemütlich. Wir laufen durch das Tal, zwischen den roten Riesen hindurch und bestaunen die Umgebung. Hier gefällt es uns richtig gut – sogar viel besser als am Uluru. Allerdings sind wir dort auch nicht groß wandern gegangen...

Der "Puddingberg" - zumindest sieht er aus wie ein Pudding
Panorama
Panorama


Hier waren wir heute Mprgen schon mal
Nach etwa 2,5 Stunden erreichen wir eine Picknick Area mit Trinkwasserspender. Auf dem Boden macht sich gerade ein Schwarm von Zebrafinken über die Wasserpfütze her, die unter dem Wasserspender entstanden ist. Diese kleinen Vögelchen kannte ich bisher nur aus der Zoohandlung.
Zebrafinken - kenne ich sonst nur aus der Zoohandlung
Zebrafinken - kenne ich sonst nur aus der Zoohandlung

Es ist toll, die Piepser in freier Wildbahn beobachten zu können. Die sind einfach zu putzig!

Trinken und Baden
Trinken und Baden
Gezwitscher
Gezwitscher


Der restliche Weg zurück führt durch ein ausgetrocknetes Flussbett, nicht nur sprichwörtlich über Stock und Stein!

Ziemlich platt aber zufrieden erreichen wir den ersten Viewpoint, der gleichzeitig der Startpunkt des Trails war. Für den gesamten Rundweg inklusive 2 ausgiebiger Rastpausen haben wir knapp 4 Stunden benötigt.

Mit müden Beinen laufen wir den Weg nach unten zum Parkplatz. Da heute Morgen schon alles voll war, mussten wir unseren Jeep etwas weiter die Straße herunter parken. Auf dem Weg dahin bemerke ich plötzlich wenige Meter vor uns einen freilaufenden Hund. Bei genauerem Hinsehen bleiben wir allerdings ruckartig stehen:

vor uns, keine 10 m entfernt, steht in dunkelbrauner Dingo und schaut uns an.
„Ach wie süß“, ruft die Tochter verzückt, während der Gatte neben mir ein lautes „Psst“ zuruft. Der Dingo legt die Ohren an und verschwindet im Gebüsch...
So ganz wohl ist mir die Sache nicht. Am helllichten Tag ein Dingo so nah an Straße und Parkplatz!? Mit großen Schritten gehen wir zum Auto und sind sichtlich erleichtert, als alle Türen geschlossen sind.

Auf der Rückfahrt zur Lodge sehen wir den dunkelbraunen Dingo noch mehrere Male neben der Straße im Dickicht herumrennen, dann verschwindet er.
Uff, das war also unsere erste Begegnung mit einem Dingo!
Zurück in der Lodge erwartet uns die nächste Überraschung.

Im Zimmer findet Sohnemann einen „Ayers Rock“ Rucksack, an dem ein großes Blatt mit der Aufschrift

„For the Birthday Boy – Look inside!!!“

befestigt ist.

Wow, das ist ja cool!!!
Und es wird noch besser: im Rucksack findet das Geburtstagskind zwei Plüschtiere, ein Kamel und einen Dingo (wie passend!) und eine Glückwunschkarte, auf der eine Vielzahl der Lodge-Angestellten unterschrieben haben.
Das ist ja mal eine coole Sache!

DasHotelpersonal gratuliert zum 10. Geburtstag :-)
Geschenke der Lodge - Sohnemann ist mega happy!

Sohnemann ist mega happy und freut sich tierisch über die zusätzlichen Geschenke, die natürlich sofort mit dem neuen Smartphone festgehalten werden und mit den Freunden in Deutschland geteilt werden.

Heute Abend grillen wir selbst und kaufen uns an der BBQ Theke ein vegetarisches Grillset, ein Steak und ein Würstchen Set.
Auf Emu, Känguruh und Krokodil können wir gerne verzichten...

Das Zubereiten erfordert etwas Überwindung. Die BBQs sind ziemlich schmutzig, nach oben zum Dunstabzug sollte man besser nicht schauen. Da klebt Fett und Schmutz von Jahren am Abzug. Nicht wirklich appetitlich.

Tapfer brate ich mein Tofugemüse auf der heißen Grillplatte und lass es mir danach schmecken. An der Salatbar gibt es neben Kartoffel- und Nudelsalat auch noch Reis, Tomaten, Gurken und Nachtisch.
Salatbuffet
Grilltische

Am Ende sind wir alle satt und verlassen das Zelt heute früher, da es leider keine Live Musik gibt und die Kälte uns langsam wieder bibbern lässt.

Mit vollem Magen und schweren Füßen laufen wir zurück zum Bungalow und fallen hundemüde ins Bett.
Morgen früh geht’s weiter auf unserer Outback Tour zum Kings Canyon. Da wir dort wieder einen langen Trail wagen wollen, müssen sich unsere Füße und Beine heute Nacht gut erholen.
Die Klimaanlage läuft wieder auf Hochtouren im Heizmodus.

Das war ein toller Tag!



Für die Statistik:
Hotel: Outback Pioneer Lodge
Kosten: 241 € / Nacht im Familienzimmer mit Frühstück
Gefahren: 104 km
Tiersichtungen: kleine Papageien, Zebrafinken und ein Dingo
Wetter: sonnig bis 22 Grad
Fazit: Ein glückliches Geburtstagskind zwischen Uluru und Olgas

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