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33 Tage ...

Veröffentlicht: 12.09.2016

... bin ich jetzt schon im schönen Aarhus! Wahnsinn, die Zeit verfliegt so schnell und gleichzeitig kommt es mir so vor, als wäre ich wirklich schon ewig hier. In der Zwischenzeit seit meinem letzten Blogpost habe ich ein paar Ausflüge gemacht (zum Kanufahren und nochmal in den Deer Park) , die Sonne am Strand genossen, meine erste Dänisch-Stunde erfolgreich hinter mich gebracht und natürlich auch fleißig studiert!


Nach wie vor haben wir wunderschönes Wetter! Jeden Tag Sonnenschein pur und sicher 25 Grad. Jeder Däne, dem man über den Weg läuft, erzählt einem, dass wir total viel Glück haben und so eine lange Gut-Wetter-Phase super ungewöhnlich ist für Dänemark. Der Wetterbericht verspricht sogar, dass es noch weiter anhält. Dem darf man hier aber auf keinen Fall trauen. Meine Regenjacke habe ich sicherheitshalber fast überall dabei. Man kann doch ab und zu mal von einem plötzlichen Regenschauer überrascht werden.

Jedenfalls ist das schöne Wetter toll, um hier alles zu erkunden und Ausflüge zu unternehmen. Letztes Wochenende waren wir beim Kanufahren in Silkeborg, das von der Uni organisiert worden ist. Bei 5 Stunden Paddeln haben wir nicht nur die schöne Aussicht genossen, sondern auch ganz schön unsere Arme gespürt. Auch wenn ich immer noch Muskelkater habe, war es auf jeden Fall ein toller Tag und richtig idyllisch durch den See und den Fluss zu paddeln und das schöne Wetter zu genießen.

Kanufahren auf dem Silkeborg Lake


Hier gibt es sogar ein kurzes Video! (Ist nicht von mir und ich bin leider auch nicht drauf, aber man bekommt einen guten Eindruck vom Kanu-Ausflug)

https://www.facebook.com/groups/1066502240107396/permalink/1094480057309614/


Ich durfte ja schon so einiges erleben hier in Dänemark. Unter anderem die berühmt-berüchtigten Fridaybars. Unter Fridaybar verstehen die Dänen folgendes: Die Uni-Räume und Fakultäten werden Freitagnachmittag kurzerhand in Partyräume umgewandelt, eine provisorische Bar und Kühlschränke werden hergeschleppt und dann wird bis in die Nacht gefeiert und getanzt. Ein riesen Spaß und Samstag Morgen ist alles wieder sauber und aufgeräumt. Für uns Deutsche ist das eine ziemliche Überraschung, weil sowas zumindest an den meisten deutschen Unis niemals denkbar wäre. Anlässlich des Gründungsdatums der Uni Aarhus war letzten Freitag im Unipark im Freien die größte Fridaybar Dänemarks. Man kann sich das also ein bisschen wie ein Festival mit verschiedenen Bühnen und Konzerten vorstellen. Mit über 2000 Studenten war das ganze eine ziemlich große Sache! Bier und Feiern wird hier generell ziemlich groß geschrieben, da überrascht es auch nicht, dass es im Studenthouse (einer Art Studententreffpunkt) eine UniBar gibt, die quasi rund um die Uhr geöffnet hat und in der du dir auch in der Mittagspause einfach mal ein Bier holen kannst.


Natürlich darf auch das Studieren nicht zu kurz kommen. Die Uni hat so langsam ihren Lauf genommen und obwohl ich hier nur zwei Kurse belege, bin ich ziemlich gut bedient. Wie ich ja schonmal berichtet habe, ist die Stimmung in den Kursen zwar entspannter, aber dennoch ist das Niveau sehr anspruchsvoll! Ich muss jede Woche unzählige Seiten an Literatur lesen und auf jede Sitzung kleine Aufgaben und Projekte erledigen. Das ist gar nicht so leicht neben all dem Freizeitstress! :) Ich finde die Kurse hier aber um einiges interessanter als Zuhause, weil wir wirklich viel Praktisches selber machen dürfen und aktiv werden. Außerdem sind die Themen nicht so weit hergeholt und  man forscht nicht nur theoretisch wie sonst in meinem Studium in Augsburg. Außerdem sind die Dozenten einfach cool drauf und die Kurse, die jeweils 3-4 Stunden am Stück dauern gehen rum wie nichts.

Uni-Gebäude

Die Uni Aarhus gehört übrigens zu den 100 besten Unis der Welt (Platz 48) - und in meinem Fachbereich sogar zu den Top 50 der Welt! Wer das nicht glauben will oder wen es einfach interessiert, kann das gerne hier nachlesen:

http://www.shanghairanking.com/FieldSOC2016.html


Ach ja, und meine erste Dänisch-Stunde hatte ich diese Woche auch schon! Alle ERASMUS-Studenten können an einem kostenlosen Dänisch-Unterricht teilnehmen und die Chance wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Man sagt, es gibt zwei Sprachen im Dänischen: die, die man spricht und die, die man schreibt. Und das stimmt wirklich! Geschrieben ist Dänisch fast wie ein Mix aus Deutsch und Englisch, aber gesprochen ist es wahnsinnig schwer. Weil man irgendwie so gar kein Gefühl für die Aussprache hat. Ich kann jetzt schon sagen, wie ich heiße und wo ich herkomme. Hier eine kleine Kostprobe:

Jeg hedder Carolina. - gesprochen wie: Ja hilla Carolina.

Jeg kommer fra Tyskland. - gesprochen wie: Ja komme fra Tüsklän.

Oder so ähnlich. Ich freu mich jedenfalls schon drauf, die Sprache zu lernen und bin fleißig am Vokabelheft führen!


Wie ihr merkt, bin ich wirklich gut beschäftigt und finde es toll, dass hier immer was los ist! Ich versuche, das auszunutzen, so gut es geht, bevor die regnerische und graue Zeit kommt, vor der hier alle warnen.

Am Wochenende geht's ins Legoland und nächste Woche bekomme ich Besuch von Lukas (eeeeendlich!) :)




Antworten (1)

Hans-Peter
.... wieder ein Genuss allein beim Lesen:-). Als ob man dabei wäre.....

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