Und plötzlich ist es so weit...
Moini 😊 Nun ist es also so weit, mein großes Abenteuer steht bevor. 😊 Um euch alle zumindest ein bisschen mitnehmen zu können, habe ich mich für diesen Reiseblog entschieden....

Veröffentlicht: 19.05.2023
Ich bin noch nicht mal eine Woche unterwegs und trotzdem weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen...
Naja, auf jeden Fall stand der Tag des Abflugs und der Tag, an dem es kein Zurück mehr gab, bevor. Also packte ich mein ganzes Hab und Gut für die nächsten +/- 14 Wochen in zwei kleine Handgepäckrucksäcke (nicht mehr als 12 kg wohlgemerkt :D) und fuhr mit dem Zug nach Berlin, um von da aus zu fliegen. Warum von Berlin und nicht von Hamburg? Hm, sagen wir da gab's ein paar Unstimmigkeiten in der Planung, aber das war wohl mein persönliches Problem. Wie dem auch sei, die Flüge selber, der Umstieg in Amsterdam und die Einreise in Panama verliefen dafür super easy. Alles hat gut geklappt und ich kam müde, aber sicher im Hostel an. Da war ich nun, alleine in Panama-City, super heißes, feuchtes Klima, kaum Spanischkenntnisse und sowieso gar keine Ahnung, wohin mein Weg mich die nächsten Wochen bringen wird. Zugegeben, der erste Tag fühlte sich erstmal gar nicht so cool an. Familie und Freunde, vor allem Dexter, waren super weit weg, ich konnte die "travelvibes" irgendwie noch nicht so richtig greifen und hatte kein Gefühl für das Land, die Leute und die Kultur. Spätestens nach dem Frühstück ließ ich aber die ganzen Sorgen hinter mir und spazierte entlang der Cinta Costera zur Altstadt von Panama, hatte die ersten netten Gespräche und genoss die Freiheit. Und wie es auf Reisen immer so ist, passieren oft ganz unerwartete, tolle Dinge, sodass ich schon am zweiten Tag die liebe Kathi aus Hamburg kennengelernt habe. Die Chemie zwischen uns Küstenkindern stimmte auf Anhieb und unsere Reiseroute ist lustigerweise auch noch gleich. Also verbrachten wir zunächst noch einen Tag in Panama-City zusammen, besuchten den Panama-Kanal und einen Nationalpark. Einige sagen, der Kanal sei das 8. Weltwunder und das ist gar nicht so übertrieben. Es ist schon beeindruckend, welch große Containerschiffe dort das Land durchqueren und welche Summen an Bargeld dort jeden Tag transferiert werden. Panama ist wohl nicht ohne Grund das wohlhabendste Land in Zentralamerika mit einer Skyline, die New York ähnelt. Oder zumindest einer Miniversion von New York. Im Nationalpark haben wir dann Bekanntschaft mit den ersten wilden Tieren gemacht, wobei ein Faultier "in action" mein absolutes Highlight war.
Und auch, wenn mir Panama-City sehr gut gefallen hat, wollte ich bei den Tempaturen unbedingt raus aus der Stadt und schnellstmöglich ans Meer. Also machte ich mich mit Kathi gemeinsam auf den Weg nach Santa Catalina, einem richtig schönen Surferspot am Pazifik. Die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln war zwar etwas wild und chaotisch, aber letztendlich brachte man uns nach fast 5 Stunden sicher zum Ziel. In Santa Catalina war es super schön. Dort gab es tatsächlich nicht viel mehr als den Ozean, die Natur und Surfbretter.
Ich verbrachte einen richtig schönen Tag im Pazifik, holte mir die ersten blauen Flecken vom Surfen und konnte das erste Mal einfach den Moment genießen.
Zusammenfassend waren also bereits die ersten Tage voller Erlebnisse, tollen Begegnungen mit Reisenden aus der ganzen Welt und Erfahrungen und Eindrücken, die bleiben. Es ist erstaunlich, wie schnell man sich an das Leben mit dem Nötigsten gewöhnt hat und wie normal es wird, die persönlichsten Sachen mit eigentlich völligen fremden Menschen zu teilen. Plötzlich sind 3 Kekse zum Frühstück oder das Ergattern des unteren Bettes im Etagenbett die größten Highlights. Auch in Deutschland unvorstellbare Sachen wie immer wiederkehrende kleine Stromausfälle, Ameisen im Zimmer, Echsen an der Wand, Hühner im Bus, jegliche Tierarten auf der Fahrbahn oder eine Rezeption quasi im Zimmer der Großmutter nehme ich mit einem Lächeln so hin und bin fasziniert, wie anders der Alltag aussehen kann. Ach und eins noch: Ja, natürlich fällt man hier als blonde Frau super krass auf, aber solange man mit offenen Augen und einem gesunden Gefahrenbewusstsein durch's Land reist, ist das alles kein Problem. Ich bin froh, dass ich mich trotzdem alleine getraut habe, auch wenn mir im Vorhinein so viele Horrorgeschichten erzählt wurden. #einfachmalmachen. Außerdem sind die Leute in Panama super herzlich und hilfsbereit. Zwar ist die Verständigung wirklich noch ein Problem, da deren Englisch leider oft genauso schlecht ist wie mein Spanisch. Aber mit Händen, Füßen und einem Lächeln bin ich bis jetzt immer an's Ziel gekommen.
Zu den weiteren Plänen: Kathi und ich haben uns dazu entschieden, weiterhin gemeinsam Richtung Costa Rica zu reisen, was mich sehr freut. Gerade, wenn man alleine reist, können eben genau diese ganz einzigartigen Verbindungen entstehen. Unser nächster Stopp ist Boquete. Wir lassen uns mal überraschen, was uns da erwartet.
Bis dahin, haltet die Ohren steif und wir hören/lesen uns! :)
PS: Motivationslied der Woche: Rolf Zuckowski- Ich schaff' das schon! :D
