18273km
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Auf den Pfaden Mittelerdes: Mount Doom und Mount Tongariro

Veröffentlicht: 01.07.2018

Neuseeland hat unzählige tolle Nationalparks und wunderschöne Berge, so viel weiß wahrscheinlich jeder, der sich zumindest kurz mit diesem Land am anderen Ende der Welt auseinandergesetzt hat. Ein immer wieder empfohlene Wanderung durch einen dieser Parks ist die Alpinüberquerung im Tongarironationalpark. Dieser ist Neuseelands ältester Nationalpark und Weltkulturerbe und ist das Zuhause von drei wunderschönen Vulkanen: Ngauruhoe, Tongariron und Ruapehu. Herr der Ringe Fans wissen natürlich gleich, dass ersterer auch unter einem anderen Namen bekannt ist: Mount Doom. Hier erklommen Frodo und Sam die letzten Schritte bis zur Zerstörung des Ringes. Und diese Schritte wollten wir nun auch gehen.... na ja oder zumindest so weit dran, wie wir konnten, denn der Tongariro Alpine Crossing geht genau genommen nur an diesem Vulkan dran vorbei und nicht darüber. Aber man erklimmt den Mount Tongariro bis auf 1967 m und hat auf dem Weg dahin einen wirklich guten Blick auf diesen.

Unser Wandertag begann vor allem eines und das war sehr früh. Der Plan sah vor den Sonnenaufgang auf dem Berg zu erleben und das bedeutete um spätestens 7 Uhr dort zu sein. Da das Campen in der Gegend meistens nicht kostenlos war, entschieden wir uns etwas weiter weg zu schlafen und morgens dann früher loszufahren. Also ging der Wecker um 5 Uhr morgens...total unsere Zeit. Aber nach ein bisschen „Mimimi“ und „mir ist so kalt“ (ja, es waren gerade mal so 2 Grad an dem Morgen) haben wir uns dann aber sehr auf unsere Wanderung gefreut. Wir haben uns zwar etwas verschätzt, was den Zeitplan anging, aber zum Sonnenaufgang waren wir dann beim Parkplatz, wenn auch nicht auf dem Berg. Im Nachhinein haben wir dann auch erkannt, dass es auch keine gute Idee gewesen wäre im Dunkeln da hinauf zu klettern und zeitlich auch nicht wirklich machbar gewesen wäre.

Nach einem kurzen Frühstück haben wir uns dann also munter aufgemacht. Zunächst etwas flacher und dann ging es fix nach oben. Nach ein paar Metern kam dann auch der erste Schnee und die erste Anstrengung dazu (Schnee im Juni :D). Wir hatten vorher immer mal wieder das Wetter gecheckt, da es nur bei wirklich gutem Wetter eine schöne Aussicht geben sollte. Glücklicherweise hielt die Wettervoraussage ihr Versprechen und wir konnten den Aufstieg bei strahlendem Sonnenschein bewältigen, um die traumhafte Aussicht zu genießen.

Immer weiter wand sich der Weg nach oben auf den Mount Tongariro, bis wir schlussendlich ganz oben standen. Von dort aus hatten wir einen atemberaubenden Blick auf die umliegenden Berge und die berühmten Seen „Blue Lake“ und „Emerald Lake“. Die halb bis ganz zugefrorenen Seen fügten sich nahtlos in die strahlend weiße Winterlandschaft ein und wirkten wie große Spiegelflächen gen Himmel. Ganz so blau und grünlich wie erwartet waren diese auf Grund des Eises jedoch nicht, aber das machte sie nicht weniger schön. Wer möchte kann einmal kurz Tongariro Alpine Crossing googeln und findet dann sofort Bilder, die im Sommer gemacht wurden. Der Aufstieg war zumindest für die Norddeutsche in unserem Duo eine Herausforderung und war mit einigen Ausrutschern und Kraftausdrücken begleitet (Chantall schwört immer noch blaue Flecke davon zu haben). Aber das hat sich absolut gelohnt! Die Aussicht, die Luft und die körperliche Aktivität zauberten uns ein breites Grinsen ins Gesicht.

Normalerweise läuft man bei dieser Wanderung immer in eine Richtung und lässt sich am Ende von einem Shuttle wieder abholen. Da wir aber ein bisschen was sparen wollten, haben wir uns für die längere Variante entschieden und sind nach Mount Tongariro zu den Seen hinuntergelaufen und anschließend erneut den Berg hoch (noch mehr Kraftausdrücke an dieser Stelle) und den selben Weg wieder zurück zum Parkplatz. Insgesamt kamen wir damit auch auf gute 20 km und insgesamt ca. 8 Stunden Fußweg.

Am Ende waren wir sehr müde, sehr glücklich und sehr hungrig wieder im Auto. Was ein Tag!

Viele Grüße aus dem kühlen Neuseeland ins momentan sehr heiße Deutschland!

Tally und Tobi

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