Valldemossa – Ein Juwel in den Bergen Mallorcas
Nach dem gestrigen entspannten Seetag neigte sich unsere Kreuzfahrtroute langsam dem Ende zu. Am 19. Oktober 2025 verabschiedeten einige Gäste die Tour, während neue Passagiere...


Veröffentlicht: 01.11.2025
Heute, am 28.Oktober 2025 legten wir am Liegeplatz Western Arm 3W an. Ziel des Tages: der berühmte Felsen von Gibraltar (Großbritannien), besser bekannt als „The Rock“. Schon beim Anblick der steilen Klippen ahnt man, warum dieser Ort so legendär ist.
Mit kleinen Bussen, die kaum größer waren als ein Lieferwagen, ging es durch die engen Straßen. Man fragt sich unwillkürlich, ob diese Gefährte in Deutschland wohl durch den TÜV kommen würden – vermutlich nicht. Aber hier passen sie perfekt durch jede noch so schmale Gasse, und die Fahrer manövrieren sie mit einer Gelassenheit, als hätten sie ihr Leben lang Slalom geübt.
Wir fuhren über den Europaplatz mit seinem schönen Leuchtturm, wo ich zufällig einige Kollegen traf, die mit dem Fahrrad unterwegs waren. Natürlich mussten gemeinsame Fotos gemacht werden – solche Momente gehören einfach dazu.
Dann ging es weiter durch alte Tunnel, die früher einmal für Straßenbahnen gedacht waren, bis zur Seilbahnstation. Von dort fuhren wir hinauf auf den Rock – voller Vorfreude auf die berühmte Aussicht. Nur leider war oben von Aussicht keine Spur. Stattdessen: ein endloses Nebelmeer. Man konnte kaum zehn Meter weit sehen. So viel also zum Panoramablick über zwei Kontinente. Aber vielleicht macht gerade das den Charme solcher Reisen aus – man weiß nie, was man bekommt.
Trotzdem war der Ausflug beeindruckend. Der Felsen ist nicht nur ein Stück Geschichte, sondern auch ein Symbol britischer Hartnäckigkeit. Seit dem 18. Jahrhundert gehört Gibraltar zu Großbritannien – strategisch gelegen am Eingang zum Mittelmeer. Und dann wären da noch die berühmten Berberaffen, die einzigen freilebenden Affen Europas. Eine alte Legende sagt: Solange die Affen auf dem Felsen leben, bleibt Gibraltar britisch.
Nach dem nebligen Abenteuer oben auf dem Rock ging es wieder hinunter in die Stadt. Durch die kleinen, hübschen Gassen wehte der Duft von britischem Fast Food. Natürlich mussten wir die besten – Fish & Chips ausprobieren der Stadt im the Clipper, knusprig, salzig, mit einem Spritzer Essig, genau wie es sein soll. Zum Nachtisch gab es einen gefüllten Muffin bei Chök, einem kleinen nachhaltigen Laden, der mit viel Herz geführt wird. Einfach köstlich.
Gibraltar ist ein Ort voller Gegensätze: britisch, aber sonniger; klein, aber weltberühmt; und an diesem Tag halb im Nebel, halb im Regen, halb in der Sonne. Auch wenn die Aussicht auf dem Rock im Dunst verschwand, bleibt der Tag unvergesslich – ein kleines Abenteuer zwischen Affen, Gassen und einer Portion Fish & Chips.
