Haea Northland - Kia Ora Coromandel
Die Zeit verfliegt, es ist unglaublich! Am Sonntag feiert ihr 1. Advent. Offensichtlich ist es ganz schön kalt und ungemütlich daheim, daher versuchen wir mal mit ein paar...


Veröffentlicht: 08.12.2017


















Wir haben lange überlegt, ob es richtig ist, diese Zeilen zu schreiben. Aber es gehört zu unserer Reise und hat diesen Reiseabschnitt geprägt. Als unser erstes Foto dieses Beitrags entstanden ist, erhielten wir die Nachricht, dass mein Opa von einer langen Krankheit erlöst wurde. Deswegen möchten wir kurz an dieser Stelle mit diesem Bild an einen sehr wertvollen, humorigen, sensiblen und natürlich musikalischen Menschen erinnern, der uns sehr fehlen wird.
Die von uns besuchte Region Rotorua ist stark geothermisch geprägt. Das heißt es gibt viele heiße Quellen, es riecht (stinkt) nach Schwefel und es gibt unzählige (teure) Attraktionen. Da wir gern in die Natur wollten und nicht so viel Geld ausgeben, stellten wir uns eine viertägige Wanderung rund um zwei Seen zusammen, mit drei Zeltübernachtungen und fern ab von jeder Zivilisation.
Die Tour startete am 2. Dezember. Wir kamen an unseren ersten See, Lake Okataina(der lachende See) sehr ruhig und idyllisch. Dieser wurde dann umrundet. Wieder abenteuerlich, da der Weg ständig von umgefallenen Bäumen und Steinen versperrt wurde und wir mit schwerem Gepäck mal wieder drüber mussten.
Aber der erste Campingplatz am Lake Tarawera entschädigte für die Anstrengung. Wir konnten baden gehen und hatten ein leckeres Nudelessen vom Campingkocher.
Am nächsten Morgen konnten wir entspannt frühstücken (Müsli mit Äpfelchen), da der Weg nicht so lang war. Am Nachmittag stand noch die Wanderung zu einem Wasserfall an. Die Eindrücke lassen sich von idyllisch, über sportlich, Urwaldfeeling und mal wieder beeindruckend beschreiben. Wir spüren, dass wir es lieben in der Natur zu sein, quasi unter freiem Himmel zu schlafen, dem Wind und den Vögeln zuzuhören und den eigenen Gedanken nachzuhängen.
Auf dem nächsten Campingplatz waren wir ganz allein. Mit fantastischen Sonnenuntergangs-bildern, waren wir in Vorfreude auf den Morgen, an dem uns ein Wassertaxi abholen und zur dritten Campingbucht bringen würde, die nur über Wasser erreichbar war.
Dieser Hot-Water-Beach wird an den Felsufern aus heißen Quellen mit Wasser gefüllt. Dies ist bis zu 85 Grad heiß und wir haben unser Kaffeewasser im Topf vorgekocht. Das Seewasser ist insbesondere in Ufernähe total heiß, man verbrennt sich die Füße, um ins kühlere Seewasser zu kommen. An unserem Besuchstag waren ca. 28 Grad und das Wasser bot keine richtige Abkühlung. Ein kostenloses Spa, an einem idyllischen Strand. Erst am Abend wurde der Campingplatz von einer 50-köpfigen Schulklasse in Beschlag genommen, die die Badestelle sofort vereinnahmten. Aber 22:00 Uhr war auch da Ruhe👍. Wir genossen den ganzen Tag an diesem grandiosen Ort.
Der letzte Tag hatte noch eine 15 km Wanderung auf dem Programm, für uns eigentlich kein Problem, jedoch war es wieder sehr heiß und die Anstiege ordentlich, am Ende war das Wasser aufgebraucht, unser Abholservice hat uns vergessen, wir standen einsam und allein auf einem Parkplatz im Nirgendwo und waren glücklich und zufrieden.........!
Morgen (9.12.) brechen wir zu einem weiteren Highlight der Reise auf - die Überquerung des Tongario-Alpingebiets. Hier sind wir drei Tage unterwegs. Mit einem weiteren Pausentag starten wir dann eine 6-7 tägige Kanutour auf dem Whanganuiriver. Wir nähern uns langsam aber sicher dem Weihnachtsfest und damit dem südlichsten Punkt der Nordinsel - Wellington.
In den kommenden Tagen haben wir wahrscheinlich wenig Kontakt zur Außenwelt, aber nach der Zeit haben wir bestimmt wieder viel zu berichten.
Fazit: Die letzten Tage waren für uns einmal mehr markant, für eine Entschleunigung des oft rasanten Lebens zu sorgen und sehr bewusst Sinne und Gefühle wahrzunehmen.
Wir grüßen dieses Mal ganz besonders unsere Familie, wir denken sehr oft an Euch.
Susi und Andreas
