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Woche 30 - Neuseeländische Alpen

Veröffentlicht: 30.11.2025

Die neue Woche begann genauso wie die alte aufgehört hatte.

Wunderschönes Wetter im Fjordland Nationalpark.

Wir machten uns auf den Weg nach Milford Sound, einer der wohl bekanntesten Orte in Neuseeland. Auch wenn wir dort nicht wie die anderen, tausenden Touristen eine Bootsfahrt in den Fjord geplant hatten, so war die Fahrt allein schon die Reise wert. Unterwegs hatten wir immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden Berge und Täler. Es gibt auch einen Tunnel durch den Berg, der nur einspurig befahrbar ist. Beim Warten an der roten Ampel kamen drei Keas angeflogen und inspizierten die Autos genauer. Diese Vögel sind dafür bekannt, wie intelligent sie sind und auch dafür berüchtigt sich an den Autos zu schaffen zu machen.

In Milford Sound selbst, kann man eigentlich nichts machen. Es gibt einen kleinen Rundweg und einen Aussichtspunkt den wir uns anschauten, dann ging es auch wieder zurück. Auch ganz gut so, denn das Parken kostet hier 5€ pro Stunde.

Auf dem Weg zurück steuerten wir dann unsere eigentliche Wanderung an. Die Tour zum Lake Marian. Die Wanderung war recht steil und anstrengend. Oben angekommen wartete der schöne Bergsee auf uns. Nach ausgiebiger Pause machten wir uns auch schon wieder auf den Rückweg.

Dienstag war unser Fahrtag, wir ließen die Gegend von Milford Sound hinter uns und fuhren bis nach Queenstown. Nach kurzem Einkufsstop bei Pak n Save ging es auch schon weiter an unseren Stellplatz.

Dieser liegt direkt am Moke Lake. Wir genossen die schöne Lage direkt am See und machten uns dann noch auf, einmal um den See zu wandern. Die kurze Wanderung war genau richtig um sich die Beine zu vertreten nach der längeren Anreise.

Am nächsten Tag stand dann eine richtige Bergtour auf dem Plan. Hoch hinaus über Queenstown und zum Ben Lomond war das Ziel.

Wir entschieden uns für die schwäbische Variante: Anstatt bezahltem Parkplatz und Gondelfahrt (30€ pro Person) fand Franzi einen kostenlosen Parkplatz mit Einstieg in den Wanderweg. Hieß allerdings auch, dass auf uns 1450hm auf 7km warteten. Nach über drei Stunden Aufstieg erreichten wir den Gipfel und es war die ganze Anstrengung auf jeden Fall wert. Schon auf dem Weg hatten wir tolle Blicke auf den Lake Wakatipu und Queenstown, aber die Aussicht von Gipfel toppte nochmal alles. Mit 360Grad Rundumblick bei idealem Wetter blieb wirklich kein Wunsch offen.

Beim Abstieg machten wir einen kleinen Umweg zur Gondelstation am Berg. Während auf dem Aufstieg und am Gipfel nur ein paar Leute uns begegnet waren, nahm die Menge beim Abstieg schon deutlich zu. An der Gondel waren die Touristenmassen dann allgegenwärtig. Wir belohnten uns noch mit einem kalten Getränk, bevor wir den Abstieg voll ganz erledigten. Erschöpft aber zufrieden ging es zurück an den Stellplatz von letzter Nacht am Moke Lake.

Am Donnerstag besuchten wir die Innenstadt von Queenstown. Wir hatten Glück und bekamen einen Platz auf einem der wenigen kostenlosen Parkplätze. Nachdem wir ein bisschen durch die Stadt gelaufen und einen Kaffee getrunken hatten, entschieden wir uns dafür unsere eigentlichen Pläne für die nächsten Tage über den Haufen zu werfen. Da das Wetter unbeständiger werden sollte, wollten wir die schönen Tage noch fürs Wandern nutzen. Deswegen fuhren wir kurz entschlossen noch weiter bis nach Wanaka.

Am nächsten Morgen ging es dann hoch auf den Roys Peak. Wahrscheinlich eine der bekanntesten Wanderungen in ganz Neuseeland. Viele machen die Wanderung vor Sonnenaufgang, um genau diesen dann am Gipfel zu erleben. Wir entschieden uns jedoch dafür am Morgen zu starten, wenn die ersten Frühaufsteher schon wieder zurück bei ihren Fahrzeugen sind. Das war für uns auch die richtige Entscheidung. Als wir am Parkplatz ankamen war dieser schon richtig voll. Wir bekamen aber zum Glück noch einen Platz.

Die Wanderung selbst war super schön. Wir hatten bestes Wanderwetter und die Aussicht auf den Lake Wanaka und die umliegenden Berge bis zum Mount Aspiring Nationalpark ist unglaublich. Der Weg geht immer steil bergauf und ist ziemlich anstrengend, aber wenig anspruchsvoll, da immer geschottert. Wir hatten die Wanderung über bestes Wetter und wolkenfreie Sicht. Einfach unglaublich schön.

Für die Nacht suchten wir uns ein Plätzchen fernab der Touristenmassen am Hawea Lake Freedom Camp. Hier übernachteten wir tatsächlich mit nur 4 anderen Campern.

Nachdem wir am nächsten Morgen wieder zurück nach Wanaka gefahren waren besuchten wir dort einen Markt auf dem sehr viele lokale Stände ihre Waren anboten. Neben Möbeln und Mode gab es auch sehr viel Kunst, Schmuck und Krimskrams. Für uns gab es letztendlich aber nur etwas zu essen. Franzi holte sich Nachos mit Guacamole und Julian einen Burger mit Schweinebauch und Pommes.

Auch die schön am See gelegene Innenstadt von Wanaka liefen wir ab und gönnten uns noch einen Kaffee. Anschließend ging es für uns noch weiter Richtung Cromwell.

Hier verbrachten wir auch den Sonntag ganz gemütlich im Van und mit kleinem Spaziergang. So ein ruhiger Tag darf es auch einmal sein, nachdem wir diese Woche schon sehr viel gelaufen waren und erlebt hatten. Zum krönenden Abschluss gönnten wir uns noch Pizza.

Kleine Nebeninfo zum Schluss: Durch den Sommer hier gibt es auch immer mehr lästige Sandflies. Diese kleinen Fliegen beißen ziemlich kräftig und schmerzhaft zu. Aktuell haben wir beide ordentlich Bisse gesammelt. Diese jucken mindestens so wie Schnakenstiche, manchmal sogar mehr. Wir hoffen, dass es in den nächsten Wochen nicht noch viel schlimmer wird und wir uns noch mehr einsprühen müssen. Mit dem Lüften und Türen offen lassen wird es dadurch natürlich auch schwieriger. Mal schauen, wie sich das noch entwickelt.

Antworten (1)

Helmut und Petra
Na da habt Ihr aber Glück gehabt. Unser Ship Cruise im Milford war auch bei schönem Wetter, aber tagsdrauf sind wir geflohen, weil es unglaublich geschüttet hat. Auch an der Westküste hoch hatten wir einige Regentage, aber auch einige schöne im Abel Tasman. Heute bei strahlendem Sonnenschein den Pupu Hydro walkway gemacht. Ganz wenige Leute. Was sind Eure nächsten Pläne? BTW: meine Mail Adresse ist helmut.rau@t-online.de

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