Woche 27 - Goodbye North Island
Die Woche verbrachten wir zusammen mit Michelle und Anne und wir hatten eine richtig schöne Zeit zusammen! Am Montag machten wir eine Küstenwanderung - den Paekakariki...


Veröffentlicht: 16.11.2025










































Am Montag startete unsere erste richtige Woche auf der Südinsel. Wir machten uns auf den Weg nach Kaikoura. Dort spazierten wir entlang der Steilküste auf dem Kaikoura Peninsula Walk. Von oben hatten wir einen schönen Blick über die Küste und ganz viele Seebären. Nach kurzem Abstieg liefen wir auf dem Rückweg direkt unten am Strand entlang und konnten so die Tiere noch aus nächster Nähe beobachten.
Wieder zurück am Camper gönnte sich Julian eine Meeresfrüchte-Platte vom Streetfoodimbiss direkt neben an.
Für den Dienstag hatten wir uns ganz schön Strecke vorgenommen. Unser Ziel war die kleine Stadt Timaru.
Es gibt auch einen guten Grund, warum wir direkt so weit fahren und ziemlich viel dazwischen auslassen. Wir haben inzwischen ein House-Sit gefunden, bei dem wir ab Weihnachten für 4 Wochen auf eine Katze aufpassen werden. Da das House-Sit in Christchurch sein wird, haben wir dann genügend Zeit uns die Umgebung anzuschauen und auch mal 1-2 Nächte wegzufahren.
Deswegen nahmen wir uns diese längere Strecke vor und waren erschöpft, aber auch froh, als wir endlich in Timaru ankamen. Für den Abend hatte Timaru allerdings noch ein Highlight parat. Direkt neben dem Stellplatz gibt es hier eine kleine Pinguinkolonie, die man kostenlos besuchen kann. Wir hatten Glück und konnten einen Little Blue Penguin (die Maori nennen ihn Korora) an seinem Nest entdecken.
Kurz nach Sonnenuntergang kamen dann noch mehr der einzigartigen Tiere an Land und watschelten über den Strand zu ihren Nestern. Diese Pinguinart ist die kleinste der Welt und in etwa so groß wie ein Rugby.
Beim Warten auf die Pinguine sahen wir außerdem einen Hectors-Delfin schwimmen, eine stark gefährdete Delfinart, die nur in Neuseeland vorkommt.
Am nächsten Morgen fuhren wir weiter nach Oamaru und nutzen erstmal das örtliche Schwimmbad für ein paar Bahnen und eine heiße Dusche. Danach spazierten wir noch durch einen kleinen Garten dort und die Innenstadt. Hier wurden wir überrascht, denn in Oamaru gibt es viktorianisches Viertel mit vielen alten und prunkvollen Gebäuden. Auch die dortigen Geschäfte greifen das Motto auf und so war es sehr schön durch diesen Teil der Innenstadt zu schlendern.
Zum Abschluss des Tages gingen wir noch an einen Aussichtspunkt von dem man Gelbaugen-Pinguine sehen kann. Leider hatten wir kein Glück und die selten Tiere zeigten sich uns nicht.
Am nächsten Tag ging es für uns weiter zum Moeraki Boulders Beach. Ein kleiner Strand an dem runde Felsen im Sand liegen.
Am Katiki Point Lighthouse wollten wir nochmal die Chance nutzen, um Gelbaugen-Pinguine zu sehen. Auch hier leben wenige Brutpaare. Doch auch hier keine Spur von den Pinguinen.
Also ging es für uns weiter nach Dunedin, einer der größten Städte der Südinsel. Hier findet man auch die steilste Straße der Welt. Die Baldwin Street hat in ihrem steilsten Teil eine Steigung von ~35%. Wir liesen es uns natürlich nicht nehmen die Straße einmal hoch und wieder runter zu laufen.
Die Innenstadt von Dunedin hat uns nicht so sehr abgeholt. Ähnlich wie die meisten Städte gibt es hier eine Einkaufsstraße, ein paar schönere Gebäude und das war’s dann eben auch schon.
Der kostenlose Stellplatz direkt am Bahnhof erfüllte seinen Zweck für eine Nacht, besonderen Charme versprühte er aber auch nicht.
Umso schöner ist dafür die Otago Peninsula. Sie liegt direkt neben Dunedin und war Ziel unseres nächsten Ausflugs.
Als erstes steuerten wir eine Wanderung zu den Pyramids und dem Victory Beach im Okia Reserve an. Nachdem zunächst noch tiefe grauen Wolken in den Bergen hingen hatten wir Glück und diese verzogen sich während der Wanderung. Bei dann strahlendem Sonnenschein konnten wir die Küstenlandschaft bewundern. Am Strand blühten die Dünenblumen und dann entdeckten wir sogar noch drei Seelöwen. Die ersten Seelöwen für uns in Neuseeland.
Weiter ging es zum Sandymount Reserve. Die kurze Wanderung hier führte uns zu einem Lookout von dem man einen spektakulären Blick über die Küste der Halbinsel hat. Auch hier hatten wir bestes Wetter und es war einfach nur richtig schön.
Am Samstag fuhren wir weiter zum Nugget Point Lighthouse. Auf dem Weg dort hin da saß ein Seelöwe direkt am Straßenrand. Die Schilder die hier oft stehen, sind tatsächlich nicht umsonst da.
Der Weg zum Leuchtturm selbst ist nur kurz aber auch sehr schön. Leuchtturm, Steilküste und Blick aufs Meer - diese Kombination begeistert einfach immer.
Weiter ging es für uns noch zu zwei Wasserfällen, den Purakaunui Falls und den Matai Falls.
Auf dem Stellplatz angekommen verschlechterte sich das Wetter rapide und es gab sogar einen kurzen Hagelschauer. Wir setzten uns kurzentschlossen in das benachbarte Kaffee, wo es für Julian den anscheinend besten Burger Neuseelands gab und für Franzi ein Haloumi-Sandwich.
Da das Wetter nicht mehr besser werden wollte verbrachten wir den Rest des Tages gemütlich im Van.
Am Sonntag machten wir einen gemütlichen Morgen bevor wir zum Tautuku Estuary Walkway aufbrachen. Ein kurzer Spaziergang durch ein Wetland. Danach besuchten wir die McLean Falls. Für uns einer der schöneren Wasserfälle in Neuseeland.
Julian nutzte das sonnige Wetter und machte sich an einem kleinen Steg auf zum Angeln. Diesmal mit mäßigem Erfolg, nur zwei kleine Fische wollten beißen, die aber wieder in die Freiheit entlassen wurden. Franzi konnte die Zeit für sich auch gut nutzen.
Nach dem Abendessen stand das Highlight des Tages an. Wir machten uns auf zur Curio Bay. Hier gibt es neben der Steilküste auch einen „versteinerten Wald“. In einer Bucht sind hier statt Strand Felsen in den durch die Zeit viele versteinerte Baumreste wieder freigelegt wurden. Außerdem lebt hier ein Paar des Gelbaugen-Pinguins (Hoiho). Also hieß es für uns Stellung beziehen und warten. Bei kaltem Wind hielten wir auf dem Aussichtspunkt für mehrere Stunden durch, bis Julian endlich den ersehnten Pinguin entdecken konnte.
Der Pinguin ließ sich viel Zeit um vom Meer bis zu seinem Nest zu laufen und so konnten wir ihn beobachten und Franzi tolle Bilder machen.
Wir waren überglücklich dieses seltene Tier gesehen haben zu dürfen.
Mit diesem tollen Erlebnis endete also unsere erste ganze Woche auf der Südinsel.
Noch ein kleiner Funfakt zum Schluss: Wir sind jetzt in dieser Woche ca. 710 km von Kaikoura bis Waikawa gefahren. Von Norden der Südinsel bis ganz in den Süden.
