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Ausflug nach Galle

Veröffentlicht: 19.02.2023

Galle ist eine Stadt an der Südwestküste Sri Lankas. Windige Strände und sich biegende Palmen umgeben eine von den Portugiesen während der Kolonialzeit im 16. Jahrhundert erbaute Festung, das Prunkstück der Stadt. Die knapp drei Kilometer lange Stadtmauer ist erhalten und umschließt mit einem Dutzend Bastionen den historischen Stadtkern. Die Mauern haben sogar dem Tsunami des Jahres 2004 getrotzt und die Gebäude auf dieser exponierten Halbinsel vor der Zerstörung bewahrt. Den Rest der Stadt schmücken Häuser im niederländischen Stil, eigentümliche Läden, weiß getünchte Villen und historische Museen. Seit 1988 gehört Galle zum Weltkulturerbe der Unesco. 

Die Stadt sticht schon vom typischen Sri Lanka heraus. Obwohl ich am Anfang ein wenig enttäuscht war, nehme ich rückblickend betrachtet, vieles ganz anders wahr und hätte man mehr Zeit gehabt, hätte die Stadt auch sicherlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. 

Wir hatten nur 2 Stunden und waren zu viert. Da stöbert man nicht allzu lange in den Geschäften, geschweige denn, sieht sich die Kirche von innen an. 

Ich habe aber trotzdem versucht, das Schöne in der Stadt zu sehen.

Bei den Gewürzen habe ich mich natürlich beschwatzen lassen und die kleine Tüte Cardamom für 1.200 rps gekauft. Umgerechnet sind das 3,- Euro.🤦🏻‍♀️ 

Aber gut, die Bevölkerung ist arm und ein paar Euro mehr machen mich auch nicht ärmer, im Gegenteil, so kann ich mein Karma aufbessern und tue gleichzeitig Gutes.

Erst durch Thamiya`s Tip am Abend, habe ich erfahren, dass man man Gewürze besser in den food city Geschäften mit dem roten Logo kauft.

Von Garam Masala 😋bis Coriander, Curry, Kreuzkümmel, Chilli natürlich und Fenchelsamen habe ich mich erst einmal eingedeckt. 

Kein Wunder, dass die Portugiesen bei ihrer Suche nach den sagenhaften Gewürzinseln des Orients Sri Lanka nicht links liegen ließen. Schon Vasco da Gama brachte von seiner ersten Indien Reise Gerüchte über beste Zimt Vorräte mit in die Heimat. 

Während wir uns durch die Straßen treiben lassen, kommen immer wieder ältere Frauen und Männer auf uns zu und wollen einem etwas verkaufen. Selbstgenähtes, Handgemachtes. Sie scheinen sehr arm zu sein und man wird sie schwer los. Es gibt dann nur zwei Möglichkeiten, entweder du kaufst oder du gibst ihnen Geld. 

So wandeln wir durch die Straßen, lassen uns von einem Verkäufer überreden einen frisch gepressten Juice zu trinken und man merkt nicht wie die Zeit vergeht.  Hinterher erfahre ich, dass man während der Panchakarmakur keinen pineapple juice trinken sollte. Petra kauft sich sogar noch eine ganze Ananas 🍍auf dem Gemüsemarkt für umgerechnet  1,50 € . Die verschenkt sie dann später aber an Susanne, die heute noch abreisen wird. 

Ansonsten sind wir alle ganz vorbildlich und verzichten sogar auf Süsses und Kaffee.🤪

Es wird Zeit und unser Fahrer, der so lange auf uns warten musste, bringt uns sicher zurück.

Es ist mal wieder Zeit zum Dinner und oftmals sitzen wir alle an einem großen Tisch, der Platz für 10 Personen bietet.

Da wären Horst und Petra aus Friedrichshafen, Hilde aus Mannheim, die mehrere Bekleidungsgeschäfte betreut hat, jetzt Rentnerin ist und umher reist, Susanne aus Hamburg, die hier eine Schmuckwerkstadt mit Edelsteinen betreibt und ihre Kollektionen selbst designt, Karen aus London, die Modemessen vorbereitet hat und im Dezember nochmal mit ihrem Mann Sri Lanka besuchen wird, Claudia und Ralf aus dem Norden, die im Anschluss auf Weltreise gehen wollen, Tina und Elina aus Hamburg, zwei junge Mädchen, die für ihr Alter schon sehr  auf Nachhaltigkeit achten und Daniela aus Neukölln, die als Psychotherapeutin arbeitet und ein ganz wunderbarer Mensch ist.

Sie alle haben eine Geschichte zu erzählen doch was uns alle hier im Roman Lake eint, ist, dass wir in vielen Dingen die gleichen Ansichten haben. Zum Beispiel was Achtsamkeit betrifft, die Verantwortung der Umwelt gegenüber, die Gesunderhaltung des eigenen Körpers, dem Respekt Tieren gegenüber u.v.m.

Wir sprechen englisch und deutsch meist wild durch einander. Das ist zeitweise recht lustig. 

Doch gegen 20.00 Uhr werden wir meistens alle nacheinander müde. 

Morgen heißt es dann wieder 5.45 Uhr aufstehen. Sind ja schließlich nicht im Urlaub.🤣


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Antworten (1)

Sabrina
Beindruckend, was für unterschiedliche Menschen mit dem gleichen Grundgedanken man teilweise kennenlernt!

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