Eine Mütze Schlaf
Um 6.00Uhr erwacht unsere Herberge zum leben. Alle stehen auf, packen und machen sich auf den Weg. Kay und ich stehen erst auf als die Herberge schon leer ist, es ist immernoch...

Veröffentlicht: 06.10.2017
Wir gehen los um ca. 7.30 Uhr. Im ersten Dörfchen trinken wir unseren obligatorischen Kaffee mit einem älteren, symphatischen Australier. Bergauf sind wir wie Zwei Blitze und ziehen an allen vorbei. Auf dem Weg gibt es viel zu bestaunen, nicht nur die Aussicht. Viele Türmchen aus Steinen, bemalte Steine mit diversen Sprüchen und ein Gebetsplatz. Ich denke an meine verstorbene Oma und sende ihr in Gedanken viele tolle Momente. Sie hätte sich bestimmt über eine Karte von uns gefreut und hätte gesagt wie verrückt wir doch wären so weit zu laufen.
Auf dem Gipfel geniessen wir die Aussicht. Wir befinden uns auf 1500 M.ü.M. Bergab sind wir die Langsamsten. Ich bekomme Schmerzen im Knie und Kays Fussgelenk ist geschwollen, also checken wir in einer hotelartigen Herberge in El Alcebo auf 1200 M.ü.M, mit Pool, ein. Wir gönnen uns Heute zum Abendessen ein Drei-Gängiges-Menü für 10 Euro... Ich kann an nichts anderes mehr denken, nachdem das Abendessen Gestern ein Reinfall war.
Zur Vorspeise gibt es die schlechtesten Spaghetti Carbonara die ich je gegessen habe, jedoch waren wir so hungrig, dass sie grossartig waren! Zum Hauptgang Fleisch und Pommes, als Dessert bekommen wir Schlagsahne mit Erdbeeren... Ich schreibe es bewusst so, denn es war sehr, sehr viel Sahne. Dazu bekommen wir einen Liter Rotwein und einen Liter Wasser. Neben uns sitzt eine quirlige Texanerin, sie verbündet sich sofort mit mir gegen Kay und alle lachen bei der Geschichte unseres ersten Dates. Allerdings ist die beste Eigenschaft der Texanerin, dass selbst Kay nicht zu Wort kommt.
Vor dem Hostel mit Blick auf die Berge, Sternenhimmel und die vielen Lichter unseres nächsten Ziels, Ponferrada, lassen wir den Abend mit viel Gelächter und dem Hinweis wir sollten still sein ausklingen.